Em: Wales Schlägt Harmlose Türkei

Mittwoch, der 16. Juni:

19.54 Uhr: Wales nach Sieg gegen Türkei vor Einzug ins EM-Achtelfinale

Dank eines 2:0 (1:0)-Sieges gegen die Türkei steht Wales bei der Europameisterschaft vor dem Einzug ins Achtelfinale. Der Halbfinalist von 2016 hat nach dem 1:1 gegen die Schweiz in der Gruppe A vier Punkte auf dem Konto und damit beste Chancen, mindestens als einer der vier besten Drittplatzierten aus den sechs Vorrundengruppen weiterzukommen.

Aaron Ramsey in der 42. Minute und Connor Roberts (90.+5) erzielten am Mittwoch in Baku die Tore für die Waliser, für die Gareth Bale (61.) einen Foulelfmeter vergab. Letzter Vorrundengegner der Briten ist am kommenden Sonntag EM-Mitfavorit Italien. Die noch punktlosen Türken treffen dann auf die Schweiz.

18.42 Uhr: Belgien plant Aktion für Eriksen

Die belgische Nationalmannschaft plant vor dem EM-Spiel gegen Dänemark eine besondere Aktion für Christian Eriksen. “Es soll ein Fest für Christian werden”, sagte Trainer Roberto Martinez. “Es ist eine Intention, dass wir unsere besten Wünsche für Christian zeigen. Die Spieler werden etwas vorbereiten für den Spielbeginn. Unsere Botschaft ist, dass Fußball nicht dasselbe ist, wenn Christian nicht auf dem Feld steht.”

Starangreifer Romelu Lukaku nahm in den Tagen vor dem Duell am Donnerstag (18 Uhr/ZDF und Magenta-TV) Kontakt zu seinem Vereinskollegen Eriksen auf. “Ich habe ihm geschrieben, dass er sich Zeit nehmen soll, sich zu erholen. Ich habe ihm versprochen, dass er sich jederzeit bei mir melden kann, wenn er reden möchte”, sagte der Profi von Inter Mailand.

Außerdem plädierte Lukaku angesichts des Kollapses von Eriksen für Erste-Hilfe-Kurse im Profifußball. “Es wäre vielleicht gut, wenn jeder lernen würde, wie man reanimiert”, sagte der 28-Jährige: “Wir haben in der Mannschaft darüber gesprochen. Weil du nie weißt, wann es passiert.”

17.41 Uhr: Ballack kritisiert Löws System mit der Dreierkette

Nach der 0:1-Niederlage der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich hat der 98-​malige Nationalspieler Michael Ballack das deutsche System mit der Dreierkette kritisiert. „Vielleicht sollte man auch über das System nachdenken. Es war eine Option, aber man hat auch gesehen, nach vorne hin sind wir doch ein bisschen limitiert gewesen“, sagte der gebürtige Görlitzer in seiner Funktion als Experte bei Magenta-TV.

Er glaubt, dass sich in diesem System „noch nicht alle wohlfühlen“. Der ehemalige Weltklasse-Fußballer sagte außerdem: „Wir finden noch keine Lösung. Es sind sicherlich hier und da gute Ballpassagen, aber gerade vorne hin, wenn Havertz oder Müller in Ballbesitz kommen, dann fehlen so ein bisschen die Anspielstationen.“

17.20 Uhr: 30.000 Zuschauer in Baku erwartet – Türkei-Fahnen werden vor dem Stadion verschenkt

Die türkische Nationalmannschaft kann sich im zweiten Gruppenspiel gegen Wales in Baku auf große optische und verbale Unterstützung freuen. Laut dem euopäischen Fußballverband Uefa sind für die Partie an diesem Mittwoch 30.000 Tickets verkauft worden.

Sowohl die angereisten Fans aus der Türkei als auch die meisten einheimischen Zuschauer sind auf der Seite des Teams von Trainer Senol Günes. Aus Wales werden nur wenige Anhänger erwartet. Aserbaidschan und die Türkei stehen sich sehr nahe und bezeichnen sich auch als “Brüder”.

Vor dem Stadion in Baku bekamen die Fans türkische und aserbaidschanische Fahnen geschenkt. Fahnen von Wales wurden nicht verteilt.

Vor dem Stadion in Baku werden Fahnen der Türkei und von Aserbaidschan kostenfrei an Zuschauer verteilt.
© dpa

16.59 Uhr: Russland siegt gegen EM-Neuling Finnland

Co-Gastgeber Russland hat seine Chance auf die Qualifikation für das EM-Achtelfinale gewahrt. Die Auswahl von Trainer Stanislaw Tschertschessow, der von 1993 bis 1995 bei Dynamo Dresden aktiv war, gewann am Mittwoch gegen den Turnier-Neuling Finnland mit 1:0 (1:0). Vor rund 25.000 Zuschauern erzielte Alexej Mirantschuk (45.+2) das einzige Tor der Partie in St. Petersburg.

Die Finnen spielten wie schon beim vom Kollaps von Christian Eriksen überschatteten 1:0-Sieg in Dänemark mutig und hatten ihre Szenen, ließen diesmal aber die letzte Konsequenz vermissen. Mit jeweils drei Punkten haben beide Nationen am letzten Spieltag den Einzug ins Achtelfinale in eigener Hand.

In der Gruppe B haben die Russen und Finnen nach ihren jeweils zwei Spielen wie Belgien drei Punkte auf dem Konto. Die Belgier spielen am Donnerstag in Kopenhagen gegen Schlusslicht Dänemark ihre zweite Partie.

Russlands Dmitri Barinow (l.) stoppt Finnlands Teemu Pukki unfairen Mitteln. Am Ende gewinnt Russland 1:0.

Russlands Dmitri Barinow (l.) stoppt Finnlands Teemu Pukki unfairen Mitteln. Am Ende gewinnt Russland 1:0.
© dpa/Dmitri Lovetsky

16.05 Uhr: Eriksen verfolgt Dänemark-Spiel im Krankenhaus

Mittelfeldspieler Christian Eriksen wird das zweite EM-Spiel der dänischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Belgien aus dem Krankenhaus verfolgen. “Ich denke, er wird die Partie ansehen und vielleicht sogar sein Trikot anziehen”, sagte Nationaltrainer Kasper Hjulmand: “Es ist sehr verrückt. Das Krankenhaus ist direkt neben dem Parken, vielleicht wird er die Stimmung sogar hören.”

Eriksen befindet sich seit seinem Kollaps im Spiel gegen Finnland im Kopenhagener Rigshospitalet. Der 29-Jährige ist wach und stabil, allerdings stehen noch weitere Untersuchungen an. “Er fühlt sich gut”, sagte Hjulmand.

15.41 Uhr: Nach Eriksen-Drama: Dänische Spieler wollen gegen Belgien auflaufen

Wenige Tage nach dem Zusammenbruch ihres Teamkollegen Christian Eriksen sind offenbar alle dänischen Nationalspieler bereit, am Donnerstag beim zweiten EM-Spiel gegen Belgien aufzulaufen (Donnerstag, 18.00 Uhr/ZDF und Magenta TV).

Trainer Kasper Hjulmand hatte jedem von ihnen zwar noch am Vortag freigestellt, auf einen Einsatz im Parken Stadion in Kopenhagen zu verzichten, falls er sich dazu noch nicht in der Lage sieht. Bei der Pressekonferenz am Mittwoch sagte der Nationalcoach jedoch: “Es sieht bei allen gut aus. Das Training gestern war wieder ein wichtiger Schritt. Wir haben ein starkes Team. Wir sind bereit für morgen.”

Diese Einschätzung gilt ausdrücklich auch für den dänischen Kapitän Simon Kjaer, der von allen Teammitgliedern am engsten mit Eriksen befreundet ist und der am Samstag beim EM-Auftakt gegen Finnland (0:1) noch vor der Wiederbelebung des Spielmachers Erste Hilfe bei ihm leistete. “Das war hart für Simon. Aber er hat Charakter und ist ein großartiger Mensch. Natürlich ist es fair, dass er jetzt viel Anerkennung bekommt”, sagte der Mittelfeldspieler Thomas Delaney von Borussia Dortmund. Kjaer wird seit seinem Einsatz für Eriksen als “Held von Kopenhagen” gefeiert, ist im Gegensatz zu anderen Führungsspielern des Teams seitdem aber nicht öffentlich aufgetreten.

14.55 Uhr: Finnen setzen erstes Zeichen beim Aufwärmen

Die finnische Fußball-Nationalmannschaft hat beim Aufwärmen vor dem EM-Spiel gegen Russland am Mittwoch (15.00 Uhr/Magenta-TV) ein erstes Zeichen gesetzt. “Get well Christian” stand in blauer Schrift auf den weißen Aufwärmshirts, die Torwart Lukas Hradecky und seine Kollegen vor der Partie in St. Petersburg trugen.

Der dänische Fußballprofi Christian Eriksen hatte am Samstag beim Spiel gegen Finnland in Kopenhagen einen Kreislaufstillstand erlitten und war wiederbelebt worden. Inzwischen ist Eriksen aber auf dem Weg der Besserung.

Finnlands Torwart Lukas Hradecky von Bayer Leverkusen trägt vor dem Spiel gegen Russland ein T-Shirt mit der Aufschrift “Get well Christian”.
© Reuters Pool

14.48 Uhr: Österreichs Arnautovic wegen Beleidigung für ein EM-Spiel gesperrt

Der Österreicher Marko Arnautovic ist wegen Beleidigung eines Gegenspielers für ein Spiel bei der EM gesperrt worden. Das teilte die Europäische Fußball-Union Uefa am Mittwoch nach einer Entscheidung ihrer zuständigen Kammer mit. Damit steht der frühere Bundesligaprofi nicht für das Spiel gegen die Niederlande am Donnerstag (21.00 Uhr) in Amsterdam zur Verfügung.

Dem 32 Jahre alten Arnautovic war vorgeworfen worden, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand gegen Nordmazedonien am Sonntag seinen Gegenspieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt zu haben. Die Uefa stufte die Äußerungen nicht als Rassismus ein.

14.37 Uhr: Deutscher Wetterdienst empfiehlt EM-Spiele am Mittag von zu Hause anzusehen

Nicht nur die Temperaturen steigen, auch die UV-Strahlung nimmt zu. Die ultraviolette Strahlung erhöht die Gefahr von Sonnenbrand. Hitze könne zudem das Herz-Kreislauf-System belasten, sagte Andreas Matzarakis, Leiter des Zentrums für Medizinisch-Meteorologische Forschung des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Freiburg. Für Donnerstag und Freitag warne der DWD in weiten Teilen Deutschlands vor großer Hitze.

Sport und körperliche Anstrengungen sollten am besten in den frühen Morgenstunden und abends ausgeübt werden, sagte Matzarakis. Mittags sollte ein Aufenthalt im Freien möglichst vermieden werden. “Bei Hitzewarnung sollten Zuschauer in der Mittagszeit EM-Spiele am besten von zu Hause verfolgen.”

14.03 Uhr: EM-Zuschauer: Auch Münchner Kapazität nicht voll genutzt

Die Zuschauer drängen nicht so zahlreich in die EM-Stadien, wie sich die Europäische Fußball-Union Uefa das gewünscht hätte. Wie schon an anderen Spielorten zuvor wurde die Kapazität auch beim Auftakt der deutschen Mannschaft gegen Frankreich (0:1) am Dienstag in München nicht voll ausgelastet.

Laut des offiziellen Spielberichts der Uefa befanden sich 13.000 Zuschauer in der Arena. Zugelassen waren 14.500 Fans. Vor der Partie in München wurde bereits in Baku, Bukarest, Kopenhagen, Sevilla, Glasgow und St. Petersburg die erlaubte Kapazität nicht voll ausgeschöpft.

Turnierdirektor Martin Kallen will sich am Donnerstag zu diesem Thema äußern. Im EM-Vorfeld hatte die UEFA trotz der anhaltenden Corona-Pandemie eine Zuschauer-Garantie von jedem EM-Gastgeber gefordert.

Zugelassen waren 14.500 Zuschauer, doch nur 13.000 kamen am Dienstag in die Münchner EM-Arena.

Zugelassen waren 14.500 Zuschauer, doch nur 13.000 kamen am Dienstag in die Münchner EM-Arena.
© dpa

13.39 Uhr: Kritik an der Titelseite der französische Sportzeitung L’Equipe nach Deutschland-Spiel

“Comme en 18” (“Wie 18”): Diese knappe Titelzeile der französischen Sportzeitung L’Équipe zum EM-Auftakt-Sieg der französischen Nationalmannschaft gegen Deutschland hat heftige Debatten ausgelöst. In sozialen Netzwerken gab es am Mittwoch in Frankreich Kritik, dass mit der Zeile nicht nur der Weltmeistertitel der Bleus im Jahr 2018 gemeint sei, sondern unterschwellig auch der Sieg Frankreichs und anderer Großmächte im Ersten Weltkrieg einhundert Jahre früher – also im Jahr 1918.

Auch der deutsche Botschafter in Frankreich, Hans-Dieter Lucas, schaltete sich via Twitter in die Debatte ein. Die Erinnerung an die Weltmeisterschaft 2018 bleibe schmerzhaft, “aber glücklicherweise haben unsere Freunde, die “Bleus”, uns in dem Jahr große Emotionen beschert”, schrieb der Top-Diplomat auf Französisch. “Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!” An seinen Tweet war ein Bild der umstrittenen Titelseite der bekannten Sportzeitung angehängt.

Die Erinnerung an den Ersten Weltkrieg (1914 bis 1918) ist in Frankreich noch sehr präsent. Des Waffenstillstandes vom 11. November 1918, der in der Nähe von Compiègne abgeschlossen wurde, wird jährlich gedacht. Der 11. November ist im Land ein offizieller Feiertag.

Comme en 18 ( zu Deutsch: Wie 18): Diese Titelzeile der französischen Sportzeitung L'Équipe löste nach dem Sieg der Franzosen gegen Deutschland heftige Debatten aus.

Comme en 18 ( zu Deutsch: Wie 18): Diese Titelzeile der französischen Sportzeitung L’Équipe löste nach dem Sieg der Franzosen gegen Deutschland heftige Debatten aus.
© L’Equipe/Twitter-Screenshot

12.28 Uhr: Deutscher Schiedsrichter Siebert hat zweiten EM-Einsatz

Schiedsrichter Daniel Siebert hat die Europäische Fußball-Union Uefa bei seiner EM-Premiere offenbar überzeugt. Der Berliner Unparteiische darf am Freitag (15.00 Uhr/MagentaTV) in St. Petersburg das Duell in der Gruppe E zwischen Schweden und der Slowakei pfeifen. Das teilte die Uefa am Mittwoch mit.

Dem 37-Jährigen stehen wie schon am vergangenen Montag in Glasgow beim Spiel Schottland gegen Tschechien (0:2) seine Assistenten Jan Seidel (Oberkrämer) und Rafael Foltyn (Wiesbaden) zur Seite. Video-Assistent wird Marco Fritz (Korb) sein.

Dass Siebert für die EM ausgewählt wurde, war im Vorfeld nicht zu erwarten gewesen. Der Referee wird im Gegensatz zu anderen deutschen Unparteiischen nicht in der Elite-Gruppe der UEFA geführt. Beim tschechischen Sieg in Glasgow zeigte Siebert eine gute Leistung, leitete das Spiel großzügig und kam ohne eine Gelbe Karte aus.

12.03 Uhr: Nach Ronaldo-PK: Milliardenschwerer Wertverlust für Coca Cola

Portugals Fußballstar Cristiano Ronaldo hat dem Getränkeriesen Coca Cola offenbar einen Wertverlust in Milliardenhöhe beschert. Nachdem der 36-Jährige bei einer Pressekonferenz vor dem EM-Auftakt Colaflaschen vom Podium entfernte, brach der Aktienkurs des Unternehmens um 1,6 Prozent ein. Zudem sank der Marktwert des EM-Sponsors um vier Milliarden US-Dollar auf 238 Milliarden.

Nachdem der fünfmalige Weltfußballer die Colaflaschen zur Seite gestellt hatte, hielt er eine Wasserflasche hoch und rief mit dem Wort “Agua” deutlich hörbar zum Wassertrinken auf. Ähnliches tat Frankreichs Mittelfeldstar Paul Pogba, als er am Dienstag nach dem 1:0 gegen Deutschland bei der Pressekonferenz eine Flasche des Biersponsors Heineken verschwinden ließ.

11.45 Uhr: Friedrich Merz fordert Überprüfung von Greenpeace

Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz (CDU) fordert nach der hoch umstrittenen Protestaktion im Münchner EM-Stadion eine Überprüfung der Umweltschutzorganisation Greenpeace. “Nach dem Vorfall von gestern mit einer ernsthaften Gefährdung der Stadionbesucher wird es Zeit, die Gemeinnützigkeit von Greenpeace zu überprüfen”, twitterte Merz am Mittwoch. “Den beiden Verletzten wünsche ich baldige Genesung.”

11.26 Uhr: Rüdiger zeigt Reue nach Knabber-Angriff auf Pogba

Nationalspieler Antonio Rüdiger hat nach seinem Knabber-Angriff auf den französischen Star Paul Pogba Reue gezeigt. “Da darf ich mit dem Mund nicht so an seinen Rücken hingehen – gar keine Frage. Das sieht unglücklich aus”, sagte der 28-Jährige nach dem 0:1 der DFB-Auswahl im EM-Auftaktspiel gegen den Weltmeister.

“Paul und ich haben uns nach Abpfiff sehr freundschaftlich ausgesprochen”, ergänzte der Profi von Champions-League-Sieger FC Chelsea, “und er hat im Gespräch mit mir und dann auch im Interview sowieso bestätigt, dass das kein Biss war, wie der eine oder andere Außenstehende es zuerst meinte.”

Eine nachträgliche Sperre befürchtet Rüdiger nicht. Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande (Spanien) habe zu ihm gesagt, “dass er mich bestraft hätte, wenn es für ihn eine Tätlichkeit gewesen wäre”, sagte er.

11.04 Uhr: Polizei ermittelt nach missglückter Protestaktion im Münchner Stadion

Nach der missglückten Protestaktion vor dem EM-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich ermittelt die Polizei wegen verschiedener Delikte nach dem Strafgesetzbuch – und nach dem Luftverkehrsgesetz. Das teilte das Polizeipräsidium München am Mittwoch mit. Ein 38 Jahre alter Mann aus Baden-Württemberg war am Vorabend kurz vor dem Anpfiff des Fußballspiels auf dem Platz im Münchner EM-Stadion gelandet und hatte im Landeanflug zwei Männer verletzt, die ins Krankenhaus kamen. Mehr dazu im Artikel: Zwei Verletzte bei Greenpeace-Protest

10.30 Uhr: Über 22 Millionen sehen EM-Auftakt der deutschen Nationalelf

Der EM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft hat dem ZDF eine gute Quote beschert. 22,55 Millionen Zuschauer sahen ab 21.00 Uhr die 0:1-Niederlage gegen Weltmeister Frankreich. Der Marktanteil lag bei 67,4 Prozent – das heißt, dass zwei von drei Fernsehzuschauern zu der Zeit Fußball geschaut haben. Die Übertragung des 18-Uhr-Spiels zwischen Ungarn und Portugal (0:3) hatte 6,44 Millionen Zuschauer; der Marktanteil lag bei 34,4 Prozent. Beide Teams sind ebenfalls Vorrundengegner der deutschen Nationalelf bei der Europameisterschaft.

Aus der Sportstudio-Arena in Mainz sendet das ZDF während der Europameisterschaft. Am Dienstag bescherte das Deutschland-Spiel dem Sender gute Einschaltquoten.

Aus der Sportstudio-Arena in Mainz sendet das ZDF während der Europameisterschaft. Am Dienstag bescherte das Deutschland-Spiel dem Sender gute Einschaltquoten.
© dpa

8.38 Uhr: Pogba nimmt Rüdigers angedeuteten Biss locker

Der französische Fußball-Nationalspieler Paul Pogba will den angedeuteten Biss von Deutschlands Antonio Rüdiger im EM-Spiel am Dienstagabend nicht überbewerten. “Er ist ein Freund von mir. Das war auf dem Platz, wir sind da kurz aneinandergeraten. Das ist jetzt vorbei, das ist Vergangenheit”, sagte der Mittelfeldmann nach dem 1:0 (1:0)-Erfolg des amtierenden Weltmeisters gegen die deutsche Elf im ersten Gruppenspiel in München. “Ich bin da keiner, der nach einer Karte schreit. Ich glaube, er hat mich ein wenig gebissen, das ist freundschaftlich, wir kennen uns gut.”

Auf Fernsehbildern war zu sehen, wie Champions-League-Sieger Rüdiger vom FC Chelsea seinen Gegenspieler Pogba kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit von hinten bedrängt und eine Art Beißbewegung am Rücken des 28-Jährigen durchführt. “Ich habe das gespürt, ich habe das dem Schiedsrichter mitgeteilt und er trifft dann seine Entscheidung”, sagte Pogba zu der kuriosen Szene mit dem deutschen Verteidiger. “Er hat keine Karte bekommen, umso besser für alle. Ich möchte nicht, dass er für sowas gesperrt wird. Wir haben uns am Ende umarmt.”

6.45 Uhr: Joachim Löw trotz Niederlage optimistisch

Joachim Löw sieht trotz der Auftaktniederlage des Nationalteams bei der Fußball-EM gegen Frankreich Ansätze, die ihm Hoffnung machen. Gegen Portugal soll im nächsten Spiel offensiv mehr Durchschlagskraft erzeugt werden. Daran will Löw bis zum Samstag intensiv arbeiten. Löw beantwortete nach dem Spiel gegen Frankreich Fragen von Journalisten, nachzulesen hier:

Bundestrainer Joachim Löw sieht trotz der Niederlage gegen Frankreich Ansätze, die ihm Hoffnung machen.

Bundestrainer Joachim Löw sieht trotz der Niederlage gegen Frankreich Ansätze, die ihm Hoffnung machen.
© Federico Gambarini/dpa

Mittwoch, 5.55 Uhr: Hummels: “Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders”

Eigentorschütze Mats Hummels hat sich nach seinem Missgeschick bei der 0:1-Niederlage der deutschen Mannschaft zum EM-Start gegen Frankreich zu Wort gemeldet. “Die Niederlage schmerzt uns sehr und mich besonders, weil mein Eigentor das Spiel am Ende entschieden hat”, schrieb der Innenverteidiger von Borussia Dortmund in der Nacht zu Mittwoch in einem Beitrag auf Instagram. “Wir haben alles reingeworfen und einen tollen Kampf geliefert. Dass wir spielerisch noch Luft nach oben haben wissen wir natürlich auch. Aber man hat gesehen, dass wir uns zerreißen wollen bei diesem Turnier, dass wir Euch wieder begeistern und erfolgreich sein wollen.”

Hummels war in der 20. Minute das Eigentor unterlaufen. Von Hummels’ rechtem Schienbein sprang der scharfe Flankenball von Lucas Hernandez unhaltbar für Manuel Neuer oben links ins Tor. Hummels bedankte sich für die vielen Nachrichten. Es seien zwar nicht nur aufmunternde Worte gekommen, aber so viele wie wohl noch nie zuvor. “Und das tut gut, weil es mir so unglaublich viel bedeutet, wieder für Deutschland am Ball zu sein.”

Das passierte am Dienstag, dem 15. Juni:

22.55 Uhr: Niederlage für DFB-Team zum EM-Start: 0:1 gegen Frankreich

Mit einer Niederlage gegen Weltmeister Frankreich ist der deutschen Fußball-Nationalmannschaft der Start in die Europameisterschaft missglückt. Gegen den Turnierfavoriten verlor die DFB-Auswahl am Dienstagabend in München 0:1 (0:1). Mats Hummels unterlief in der 20. Minute ein Eigentor zum französischen Sieg.

Nächster deutscher Gegner ist am Samstag Titelverteidiger Portugal, der am Dienstag 3:0 in Ungarn siegte. Die Ungarn sind am 23. Juni dritter Kontrahent des DFB-Teams, das alle Vorrundenspiele in München bestreitet. Für Joachim Löw ist es das letzte Turnier als Bundestrainer. Mehr zum Spiel im Artikel EM-Fehlstart für Deutschland

21.50 Uhr: Gefährliche Motorschirm-Aktion vor EM-Auftakt der DFB-Elf

Kurz vor dem Anpfiff des EM-Spiels zwischen Deutschland und Frankreich hat ein Motorschirm-Flieger sich selbst und die Fußball-Fans in der Münchner Arena in Gefahr gebracht. Der Mann schwebte über dem Stadion und versuchte, einen gelben Ball in die Arena zu werfen. Dabei kam ins Trudeln und konnte nur mit Mühe einen Absturz in die Zuschauerränge verhindern. Hinter der Aktion stand die Umweltorganisation Greenpeace – mehr dazu im Artikel Gefährliche Greenpeace-Aktion in München

Sicherheitskräfte führen den Mann nach seiner Landung vom Spielfeld.

Sicherheitskräfte führen den Mann nach seiner Landung vom Spielfeld.
© Franck Fife/AFP Pool/AP/dpa

20.55 Uhr: Sachsens Ministerpräsident drückt Deutschland die Daumen

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer wird beim Spiel Deutschland gegen Frankreich besonders einer Person die Daumen drücken: Zeugwart Thomas Mai. Der Chemnitzer arbeitet seit 1991 als Zeugwart der Fußball-Nationalelf.

Über Twitter schrieb Kretschmer: “Das Spiel gegen Titel-Favorit Frankreich wird besonders schwer – doch mit einem sächsischen Zeugwart im Betreuerstab kann nichts schiefgehen. Ich drück unserer Nationalmannschaft die Daumen!”

20.00 Uhr: Aufstellung: Deutsche Mannschaft spielt gegen Frankreich wie erwartet

Die deutsche Nationalmannschaft startet mit der erwarteten Elf in die Europameisterschaft. Bundestrainer Joachim Löw bietet am Dienstagabend in der Münchner Arena gegen Weltmeister Frankreich exakt jene Formation auf, die im letzten Testspiel gegen Lettland mit 7:1 gewonnen hatte. Joshua Kimmich rückt damit erneut im Mittelfeld auf die rechte Außenbahn. Innen spielen Ilkay Gündogan und Toni Kroos, links Turnierneuling Robin Gosens von Atalanta Bergamo.

Champions-League-Sieger Kai Havertz vom FC Chelsea beginnt in der Offensive zusammen mit dem Bayern-Duo Thomas Müller und Serge Gnabry. Angeführt wird das DFB-Team im 50. Spiel bei einer EM-Endrunde von Torwart und Kapitän Manuel Neuer. Die Dreierkette davor wird gebildet von Matthias Ginter, Mats Hummels und Antonio Rüdiger.

Deutsche Aufstellung im Überblick: Neuer – Ginter, Hummels, Rüdiger – Kimmich, Gündogan, Kroos, Gosens – Havertz, Gnabry, Müller

19.55 Uhr: Später EM-Sieg für Ronaldo und Portugal: 3:0 in Ungarn

EM-Rekordspieler Cristiano Ronaldo hat mit Portugal dank später Tore einen erfolgreichen Start bei der Fußball-EM hingelegt. Der Titelverteidiger kam bei Außenseiter Ungarn in Budapest am Dienstag mit etwas Mühe zu einem 3:0 (0:0) und hat damit vor den schweren Gruppenspielen gegen Deutschland und Weltmeister Frankreich die Pflichtaufgabe erledigt.

Der Dortmunder Raphael Guerreiro mit einem abgefälschten Schuss (84.) sowie zweimal Ronaldo (87. per Foulelfmeter/90.+2) sorgten vor 55.662 Zuschauern in der vollbesetzten und stimmungsvollen Puskas Arena für den späten Sieg.

Ronaldo kürte sich mit nun insgesamt elf EM-Treffern
zum alleinigen Rekordtorschützen vor dem Franzosen Michel Platini.
Zudem ist er seit Dienstag auch Rekordteilnehmer. Der fünfmalige
Weltfußballer ist der einzige Spieler, der bei fünf
Europameisterschaften zum Einsatz kam.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

18.15 Uhr: Volle Arena in Budapest – Kaum Abstand von Fans bei Stadion-Marsch

Vor augenscheinlich voll besetztem Stadion in Budapest ist das Gruppenspiel von EM-Titelverteidiger Portugal und Co-Gastgeber Ungarn angepfiffen worden. Lautstark feuerten die Zuschauer in der Puskas Arena am Dienstagabend vor allem die heimische Nationalmannschaft an. Die Portugiesen um Superstar Cristiano Ronaldo wurden schon beim Aufwärmen ausgepfiffen.

Das Stadion gilt nach Uefa-Angaben mit 61.000 Zuschauern als voll ausgelastet. Fans hatten sich zuvor ohne Abstand und Mund-Nasen-Schutz in großer Zahl unter freiem Himmel am Heldenplatz getroffen und waren von dort zum Stadion marschiert.

Tausende ungarische Fans sind auf dem Weg zur Puskas-Arena in Budapest. Das Stadion wird mit 61.000 Zuschauern ausverkauft sein - trotz Corona-Pandemie.

Tausende ungarische Fans sind auf dem Weg zur Puskas-Arena in Budapest. Das Stadion wird mit 61.000 Zuschauern ausverkauft sein – trotz Corona-Pandemie.
© MTI

18.01 Uhr: Cristiano Ronaldo bricht EM-Rekord

Cristiano Ronaldo ist EM-Rekordteilnehmer. Der Superstar ist der erste Spieler, der bei fünf Europameisterschaften eingesetzt wurde. Der Stürmerstar von Juventus Turin führte Titelverteidiger Portugal am Dienstagabend wie gewohnt als Kapitän in das erste Gruppenspiel gegen Ungarn in der Puskas Arena von Budapest. Der 36-Jährige absolvierte seine 22. EM-Partie und baute diesen Rekord weiter aus. Insgesamt steht der Angreifer nun bei 176 Länderspielen für Portugal.

Der fünfmalige Weltfußballer hatte seine erste EM-Partie am 12. Juni 2004 bestritten. Damals wurde er bei der Heim-Endrunde in Portugal zur Halbzeit eingewechselt und erzielte das einzige Tor seiner Mannschaft beim 1:2 gegen Otto Rehhagels Griechenland, den späteren Europameister.

Mit seinem Einsatz gegen Ungarn im Gruppenspiel hat Portugals Cristiano Ronaldo einen neuen EM-Rekord aufgestellt. Er ist der erste Spieler, der bei fünf Europameisterschaften eingesetzt wurde.

Mit seinem Einsatz gegen Ungarn im Gruppenspiel hat Portugals Cristiano Ronaldo einen neuen EM-Rekord aufgestellt. Er ist der erste Spieler, der bei fünf Europameisterschaften eingesetzt wurde.
© dpa/Robert Michael

17.14 Uhr: Nach Kritik der Innenministerin: Englands Spieler werden wieder knien

Ungeachtet der Kritik der britischen Innenministerin Priti Patel werden Englands Fußballer auch vor ihren nächsten Spielen bei der Europameisterschaft niederknien. “Die Innenministerin ist einer von vielen, vielen Menschen, die es ablehnen, dass wir niederknien. Sie lehnt es zumindest ab, es zu verteidigen”, sagte Nationalspieler Tyrone Mings am Dienstag. “Wir haben unsere eigenen Sichtweisen, was wir tun können, um zu helfen – und was Einfluss haben kann. Wir stehen gewissermaßen für das ein, an das wir glauben.”

Die Three Lions gehen vor ihren Spielen für wenige Sekunden mit einem Knie auf den Boden, um gegen Rassismus zu protestieren. Innenministerin Patel hatte das als “Gesten-Politik” bezeichnet. Von einigen Fans wurden Kapitän Harry Kane und seine Mitspieler dafür auch am vergangenen Sonntag beim EM-Auftakt in London gegen Kroatien (1:0) ausgebuht, viele andere klatschten lautstark Beifall. Laut Patel haben die englischen Anhänger das Recht auf Buhrufe gegen die eigene Mannschaft. “Wenn du so fest an etwas glaubst, dann gibt es immer Gegner”, sagte Mings.

17.01 Uhr: Uefa ermittelt gegen Österreicher Arnautovic nach beleidigendem Torjubel

Dem österreichischen Nationalspieler Marko Arnautovic droht nach seinem beleidigenden Torjubel im EM-Spiel gegen Nordmazedonien eine Sperre. Der eurpäische Fußball-Verband Uefa teilte am Dienstag mit, ein Ethik- und Disziplinarverfahren gegen den 32-Jährigen eingeleitet zu haben – schon im Spitzenspiel der Gruppe C am Donnerstag in den Niederlanden könnte Arnautovic fehlen.

Dem serbisch-stämmigen Stürmer wird vorgeworfen, nach seinem Tor zum 3:1-Endstand während der Partie am Sonntag den gegnerischen albanisch-stämmigen Spieler Ezgjan Alioski beleidigt und dabei auch rassistische Äußerungen getätigt zu haben. Serben und Albaner gelten seit Jahrzehnten als verfeindet.

13.34 Uhr: Kronprinz Frederik schaut bei dänischem EM-Training vorbei

Nach dem Zusammenbruch von Spielmacher Christian Eriksen im EM-Spiel gegen Finnland hat Dänemarks Thronfolger Frederik (53) dem dänischen Nationalteam einen Besuch abgestattet. Der sportaffine Kronprinz schaute am Dienstagvormittag beim Training der Dänen in Helsingör nördlich von Kopenhagen vorbei, um der Mannschaft um die Bundesliga-Profis Thomas Delaney und Yussuf Poulsen bei der Vorbereitung auf das Gruppenspiel gegen Belgien am Donnerstag (ZDF und Magenta-TV/18.00 Uhr) die Unterstützung des Königshauses zu zeigen. Dabei wechselte er auch ein paar Worte mit Nationaltrainer Kasper Hjulmand.

13.08 Uhr: Dänemarks Trainer kritisiert Uefa scharf: “Gefühl, dass wir unter Druck gesetzt wurden”

Dänemarks Nationaltrainer Kasper Hjulmand hat seine Vorwürfe gegen den europäischen Fußball-Verband Uefa nach der Fortsetzung des EM-Spiels gegen Finnland noch einmal erhärtet. “Ich hatte das Gefühl, dass wir und die Spieler unter Druck gesetzt wurden”, sagte der 49-Jährige am Dienstagmorgen bei einer Pressekonferenz im dänischen EM-Quartier in Helsingör. “Es ist unbestreitbar, dass wir von der UEFA zwei Optionen bekommen haben. Ich war dabei. Ich weiß es. Es gab nur die beiden Möglichkeiten. Und es war sehr, sehr klar.”

Dänemarks Spielmacher Christian Eriksen war am Samstagabend während des Spiels zusammengebrochen und wiederbelebt worden. Als klar war, dass der 29-Jährige bei Bewusstsein ist und in ein Krankenhaus gebracht wurde, stellte die Uefa beide Teams vor die Entscheidung, entweder noch am selben Abend oder am Sonntagmittag um 12.00 Uhr weiterzuspielen. Der europäische Dachverband bestätigte dies mehrfach, weist jedoch den Vorwurf zurück, vor der Entscheidung Druck ausgeübt zu haben. Die UEFA wird auch dafür massiv kritisiert, dass sie die Fortsetzung des Spiels am Samstagabend ausschließlich so darstellte, als sei dies der Wunsch beider Mannschaften gewesen.

12.56 Uhr: Fast neun Millionen sehen im ZDF spanische Nullnummer

Der erste Auftritt der spanischen Fußball-Nationalmannschaft bei der EM-Endrunde hat bei der Live-Übertragung im ZDF 8,90 Millionen Zuschauer vor die TV-Geräte gelockt. Der Marktanteil beim 0:0 der Furia Roja gegen Schweden in Sevilla betrug 35,6 Prozent.

Das Spiel Polen-Slowakei (1:2) am frühen Montagabend sahen in der ARD 5,03 Millionen (MA: 28,3 Prozent). Die 20-minütige Zusammenfassung der Partie zwischen Schottland und Tschechien mit dem 45,5-m-Tor des Leverkuseners Patrik Schick sahen im Ersten 2,16 Millionen (MA: 20,4 Prozent). Diese Begegnung war auch live vom Streamingdienst Magenta-TV übertragen worden.

12.43 Uhr: Bei deutschem EM-Titel steht “Fish and Chips” auf dem Speiseplan

Team-Koch Anton Schmaus würde die deutschen Fußball-Nationalspieler im Falle eines EM-Titelgewinns mit einem speziellen Gericht belohnen. Dabei orientiert sich der 39 Jahre alte Sternekoch aus Regensburg am Schauplatz der letzten Turnierspiele.

“London ist nicht nur der Spielort der beiden Halbfinals, sondern auch des Endspiels. Wenn wir das erreichen, dürfte es zur Feier des Tages dann sicher ausnahmsweise auch mal Fish and Chips geben, was ansonsten kein typisches Sportlergericht ist”, sagte Schmaus der “Mittelbayerischen Zeitung” vor dem EM-Auftakt der DFB-Auswahl am Dienstagabend in München gegen Weltmeister Frankreich.

Schmaus sorgt seit knapp vier Jahren für das leibliche Wohl von Kapitän Manuel Neuer und Co. bei Länderspielen und Turnieren. Er ist nicht nur im Turnierquartier in Herzogenaurach als Koch im täglichen Einsatz, sondern reist auch mit den zu Turnierspielen. In Regensburg in der Oberpfalz betreibt er Restaurants und ein Café.

12.03 Uhr: Mitten in Kopenhagen: Graffiti und Grußbotschaften für Eriksen

Im Zentrum von Kopenhagen haben hunderte Menschen in den vergangenen Tagen eine weiße Wand mit Graffiti und Genesungswünschen für den am Sonnabend kollabierten dänischen Fußball-Star Christian Eriksen bemalt. Über mehrere Meter ist die Wand mit Grußbotschaften übersät. Sie wurde am Ofelia-Platz in der Nähe des berühmten Hafens Nyhavn in der dänischen Hauptstadt errichtet, wo sie eine der Fanzonen dieses EM-Spielorts begrenzt.

Menschen schreiben an eine Wand in der Fanzone in Kopenhagen gute Wünsche für den dänischen Spieler Christian Eriksen.

Menschen schreiben an eine Wand in der Fanzone in Kopenhagen gute Wünsche für den dänischen Spieler Christian Eriksen.
© AP

11.54 Uhr: Dänemark-Trainer stellt Spielern den Einsatz gegen Belgien frei

Dänemarks Nationaltrainer Kasper Hjulmand stellt es seinen Spielern frei, ob sie nach dem Zusammenbruch ihres Topstars Christian Eriksen beim nächsten EM-Spiel gegen Belgien dabei sein wollen oder nicht. “Es ist noch zu früh, um zu sagen, ob jeder Spieler mental bereit sein wird, das Spiel am Donnerstag zu spielen. Und es ist in Ordnung, wenn es einige Spieler gibt, die emotional nicht bereit sind, gegen Belgien zu spielen”, sagte der frühere Bundesliga-Coach von Mainz 05 am Dienstag bei einer Pressekonferenz.

Hjulmand selbst blickt nach den positiven Nachrichten von Eriksen allerdings wieder zuversichtlicher auf das nächste Spiel. “Die letzten 24 Stunden waren gut für die Gruppe. Wir wissen, dass es Christian gut geht. Und wir sind zurück auf dem Trainingsplatz. Es war wieder ein Lächeln im Gesicht der Spieler zu sehen”, sagte er.

11.15 Uhr: Prognose: England wird Europameister

Wenn es nach Berechnungen von Volkswirte, Mathematiker und Sportsoziologen geht, wird in diesem Jahr England Europameister. Mit viel Sachverstand und einer gehörigen Portion Begeisterung berechnen sie die Ergebnisse von EM-Spiele. Und welche Chancen hat Deutschland auf den Europameistertitel?

11.00 Uhr: Die Fans sind zurück – was nun?

Heute wird in Budapest das EM-Gruppenspiel der Ungarn gegen Portugal steigen. Es ist die erste große internationale Partie in der Corona-Pandemie vor ausverkauftem Haus – mit mehr als 67.000 Zuschauern. Nirgendwo sind mehr Fans zugelassen.

Nach mehr als einem Jahr mit Geisterspielen sind in jedem EM-Stadion wieder Zuschauer dabei. Es war eine Bedingung der Uefa. Dass wieder Fans in den Stadien sind, ist jedoch nicht unproblematisch.

10.40 Uhr: EM-Finale im Wembley-Stadion vor 40.000 Zuschauern

Das EM-Finale im Londoner Wembley-Stadion erhält einen stimmungsvolleren Rahmen. Im Zuge einer Ausweitung von Pilotprojekten durch die britischen Behörden kann das Endspiel am 11. Juli vor 40.000 Zuschauern gespielt werden.

Die Lockerungen gelten auch für die beiden Halbfinals (6. und 7. Juli) sowie das Achtelfinale am 29. Juni, für das sich die deutsche Nationalmannschaft als Gruppenzweiter qualifizieren würde. Den EM-Auftakt der Engländer gegen Kroatien (1:0) in London hatten 22.500 Zuschauer verfolgt.

10.28 Uhr: Matthäus tippt auf Remis bei Deutschland gegen Frankreich

Deutschlands Rekord-Nationalspieler Lothar Matthäus traut der Nationalmannschaft im ersten EM-Gruppenspiel gegen Weltmeister Frankreich zumindest einen Teilerfolg zu. “Der Titel geht nur über Frankreich, alles andere wäre eine Überraschung. Allein Kanté und Mbappé sind Spieler der Extraklasse und der Rest ist auch spitze. Und trotzdem tippe ich auf ein 1:1”, schrieb der 60-Jährige in seiner EM-Kolumne für den Pay-TV-Sender Sky.

Im Duell mit der Équipe Tricolore, an der das Team von Bundestrainer Joachim Löw bei der EM 2016 im Halbfinale gescheitert war, an diesem Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in München spreche trotz der Klasse des Gegners auch einiges für die DFB-Auswahl. “Wir haben den besten Torwart der Welt, eine gute Defensive und im Vorwärtsgang großartige Qualität”, befand Matthäus.

9.55 Uhr: Eriksen-Nachricht aus dem Krankenhaus: “Ich fühle mich okay”

Dänemarks Fußball-Star Christian Eriksen hat sich zum ersten Mal seit seinem Zusammenbruch am Samstagabend an die Öffentlichkeit gewandt. “Großer Dank für eure lieben und großartigen Grüße und Nachrichten aus der ganzen Welt. Das bedeutet mir und meiner Familie viel”, schrieb der 29 Jahre alte Spielmacher von Inter Mailand in einer Instagram-Botschaft, die auch der dänische Verband am Dienstagmorgen veröffentlichte. Zu der Nachricht gehört auch ein Foto, das Eriksen lächelnd und mit erhobenem Daumen in seinem Krankenhaus-Bett zeigt.

“Mir geht es gut – unter diesen Umständen”, schrieb Eriksen weiter. “Ich muss immer noch durch einige Untersuchungen im Krankenhaus, aber ich fühle mich okay. Jetzt werde ich bei den nächsten Spielen mit den Jungs des dänischen Teams jubeln. Spielt alle für Dänemark!”

Eriksen war am Samstagabend während des EM-Vorrundenspiels zwischen Dänemark und Finnland (0:1) kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengebrochen und wiederbelebt worden. Er wurde noch am Abend in ein Krankenhaus gebracht, wo sich sein Zustand nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisierte.

Das passierte am Montag, dem 14. Juni:

22.59 Uhr: Überlegene Spanier mit Nullnummer – Olmo lässt den König verzweifeln

Spaniens Trainer Luis Enrique zog die rote Maske vor das Gesicht und marschierte restlos bedient in die Kabine, auf der Tribüne schaute König Felipe VI. sparsam drein. Trotz teilweise absurder Dominanz hat sich der Mitfavorit mit einem enttäuschenden 0:0 gegen Schweden selbst unter Druck gesetzt – der Leipziger Dani Olmo und seine Offensivkollegen boten ein Festival der ausgelassenen Großchancen, die auch immer wieder der schwedische Schlussmann Robin Olsen vereitelte.

Vor 12.500 Zuschauern im Estadio Olimpico de la Cartuja, in dem die Spanier noch im November die DFB-Elf mit 6:0 überrollt hatten, machte der dreimalige Europameister auch aus 75 Prozent Ballbesitz und 842 erfolgreichen Pässen – bei 106 der Schweden – rein gar nichts. “Wir haben wirklich gekämpft, aber nicht das Glück gehabt”, sagte der ebenfalls reichlich glücklose Koke: “Wir müssen weiterkämpfen.”

Immerhin: Das Zusammenspiel funktionierte, obwohl Spaniens Trainer Luis Enrique auch wegen der Corona- und Verletzungs-Probleme den Kader weitreichend umgebaut hatte. Vom Personal der enttäuschenden Turniere von 2014 bis 2018, bei denen die Nachfahren der Goldenen Generation nicht über das Achtelfinale hinauskamen, findet sich kaum noch jemand im Euro-Aufgebot wieder.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

Spaniens Dani Olmo versucht, Schwedens Torwart Robin Olsen zu überwinden - vergeblich.

Spaniens Dani Olmo versucht, Schwedens Torwart Robin Olsen zu überwinden – vergeblich.
© dpa

20.05 Uhr: Nach Eriksen-Drama: Erinnerungen an Kameruner Foé

Das EM-Drama um den dänischen Mittelfeldstar Christian Eriksen hat auch Winfried Schäfer emotional extrem getroffen und ihn schmerzhaft ins Jahr 2003 zurückgeführt. „Ich hatte einen Knoten im Magen, ganz schlimm. Da kommt alles wieder hoch“, sagte der deutsche Trainer dem Sport-Information-Dienst am Sonntag.

Der 71-Jährige hatte vor 19 Jahren in Frankreich beim Confed-Cup Kamerun trainiert, als im Halbfinale sein Spieler Marc-Vivien Foe kollabierte und im Alter von 28 Jahren an Herzversagen verstarb. „Eriksen, der Junge hat Glück gehabt. Alles, was man braucht, um am Leben zu bleiben, war im Stadion“, sagte Schäfer: „Das hatten wir damals bei Marc-Vivien Foe nicht.“

Damals habe gegen Kolumbien in Lyon ein Defibrillator gefehlt. „Wir haben damals nichts mitbekommen. Marc wurde abtransportiert, niemand wusste, wo er war. Wir kamen in die Kabine, alle haben gejubelt“, berichtete Schäfer, den die Erinnerung merklich mitnahm. „Da habe ich die Mannschaft rausgeschickt und gehofft, dass wir den Finaleinzug mit Marc feiern können. Dann kamen die Spieler alle weinend zurück, das war eine Katastrophe. Er war ein überragender Leader.“

Umso erleichterter war Schäfer am Sonnabend, als bekannt wurde, dass Eriksen überlebt hat. „Alle sind froh, dass er lebt und dass es ihm gut geht. Man sagt, die Fußballer hängen nur am Geld. Gestern hat man aber etwas anderes gesehen: den Zusammenhalt, sehr viel Herzblut, die menschliche Seite.“

Kamerun setzte das Turnier 2003 fort und spielte das Finale gegen Frankreich (0:1 nach Golden Goal). „Niemand hat uns gedrängt, noch anzutreten, auch FIFA-Präsident Sepp Blatter nicht“, sagte Schäfer. „Marcs Frau hat uns damals gesagt: Spielt für ihn.“

19.53 Uhr: Fehlstart für Lewandowski – Polen verliert 1:2 gegen die Slowakei

Weltfußballer Robert Lewandowski hat mit Polen einen Fehlstart in die Fußball-Europameisterschaft hingelegt. Das Team um den Topstürmer vom FC Bayern München verlor am Montag in St. Petersburg gegen die Slowakei mit 1:2 (0:1) und steht damit in der Vorrundengruppe E bereits mächtig unter Druck.

Schiedsrichter Ovidiu Hategan zeigt Polens Grzegorz Krychowiak (r.) Gelb-Rot. In Unterzahl verliert Polen dem EM-Auftakt gegen die Slowakei 1:2.

Schiedsrichter Ovidiu Hategan zeigt Polens Grzegorz Krychowiak (r.) Gelb-Rot. In Unterzahl verliert Polen dem EM-Auftakt gegen die Slowakei 1:2.
© dpa

Ein unglückliches Eigentor von Polens Torwart Wojciech Szczęsny (18. Minute) und ein Treffer von Milan Škriniar (69.) bescherten den Slowaken den überraschenden Sieg. Für die Polen, die das Spiel nach einer Gelb-Roten Karte für Grzegorz Krychowiak (62.) in Unterzahl beendeten, traf Karol Linetty (46.) zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

Slowake Milan Skriniar jubelt mit seinen Teamkollegen Ondrej Duda (l.) und Robert Mak über seinen Treffer zum 1:2.

Slowake Milan Skriniar jubelt mit seinen Teamkollegen Ondrej Duda (l.) und Robert Mak über seinen Treffer zum 1:2.
© dpa

18.30 Uhr: Löw schließt Goretzka-Einsatz nicht aus – Leno als Neuer-Vertreter

Leon Goretzka könnte nach seinem auskurierten Muskelfaserriss doch noch in den Kader für den EM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft rutschen. „Er hat insgesamt einen guten Eindruck gemacht, was die Belastung betrifft. Es ist kein Risiko laut der medizinischen Abteilung“, sagte Joachim Löw am Vorabend der Partie gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV). Eine Entscheidung werde in einem Gespräch nach dem Abschlusstraining erfolgen, sagte der Bundestrainer. Ein Kandidat für die Startelf sei Goretzka aber definitiv nicht.

Löw kann nur 23 seiner 26 Akteure für den Spiel-Kader nominieren und muss somit immer drei Spieler aus dem Aufgebot pro Partie streichen. Als Ersatzmann für Manuel Neuer wird gegen Frankreich Bernd Leno die Nummer zwei sein. Kevin Trapp fällt somit für das Spiel aus dem Aufgebot raus. Ebenfalls nicht im Kader wird der Gladbacher Jonas Hofmann sein. Er fällt wegen einer Knieverletzung aus.

Die deutsche Mannschaft beim Abschlusstraining in der Münchener EM-Arena - mit dabei Leon Goretzka.

Die deutsche Mannschaft beim Abschlusstraining in der Münchener EM-Arena – mit dabei Leon Goretzka.
© dpa

17.07 Uhr: Schiedsrichter Siebert ohne Probleme bei EM-Premiere

Schiedsrichter Daniel Siebert hat ein gutes Debüt bei einer Euro gegeben. Der 37-Jährige aus Berlin leitete das Vorrunden-Duell zwischen Schottland und Tschechien (0:2) ohne große Probleme und stand nur selten vor kniffligen Entscheidungen. Als die Spieler und Fans der Schotten kurz vor der Pause nach einem angeblichen Foul an Scott McTominay Elfmeter forderten, ließ Siebert zurecht weiterspielen.

Die erstmalige Nominierung für das Kontinentalturnier war auch für den Unparteiischen überraschend gekommen. „Das war Wahnsinn – und das musste ich auch erst mal verarbeiten“, hatte er über den Moment berichtet, als er die Nachricht erhielt. „Es fühlt sich an wie ein Traum.“ Siebert hat nach DFB-Angaben 122 Spiele in der Bundesliga geleitet und ist seit 2014 FIFA-Schiedsrichter. Das erste Mal in der Champions League kam er im Oktober 2018 zum Einsatz.

16.55 Uhr: Tschechien besiegt zum Auftakt Schottland

Tschechiens Fußball-Nationalmannschaft ist dank Bundesliga-Stürmer Patrik Schick erfolgreich in die Europameisterschaft gestartet. Beim 2:0 (1:0) gegen Mit-Gastgeber Schottland erzielte der Profi von Bayer Leverkusen am Montag in Glasgow beide Tore.

Nach dem Kopfball zur Führung in der 42. Minute war der 25-Jährige mit einem spektakulären Treffer erfolgreich. Schick zog in der 52. Minute knapp hinter der Mittellinie ab und überwand den weit vor dem Tor stehenden schottischen Torwart David Marshall. Im anderen Spiel der Gruppe D hatte England am Sonntag 1:0 gegen Kroatien gewonnen.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

Tschechiens Patrik Schick (l.) erzielte beim 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Schottland beide Treffer. Sein zweites Tor war das bisher schönste im Turnier.

Tschechiens Patrik Schick (l.) erzielte beim 2:0-Sieg seiner Mannschaft gegen Schottland beide Treffer. Sein zweites Tor war das bisher schönste im Turnier.
© PA Wire

16.38 Uhr: Spanier pfeift deutsche Partie

Der spanische Schiedsrichter Carlos del Cerro Grande leitet das Auftaktspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Weltmeister Frankreich am Dienstag in München. Das gab die Europäische Fußball-Union bekannt.

Der 45-Jährige pfeift seit 2013 international und ist in Deutschland kein Unbekannter. Del Cerro Grande hat in der abgelaufenen Saison in der Champions League Spiele von Borussia Dortmund (1:2 gegen Manchester City) und RB Leipzig (4:3 bei Basaksehir) geleitet.

Die DFB-Auswahl hatte zuletzt beim 6:1 gegen Nordirland in der EM-Qualifikation im November 2019 mit der Cerro Grande zu tun, während ihm die Franzosen zuletzt in der Nations League im November 2020 beim 0:0 gegen Europameister Portugal begegneten.

16.30 Uhr: Über 2,5 Millionen Erwähnungen: Eriksen Top-Thema bei Twitter

Der Zusammenbruch des dänischen Mittelfeldspielers Christian Eriksen hat auch in den sozialen Netzwerken hohe Wellen geschlagen. In der Zeit von 18 bis 22 Uhr gab es am Samstag bei Twitter weltweit zum Thema Eriksen über 2,5 Millionen Erwähnungen. Die Nutzer drückten dabei vor allem ihr Mitgefühl und ihre Unterstützung für den 29-Jährigen und dessen Familie aus.

Der meist verbreitete Tweet kam vom ehemaligen Starangreifer Didier Drogba. „Kämpfe um dein Leben, wir beten für dich“, schrieb der Ivorer und setzte einen Emoji mit betenden Händen dahinter. Insgesamt wurde der Post über 11.000-mal retweetet.

In der deutschen Twitter-Community wurden vor allem der schnell handelnde Dortmunder Thomas Delaney, die ersten Hilfe-Maßnahmen und der Zusammenhalt im Fußball über Sprachen und Nationen hinweg sehr gelobt.

16.21 Uhr: EM-Spiele in München: Maskenpflicht auch am Platz

Bei den EM-Spielen in München gilt für die zugelassenen Zuschauer eine Maskenpflicht auch am Platz. Das bestätigte Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek am Montag. In den anderen EM-Stadien haben die Zuschauer bei den bisherigen Partien an ihren Plätzen zumeist keine Masken getragen.

Zuletzt hatte eine Studie auf die Gefahr einer Corona-Infektion durch das Absetzen der Maske auf den Rängen hingewiesen. Für die Spiele in München sind 14.500 Zuschauer zugelassen, die alle getestet, geimpft oder genesen sein müssen. Im Münchner Stadion gilt zudem ein Alkoholverbot.

15.48 Uhr: Essener macht Straße zum Flaggenmeer

Eine Straße in Schwarz-Rot-Gold: Achim Klimmeck aus Essen hat für Deutschland-Flair vor seiner Haustür gesorgt. In der Rullichstraße hängte er zwischen den Häusern Hunderte Flaggen von Deutschland und anderen Fußball-Nationen sowie von Europa auf.

Schon seit der Weltmeisterschaft in Deutschland 2006 sorgt der Essener mit seinem Fahnenmeer in dem Wohngebiet für Stimmung. Auch dieses Mal saß er lange an der Dekoration – mehr als 500 Flaggen seien es, schätzt er, genau gezählt habe er sie nicht.

Der fußballverrückte Achim Klimmeck aus Essen hat zur Europameisterschaft die Straße mit über 500 Fahnen geschmückt.

Der fußballverrückte Achim Klimmeck aus Essen hat zur Europameisterschaft die Straße mit über 500 Fahnen geschmückt.
© dpa/Roland Weihrauch

15.34 Uhr: Nach Eriksen-Kollaps: Erste-Hilfe-Kurse für Profis in Italien

Nach dem Zusammenbruch von Dänemarks Christian Eriksen während des Spiels gegen Finnland will Italien verpflichtende Erste-Hilfe-Kurse für Fußball-Profis einführen. In Zukunft sollten alle Spieler der ersten drei Ligen des Landes entsprechend geschult werden, gab Verbandspräsident Gabriele Gravina am Montag im Camp der italienischen Nationalmannschaft in Florenz bekannt und bezog sich dabei explizit auf den Einsatz von Dänemarks Kapitän Simon Kjaer. Der Profi von AC Mailand hatte Eriksen nach dessen Kollaps am Samstag sofort in eine stabile Seitenlage gebracht und so verhindert, dass dieser seine Zunge verschlucken konnte.

Die italienischen Nationalmannschaft soll schon in den kommenden Tagen. Erste-Hilfe-Kurse erhalten. Auch für den Amateurbereich in Italien sollen entsprechende Angebote geprüft werden. Dies sei aber deutlich komplizierter, sagte Gravina.

15.00 Uhr: Dänische Spieler und Verantwortliche kritisieren Uefa

Dänemarks Nationaltorhüter Kasper Schmeichel hat nach dem Drama um Mittelfeldspieler Christian Eriksen die Europäische Fußball-Union (Uefa) harsch kritisiert. Der Dachverband hätte die Entscheidung über die Spielfortsetzung nicht auf die Spieler abwälzen dürfen, sagte der 34-Jährige: „Es war keine Situation, in der wir hätten landen sollen. Es hätten andere Leute diese Entscheidung treffen müssen.“

Er hoffe, „die Uefa hat daraus etwas gelernt“. Der Dachverband hatte den Spielern neben einer unmittelbaren Spielfortsetzung nur eine Neuansetzung am Folgetag um 12 Uhr angeboten.

„Natürlich hatte ich nicht das Gefühl, dass es das Beste ist. Wir hatten zwei Möglichkeiten, die beide schlecht waren, und wir nahmen die am wenigsten schlechte“, sagte Angreifer Martin Braithwaite.

„Es gab eine Menge Spieler, die nicht bereit waren zu spielen“, ergänzte der Profi des FC Barcelona: „Natürlich hätte es nicht so sein sollen. Wenn man so etwas erlebt hat, geht man nicht raus und spielt ein Fußballspiel.“

14.14 Uhr: Elefanten-Orakel tippt auf Frankreich-Sieg gegen Deutschland

Erstes schlechtes Omen für Joachim Löw und sein Team: Die Elefantendame Yashoda im Hamburger Tierpark Hagenbeck tippt auf einen Sieg der französischen Nationalmannschaft gegen die deutsche Elf. Die 42 Jahre alte Leitkuh, die während der Euro als Orakel tätig ist, zog am Montag die französische Flagge aus einer Box, wie der Tierpark Hagenbeck mitteilte. Die Elefantin wedelte die Fahne durch die Luft und erhielt als Belohnung eine Ananas als Leckerli.

Die Hamburger Elefantenkuh Yashoda wedelt mit der französischen Fahne, die sie zuvor aus einem Weidenkorb gezogen hatte. Yashoda sollte den Ausgang des ersten EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich vorhersagen.

Die Hamburger Elefantenkuh Yashoda wedelt mit der französischen Fahne, die sie zuvor aus einem Weidenkorb gezogen hatte. Yashoda sollte den Ausgang des ersten EM-Spiels der deutschen Nationalmannschaft gegen Frankreich vorhersagen.
© dpa

14.04 Uhr: TV-Experte Ballack erneut Kritik an Fortsetzung des Spiels Dänemark gegen Finnland

Der ehemalige Nationalspieler Michael Ballack hat sein Unverständnis an der Fortsetzung des Spiel zwischen Dänemark und Finnland erneuert. „Es war ein tragischer Moment und auch ein sehr, sehr gefährlicher Moment. Das hat man eben auch diesen Spielern angemerkt und uns auch. Deswegen waren wir uns eigentlich alle einig: man kann so ein Spiel nicht mehr anpfeifen“, sagte er als Experte bei Magenta-TV. „Die Spieler, die betroffen sind, können diese Entscheidung schonmal gar nicht treffen.“

13.55 Uhr: Frankreichs Nationaltrainer sorgt sich nicht um Streit seiner Superstars

Frankreichs Nationaltrainer Didier Deschamps sorgt sich nach eigener Aussage vor dem Auftakt des Weltmeisters gegen Deutschland nicht wegen des Disputs zwischen seinen Spielern Kylian Mbappé und Olivier Giroud. „Ich kann nicht von Spannungen sprechen, denn das sind keine“, sagte er der Sporttageszeitung L’Equipe. Er habe aber mit beiden gesprochen. „Wenn ich das Gefühl habe, es für kleine Anpassungen tun zu müssen, tue ich es.“ Frankreich startet am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in München in das Turnier.

Routinier Giroud (34) hatte nach der EM-Generalprobe gegen Bulgarien (3:0) in einem TV-Interview das mangelnde Zusammenspiel im Angriff moniert. Mbappè (22) hatte seinen Unmut darüber auch am Sonntag in einer Pressekonferenz geäußert.

13.39 Uhr: Dänemark-Spieler nach Eriksen-Drama: „Werden für Christian spielen“

Nach dem Zusammenbruch ihres Topspielers Christian Eriksen will die dänische Mannschaft mit einer klaren Botschaft in ihr nächstes Gruppenspiel gegen Belgien gehen. „Wir werden für Christian spielen und für alle, die uns unterstützt haben“, sagte der ehemalige Bayern-Profi Pierre-Emile Höjbjerg am Montag bei einer Medienrunde im Quartier des Teams in Helsingör. Es war das erste Mal, dass sich mehrere Mitspieler von Eriksen seit dessen Kollaps am Samstagabend bei einem Medientermin dazu äußerten.

Auch der Stürmer Martin Braithwaite vom FC Barcelona betonte: „Wir haben die Unterstützung von überall gespürt. Und das wissen wir sehr zu schätzen. Ich weiß, dass Dänemark dafür steht, dass wir in Widrigkeiten zusammenstehen. Und ich habe keine Zweifel, dass die Menschen am Donnerstag im Parken Stadion etwas Besonderes sehen werden.“

13.22 Uhr: Eriksen-Schicksal bewegt Oranje-Star Blind

Die schrecklichen Bilder vom plötzlichen Kollaps des Dänen Christian Eriksen haben bei allen Teilnehmern für Entsetzen gesorgt, für den Niederländer Daley Blind war es aber besonders schlimm.

Der Abwehrspieler der Elftal hat früher bei Ajax Amsterdam mit Eriksen zusammengespielt, war vor ein paar Jahren dabei, als sein Ajax-Teamkollege Abdelhak Nouri bei einem Freundschaftsspiel auf ähnliche Art und Weise zusammenbrach und bekam vor einiger Zeit selbst die Diagnose, an Herzrhythmusstörungen zu leiden.

Ende 2019 sackte der 31-Jährige bei einem Champions-League-Spiel in Valencia ebenfalls zu Boden, die Fortsetzung seiner Karriere schien fraglich. „Für mich waren es bekannte Dinge. Das hat es so heftig gemacht“, sagte Blind zu den Bildern von Eriksen.

Alles Dinge, weshalb Blind ernsthaft überlegt hatte, ob er am Sonntag bei der Partie der Niederländer gegen die Ukraine dabei sein solle. „Ich habe eine mentale Hürde überwinden müssen“, sagte der 31-Jährige nach dem 3:2 des Oranje-Teams. „Ich bin stolz, dass ich es gemacht habe“, sagte Blind, der bei seiner Auswechslung von Tränen übermannt wurde und von Bondscoach Frank de Boer in den Arm genommen wurde.

13.07 Uhr: Brand in Münchner Arena: Deutscher EM-Auftakt nicht gefährdet

Trotz eines Brandes im Münchner Stadion ist der EM-Auftakt der deutschen Nationalmannschaft am Dienstag gegen Weltmeister Frankreich (21.00 Uhr/ZDF und Magenta-TV) nicht gefährdet. „Nach Rücksprache mit einem Verantwortlichen der Allianz Arena gibt es keine Auswirkungen auf den kommenden Spieltag der Europameisterschaft“, teilte die Stadt mit.

Am frühen Montagmorgen war ein Feuer in einer Elektroverteilung ausgebrochen, um 4.48 Uhr löste die Brandmeldeanlage aus. Als die Feuerwehr vor Ort war, stellte sie eine starke Rauchentwicklung in einem Technikraum fest. Der Brand wurde mit einem CO2-Löscher gelöscht, zusätzlich wurden bis 8.00 Uhr Lüftungsmaßnahmen durchgeführt.

Der Schaden kann von der Feuerwehr derzeit nicht beziffert werden. Durch die Früherkennung und die schnell eingeleiteten Löschmaßnahmen konnte das Feuer auf die Elektroverteilung beschränkt werden

In der Münchner Allianz Arena ist am Montagmorgen in er Elektroverteilung ein Feuer ausgebrochen. Das Spiel zwischen Deutschland und Frankreich am Dienstag kann aber stattfinden.

In der Münchner Allianz Arena ist am Montagmorgen in er Elektroverteilung ein Feuer ausgebrochen. Das Spiel zwischen Deutschland und Frankreich am Dienstag kann aber stattfinden.
© dpa

12.14 Uhr: Aufregung im deutschen EM-Quartier: 14-jähriger Junge wollte Stars sehen

Seine überschwängliche Zuneigung für die Stars der deutschen Fußball-Nationalmannschaft hat einem jugendlichen Fan jede Menge Ärger eingebracht. Der 14-Jährige versuchte nach Informationen des Sport-Informations-Dienstes am Samstagabend, sich mit einem Kumpel Zugang zum DFB-Teamquartier in Herzogenaurach zu verschaffen. Als er über den Absperrzaun kletterte, schlug der Werkschutz Alarm.

Die Sicherheitsleute waren sofort zur Stelle und schnappten die Unruhestifter. Zuerst hatte die Bild-Zeitung von dem Vorfall berichtet. Von den DFB-Verantwortlichen wurde der kleine Zwischenfall jedoch als harmlos eingestuft, von einer Anzeige wurde abgesehen.

12.02 Uhr: Enttäuschende TV-Quoten für EM-Spiele

Die Begeisterung der TV-Zuschauer für die Fußball-Europameisterschaft hält sich im Vergleich zum vergangenen EM-Turnier in Grenzen. Keine der bisherigen Übertragungen im Fernsehen kam über die Zehn-Millionen-Marke. Das meistgesehene Spiel am Sonntag war Niederlande gegen Ukraine mit durchschnittlich 8,82 Millionen TV-Zuschauern bei der ARD. Das entspricht nach Angaben des Senders einem Marktanteil von 32,3 Prozent.

Zum Vergleich: Die Spiele der Euro 2016 in Frankreich hatten nach Angaben der AGF Videoforschung eine durchschnittliche Sehbeteiligung von 11,741 Millionen Zuschauern. Das ergab einen Marktanteil von 44,3 Prozent. Die Partie Österreich gegen Nordmazedonien sahen am Sonntagnachmittag 5,93 Millionen (30,3 Prozent). Bei England gegen Kroatien saßen 4,88 Millionen vor dem Fernseher (36,2 Prozent).

11.43 Uhr: Europameister-Titel würde den Deutschen Fußball-Bund 10,4 Millionen Euro kosten

Für den vierten EM-Titelgewinn würde der Deutsche Fußball-Bund eine Gesamtprämie von 10,4 Millionen Euro an die 26 Nationalspieler zahlen. Kapitän Manuel Neuer hatte mit dem Verband vor dem Turnierstart an diesem Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich die Rekordsumme von 400.000 Euro pro Mann im Falle des Titelgewinns ausgehandelt. Als bisherige Höchstleistung flossen 300.000 Euro an die 23 Weltmeister 2014 in Brasilien.

DFB-Direktor Oliver Bierhoff nannte die Titelprämie „hoch, aber ich würde sie als DFB gerne zahlen“. Immerhin fließen bei der EM-Endrunde auch reichlich Uefa-Gelder an die 24 teilnehmenden Nationen. Der Titelgewinner kann bis zu 28,25 Millionen Euro an Preisgeldern kassieren, wenn er schon jedes seiner drei Gruppenspiele gewinnt. Jeder Verband erhält allein ein Startgeld von 9,25 Millionen Euro.

Bierhoff merkte zur Titelprämie von 400.000 Euro auch an, dass die Nationalspieler diesmal keine Prämie für die bereits im November 2019 als Gruppensieger erfolgreich abgeschlossene Qualifikation erhalten hatten. Diese sei nun in den Verhandlungen „eingepreist worden“.

Insofern wären die 10,4 Millionen im Falle des Titelgewinns auch keine Rekordzahlung des DFB an die Spieler. Zu den 6,9 Millionen Titelprämie für die Weltmeister 2014 kamen nämlich damals weitere 4,26 Millionen, die der Verband an insgesamt 31 Nationalspieler zuvor für die erfolgreiche WM-Qualifikation ausgeschüttet hatte. Der Gesamtbetrag betrug damals satte 11,16 Millionen Euro.

11.15 Uhr: Dänemark-Spieler Schmeichel und Kjaer besuchen Eriksen im Krankenhaus

Torhüter Kasper Schmeichel und Kapitän Simon Kjaer haben als Vertreter der dänischen Fußball-Nationalmannschaft ihren Mitspieler Christian Eriksen nach dessen Zusammenbruch im Krankenhaus besucht. „Es war verdammt gut, ihn zu sehen. Ihn lächeln und lachen zu sehen und zu spüren, dass er da ist“, sagte Schmeichel nach seiner Visite im Rigshospitalet: „Wir sprachen über alles und nichts. Es hat mir sehr geholfen, ihn zu sehen.“

Neue Informationen zu Eriksens Gesundheitsstand gab es derweil nicht. „Seine Situation ist die gleiche wie am Sonntag. Es gibt keine Neuigkeiten“, sagte Dänemarks Pressesprecher Jakob Hoyer am Montagmorgen.

Schmeichel und Kjaer hatten auch am Samstag im Kabinentrakt mit Eriksen telefoniert, bevor sich die dänische Mannschaft für die Fortsetzung der Partie gegen Finnland (0:1) entschied. Die Spieler fühlten sich dabei auch ein Stück weit unter Druck gesetzt, wie sie nun bestätigten.

„Uns wurde gesagt, dass wir eine Entscheidung treffen müssen“, sagte Angreifer Martin Braithwaite. Letztlich sei die unmittelbare Fortsetzung „die am wenigsten schlechte Option“ gewesen. „Es gab eine Menge Spieler, die nicht bereit waren zu spielen“, ergänzte der Profi des FC Barcelona.

Auch zwei Tage nach dem dramatischen Zwischenfall zeigten sich die Spieler tief bewegt, doch der Blick gehe nun nach vorne. „Wir müssen nach vorne schauen, um Christians Willen, um der Mannschaft Willen und um Dänemarks Willen“, sagte Mittelfeldspieler Pierre-Emile Höjbjerg. Für manche sei „das einfacher als für andere“, führte der ehemalige Bayern-Profi aus. Er selbst finde „Energie darin, es für Christian zu tun, für seine Familie und diejenigen, die uns unterstützen.“

Dänemarks Christian Eriksen war beim Spiel gegen Finnland kollabiert. Mittlerweile ist der 29-Jährige auf dem Weg der Besserung.

Dänemarks Christian Eriksen war beim Spiel gegen Finnland kollabiert. Mittlerweile ist der 29-Jährige auf dem Weg der Besserung.
© Archivbild: Tim Goode/PA Wire/dpa

9.10 Uhr: Berater berichtet: Eriksen “scherzt und ist guter Stimmung”

Der dänische Fußball-Nationalspieler Christian Eriksen muss nach seinem Kollaps weiter im Krankenhaus bleiben, ist nach Angaben seines Beraters aber auf dem Weg der Besserung. „Wir haben uns heute Morgen gehört. Er hat gescherzt, er war guter Stimmung, es geht ihm gut“, sagte Martin Schoots der Gazzetta dello Sport (Montag) in einem am Sonntag geführten Interview. „Wir wollen alle verstehen, was ihm passiert ist, das will er auch: Die Ärzte machen gründliche Untersuchungen, das braucht Zeit“, ergänzte Schoots.

Der 29 Jahre alte Mittelfeldspieler Eriksen hatte am Samstagabend kurz vor der Halbzeitpause des Gruppenspiels gegen Finnland einen Herzstillstand erlitten und musste auf dem Rasen wiederbelebt werden. Im Krankenhaus in Kopenhagen stabilisierte sich sein Zustand. „Er war glücklich, weil er gesehen hat, wie viel Liebe er um sich herum hat. Er hat Nachrichten aus aller Welt bekommen“, berichtete Schoots von seinem Besuch beim Profi vom italienischen Meister Inter Mailand.

„Die halbe Welt hat sich gemeldet, alle waren besorgt“, sagte der Berater über die Anteilnahme nach dem öffentlichen Zusammenbruch. „Christian gibt nicht auf. Er und seine Familie wollen sich bei allen bedanken.“ Eriksen werde Montag und „vielleicht auch Dienstag“ unter Beobachtung im Krankenhaus bleiben. „Jetzt muss er sich erholen, seine Frau und die Eltern sind bei ihm“, sagte Schoots. Der Mittelfeldspieler verfolge aber auch die dänischen EM-Spiele weiter: „In jedem Fall will er sein Team gegen Belgien als Fan unterstützen.“

8.04 Uhr: Ex-Coach Frank de Boer über Eriksen: „Ich musste den Raum verlassen“

Der niederländische Nationaltrainer Frank de Boer hat das Drama um seinen Ex-Spieler Christian Eriksen hart getroffen. „Es war sehr schwierig, die Bilder zu sehen. Ich musste den Raum verlassen. Ich habe fünf Jahre mit Christian gearbeitet. Der ganze Abend war für mich eine Achterbahnfahrt“, sagte der Bondscoach nach dem 3:2 (0:0) gegen die Ukraine zum EM-Auftakt.

De Boer hatte Eriksen bei Ajax sowohl in der Jugend (2008 bis 2010) als auch bei den Profis (2010 bis 2013) trainiert. „Auch einige Spieler aus meiner Mannschaft kennen ihn noch sehr gut von Ajax. Wir hatten für den Abend eigentlich ein Treffen geplant, um über Taktik zu sprechen. Aber das haben wir auf den nächsten Morgen verschoben. Ich wollte nicht über Fußball sprechen. Jeder sollte seinen Gefühlen eigenen Raum geben können“, erklärte de Boer.

Der Däne Eriksen war während des EM-Spiels gegen Finnland kollabiert und musste noch auf dem Rasen reanimiert werden. Inzwischen geht es dem Inter-Profi wieder besser. „Hoffen wir, dass alles gut wird“, sagte de Boer.

Das passierte am Sonntag, dem 13. Juni:

22.53 Uhr: Perfekter Turnierstart für die Niederlande

Oranje hat bei der EM auch dank Bundesliga-Star Wout Weghorst ein erfolgreiches Comeback auf der großen Fußball-Bühne gefeiert. Die Niederlande kämpften sich nach ihrer siebenjährigen Zaungast-Rolle bei WM- und EM-Turnieren gegen die Ukraine im bislang besten Spiel des Turniers zu einem 3:2 (0:0) – und bestätigten damit auch ihren Platz im Kreis der Titelkandidaten.

So sieht Erlösung aus: Der Niederländer Denzel Dumfries (r) lässt die Freude über den schon nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg gegen die Ukraine raus.

So sieht Erlösung aus: Der Niederländer Denzel Dumfries (r) lässt die Freude über den schon nicht mehr für möglich gehaltenen Sieg gegen die Ukraine raus.
© John Thys/Pool AFP/AP/dpa

Kapitän Georginio Wijnaldum (52.) und Wolfsburgs Torjäger Weghorst (59.) hatten unter den Augen des niederländischen Königspaares Willem Alexander und Maxima zunächst für eine beruhigende Führung gesorgt. Ein Traumtor von Andrij Jarmolenko (75.) und der Treffer von Roman Jaremtschuk (79.) brachten den Gästen den Ausgleich. Am Ende machte Denzel Dumfries (85.) den ersten EM-Sieg der Elftal seit 13 Jahren doch noch perfekt.

19.56 Uhr: Zwei Joker-Tore retten Österreich

Ein Joker-Duo hat Österreich den ersten Sieg bei einer Fußball-Europameisterschaft beschert. Michael Gregoritsch (78. Minute) und Marko Arnautovic (89.) trafen am Sonntag in Bukarest in der Schlussphase zum 3:1 (1:1) gegen den lange ebenbürtigen Turnier-Neuling Nordmazedonien.

Stefan Lainer (18.) hatte die ÖFB-Auswahl des deutschen Nationaltrainers Franco Foda vor rund 13.000 Zuschauern in Führung gebracht, Altstar Goran Pandev (28.) unter Mithilfe der schwachen Abwehr um den künftigen Real-Star David Alaba den Ausgleich erzielt. Dann kamen die eingewechselten Gegoritsch und Arnautovic.

2008 und 2016 waren die Österreicher jeweils ohne Sieg nach der Gruppenphase abgereist. Die Nordmazedonier, die in der WM-Qualifikation Ende März sensationell Deutschland bezwungen hatten, verpassten ihr erstes EM-Erfolgserlebnis knapp. In der Gruppe C warten noch die Ukraine und Mitfavorit Niederlande auf beide Teams.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

16.55 Uhr: England schlägt Kroatien 1:0

Premiere für England: Der 1:0-Sieg gegen Vize-Weltmeister Kroatien bei der Fußball-Europameisterschaft war der erste Auftakterfolg bei einem europäischen Kontinentalturnier für die Auswahl aus dem Mutterland des Fußballs.

Im heimischen Wembley-Stadion setzten sich die Three Lions am Sonntag mit einem schwer erkämpften 1:0 (0:0) gegen deutlich passivere Kroaten durch. Raheem Sterling (57. Minute) erzielte den einzigen Treffer der Partie. Am Freitag steht für die Mannschaft von Trainer Gareth Southgate die zweite Vorrundenpartie gegen Schottland an, Kroatien steht dann gegen Tschechien schon unter Druck.

Vor dem Anpfiff hatte es wieder vereinzelt Pfiffe der eigenen Fans gegeben, als Kapitän Harry Kane und Mitspieler aus Protest gegen Rassismus niederknieten.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

15.47 Uhr: Dänischer Mannschaftsarzt spricht von Herzstillstand bei Eriksen

Christian Eriksen ist nach Angaben des dänischen Teamarztes am Samstag bei der Fußball-Europameisterschaft nur knapp dem Tod entronnen. “Er war schon weg. Es war ein Herzstillstand”, sagte Morten Boesen am Sonntag, verwies dabei auf Herzspezialisten. “Wir haben ihn mit Hilfe eines Defibrillator-Einsatzes zurückbekommen. Und das relativ schnell”, berichtete Boesen weiter. Der 29 Jahre alte Eriksen war am Samstag beim 0:1 gegen Finnland auf dem Spielfeld zusammengebrochen. Kurz darauf mussten lebensrettende Maßnahmen eingeleitet werden. Eriksen wurde in ein Krankenhaus gebracht, sein Zustand ist stabil.

13.30 Uhr: Däne Eriksen nach Kollaps weiter “stabil”

Auch nach dem Tag, an dem der Fußball einer seiner größten Tragödien entronnen war, befand sich ganz Dänemark noch im Schockzustand. Das Drama um Mittelfeldstar Christian Eriksen ließ niemanden kalt. Die Nationalmannschaft sagte alle Aktivitäten ab, die Fernsehsender des Landes kannten am Sonntag kein anderes Thema. Sogar das Königshaus zeigte sich tief betroffen.

“Das Wichtigste ist, dass es Christian Eriksen den Umständen entsprechend gut geht”, schrieb das dänische Kronprinzenpaar Frederik und Mary bei Instagram und würdigte den Umgang mit der Situation: “Es war rührend, den fantastischen Teamgeist und die Unterstützung von Spielern und Fans zu sehen, nachdem wir alle einen großen Schrecken erlebt hatten.”

Und dieser Schrecken wirkt nach, auch wenn es aus dem dänischen Lager, das von einem Kriseninterventionsteam betreut wird, am Sonntagvormittag erneut positive Nachrichten gab. Eriksen sei nach wie vor “stabil”, teilte der nationale Verband DBU mit. Man habe am Morgen mit ihm sprechen können, er werde jedoch für weitere Untersuchungen im Krankenhaus bleiben.

Das passierte am Sonnabend, dem 12. Juni

23.00 Uhr: Dänemark-Trainer Hjulmand nach Eriksen-Schock: “Könnte nicht stolzer auf Spieler sein”

Dänemarks Trainer Kasper Hjulmand hat bestätigt, dass es der Wunsch der Spieler war, die Partie trotz des Zusammenbruchs und der minutenlangen Reanimation ihres Kollegen Christian Eriksen noch am Samstagabend fortzusetzen. “Wir hatten zwei Optionen: Das Spiel fortzusetzen oder morgen um 12.00 Uhr zu spielen. Aber jeder wollte heute weiterspielen”, sagte der frühere Bundesliga-Coach von Mainz 05 nach dem 0:1 gegen Finnland bei der Pressekonferenz.

Spieler beider Teams und auch ein Offizieller des dänischen Verbands berichteten am Abend, dass es Eriksens Wunsch gewesen sei, die Partie zu beenden. Hjulmand sprach aber noch von einem weiteren Argument: “Die Spieler waren sich sicher, heute nicht mehr schlafen zu können. Morgen zu spielen, hätte die Situation noch schwerer gemacht. So haben sie beschlossen, es hinter sich zu bringen. Das war ihre Entscheidung.” Der Trainer nannte es “unglaublich, was meine Spieler geleistet haben. Ich könnte nicht stolzer auf meine Spieler sein”.

Im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland war der 29 Jahre alte Eriksen von Inter Mailand kurz vor dem Ende der ersten Halbzeit auf dem Rasen zusammengebrochen und regungslos liegengeblieben. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettende Maßnahmen ein. Eriksen wurde ins Krankenhaus transportiert, wo sich sein Zustand nach Angaben des dänischen Verbandes stabilisierte.

22.53 Uhr: Mitfavorit Belgien startet mit 3:0-Sieg gegen Russland

Belgien hat seine Mitfavoritenrolle bei der Fußball-Europameisterschaft eindrucksvoll untermauert. Die Mannschaft von Trainer Roberto Martínez siegte am Samstagabend beim Co-Gastgeber Russland mit 3:0 (2:0) und stellte damit vor rund 30.000 Zuschauern in St. Petersburg die große eigene Klasse unter Beweis.

Zweimal Rekordtorjäger Romelu Lukaku (10. und 88. Minute) und der eingewechselte Dortmunder Thomas Meunier (34.) erzielten die Treffer für die Roten Teufel, die aus Verletzungsgründen noch auf Starspieler Kevin De Bruyne (Manchester City) und Dortmunds Axel Witsel verzichten mussten.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

Die Belgier Thomas Meunier (l.) und Romelu Lukaku jubeln über das 3:0. Sie erzielten für ihre Mannschaft die Tore.

Die Belgier Thomas Meunier (l.) und Romelu Lukaku jubeln über das 3:0. Sie erzielten für ihre Mannschaft die Tore.
© dpa

21.55 Uhr: Belgiens Lukaku denkt bei Torjubel an Eriksen – “Chris, I love you”

Stürmerstar Romelu Lukaku hat nach seinem Führungstor für die belgische Fußball-Nationalelf im EM-Vorrundenspiel gegen Russland am Samstagabend seinen kollabierten Klubkollegen Christian Eriksen gegrüßt. “Chris, stay strong. I love you”, rief Lukaku in eine TV-Kamera, nachdem er für die Belgier in St. Petersburg in der zehnten Minute zum 1:0 getroffen hatte. Lukaku und Eriksen spielen beim italienischen Meister Inter Mailand zusammen.

Dänemarks Mittelfeldstar Eriksen war in der Auftaktpartie der Gruppe B gegen Finnland früher am Abend zusammengebrochen und regungslos liegen geblieben. Sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettende Maßnahmen eingeleitet. Der dänische Verband gab später vorsichtige Entwarnung, nachdem Eriksen nach minutenlanger Behandlung aus dem Stadion und ins Krankenhaus gebracht worden war.

Der 29-Jährige sei “wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus”, schrieb der Verband bei Twitter. Die Partie wurde um 20.30 Uhr wieder angepfiffen, nach Angaben der Europäischen Fußball-Union auf Wunsch beider Mannschaften. Dänemark verlor das Spiel mit 0:1 (0:0).

21.30 Uhr: Dänemark verliert nach Schock um Eriksen gegen Finnland

Dänemark hat die nach dem Kollaps von Fußball-Star Christian Eriksen für über eineinhalb Stunden unterbrochene EM-Vorrundenpartie gegen Finnland verloren. Die Partie in der Gruppe B am Samstagabend in Kopenhagen endete 0:1 (0:0) aus Sicht der Gastgeber. Der in der abgelaufenen Saison von Bayer Leverkusen an Union Berlin ausgeliehene Joel Pohjanpalo traf in der 60. Minute.

Die Partie wurde um 20.30 Uhr wieder angepfiffen, nach Angaben der Europäischen Fußball-Union Uefa auf Wunsch beider Mannschaften. Eriksen soll via Facetime Kontakt zu seinen Mitspielern gehabt haben und sie dazu aufgefordert haben, weiterzuspielen.

Hier sehen Sie alle Ereignisse des Spiels als Video.

Der Finne Joel Pohjanpalo (vorne) erzielt per Kopfball den Treffer zum 0:1 gegen Torhüter Kasper Schmeichel. Der Treffer und der Sieg Finnlands sind an diesem Tag aber nebensächlich.

Der Finne Joel Pohjanpalo (vorne) erzielt per Kopfball den Treffer zum 0:1 gegen Torhüter Kasper Schmeichel. Der Treffer und der Sieg Finnlands sind an diesem Tag aber nebensächlich.
© Getty Pool/AP

21.07 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft wünscht Eriksen “gute Besserung”

Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat dem dänischen EM-Spieler Christian Eriksen gute Besserung gewünscht. Der DFB veröffentlichte am Samstagabend ein Foto aus dem EM-Quartier, das die Spieler um Kapitän Manuel Neuer, den Trainerstab um Joachim Löw und Team-Direktor Oliver Bierhoff vor einem großen Bildschirm zeigt, auf dem Eriksen noch im spielerischen Einsatz zu sehen ist.

“Lieber @ChrisEriksen8, wir sind in Gedanken bei Dir und wünschen Dir GUTE BESSERUNG”, lautete die zugehörige Twitter-Botschaft. Auf dem Bild zeigen alle aus dem DFB-Tross mit dem Daumen nach oben. In der EM-Vorbereitung hatte die deutsche Mannschaft in Innsbruck noch gegen die Dänen ein Testspiel absolviert. Eriksen war beim 1:1 am 2. Juni im Tivoli-Stadion auch mit dabei und kam für Dänemark zum Einsatz.

20.50 Uhr: Dänen-Team hat mit Eriksen gesprochen – “Spielen für Christian”

Der kollabierte Dänemark-Star Christian Eriksen ist nach Angaben des dänischen Fußballverbandes wohlauf. “Wir haben Kontakt mit ihm gehabt, und die Spieler haben auch mit Christian gesprochen. Das ist die erfreuliche Nachricht. Es geht ihm zum Glück gut, und die Spieler spielen die Begegnung für Christian”, sagte der Fußball-Direktor des dänischen Verbandes DBU, Peter Møller, am Samstagabend dem Rundfunksender DR.

Eriksens Agent Martin Schoote sagte im niederländischen Radio, er habe kurz mit dem Vater des Inter-Mailand-Profis gesprochen, der ihm gesagt habe, dass Eriksen atmen und sprechen könne. “Das sind die Nachrichten, die ich im Moment habe, und über die wir froh sind.”

Die Mannschaft von Dänemark steht zusammen. Nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen wollte sie das Spiel auch auf Eriksen Wunsch fortsetzen.

Die Mannschaft von Dänemark steht zusammen. Nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen wollte sie das Spiel auch auf Eriksen Wunsch fortsetzen.
© Getty Pool/AP

20.40 Uhr: ZDF überträgt Belgien-Russland auf zdf.de und auf ZDF-Info

Das EM-Vorrundenspiel zwischen Belgien und Russland wird im Internet auf zdf.de sowie auf ZDF-Info übertragen. Das gab das ZDF soeben über Twitter bekannt. Das Spiel sollte eigentlich im Hauptprogramm des ZDF übertragen werden, aber das 18-Uhr-Spiel zwischen Dänemark und Finnland musste aufgrund eines Zusammenbruch des Dänen Christian Eriksen für eineinhalb Stunden unterbrochen werden.

Eriksen war in der 43. Minute zusammengebrochen und musste auf dem Rasen wiederbelebt werden. Der dänische Verband gab später vorsichtige
Entwarnung. Eriksen sei “wach”, teilte er über Twitter mit.

20.31 Uhr: Unterbrochenes EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland fortgesetzt – Eriksen soll sich Fortsetzung via Facetime gewünscht haben

Die nach dem Zusammenbruch von Fußball-Star Christian Eriksen für über eineinhalb Stunden unterbrochene EM-Vorrundenpartie zwischen Dänemark und Finnland ist um 20.30 Uhr fortgesetzt worden. Beide Mannschaften waren zuvor unter großem Jubel der Zuschauer im Kopenhagener Parken Stadion auf den Rasen zurückgekehrt, die dänischen Profis hatten teils Tränen in den Augen. Nach Angaben der Europäischen Fußball-Union Uefa erfolgte die Fortsetzung des Spiels auf Wunsch der Spieler.

Eriksen war in der 43. Minute kollabiert und regungslos auf dem Rasen liegen geblieben. Sofort herbeigerufene Helfer hatten lebensrettenden Maßnahmen eingeleitet. Der dänische Verband gab später vorsichtige Entwarnung, nachdem Eriksen nach minutenlanger Behandlung direkt aus dem Stadion gebracht worden war. Eriksen sei “wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus”, schrieb der Verband bei Twitter.

Nach unbestätigten Medienberichten zufolge soll Christian Eriksen via Facetime seine Mitspieler dazu aufgefordert haben, weiterzuspielen.

20.25 Uhr: Belgien gegen Russland wird planmäßig um 21.00 Uhr angepfiffen

Das Vorrundenspiel der Fußball-EM zwischen Belgien und Russland wird trotz des Kollaps von Dänemarks Christian Eriksen planmäßig am Samstagabend um 21.00 Uhr angepfiffen. Dies teilte die Europäische Fußball-Union Uefa vor der Begegnung in St. Petersburg am Samstagabend mit. Der dänische Topspieler war zuvor beim Spiel gegen Finnland zusammengebrochen und regungslos auf dem Boden gelegen. Das Spiel wurde daraufhin unterbrochen.

Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettenden Maßnahmen ein, es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage durchführten. Erst Minuten später wurde Eriksen auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen geschockten Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren. “Christian Eriksen ist wach und ist zu weiteren Untersuchungen im Reichskrankenhaus”, hieß es vom dänischen Fußballverband. Das Spiel der Dänen gegen Finnland soll um 20.30 Uhr fortgesetzt werden.

20.06 Uhr: Spiel zwischen Dänemark und Finnland wird fortgesetzt

Das EM-Spiel zwischen Dänemark und Finnland wird auf Wunsch beider Mannschaften gegen 20.30 Uhr fortgesetzt. Das gab der Stadion-Sprecher im Parken-Stadion soeben bekannt. Wie der europäische Fußballverband Uefa über Twitter mitteilt, sollen zunächst die letzten vier Minuten der ersten Halbzeit gespielt werden, danach folgt eine fünfminütige Halbzeitpause, ehe die zweite Halbzeit beginnt.

19.55 Uhr: Bundespräsident Steinmeier besorgt über Dänen-Star Eriksen

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat bei seinem Dänemark-Besuch mit Betroffenheit auf den Zusammenbruch des dänischen Fußballstars Christian Eriksen (29) beim EM-Spiel gegen Finnland reagiert. Steinmeier sah den Zwischenfall in der ersten Halbzeit am Samstagabend am Fernseher im Hotel in Kolding, unmittelbar bevor er die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen zum Abendessen traf.

Die dänische Delegation zeigte sich schockiert von dem Vorfall. Auch Frederiksen äußerte sich besorgt und warb um Verständnis, dass die Delegation sich fortwährend auf dem Laufenden halten werde.

Auch die finnische Regierungschefin Sana Marin hat ihre Solidarität mit dem Dänen zum
Ausdruck gebracht. “Unsere Gedanken sind jetzt bei Christian Eriksen”,
schrieb die Ministerpräsidentin unmittelbar nach
dem Vorfall auf Twitter. Dazu stellte sie Emoticons von einem Herz und
einer Dänemark-Flagge. Kurz zuvor hatte Marin noch ein Foto von sich im
Finnen-Trikot gepostet.

Eriksen war bei dem Spiel kollabiert und wurde ins Krankenhaus gebracht. Das Spiel wurde wegen des “medizinischen Notfalls” unterbrochen, wie die Europäische Fußball-Union Uefa mitteilte. Kurz darauf hieß es vom dänischen Verband, Eriksen sei “wach”.

Die dänischen Spieler zeigen nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen Emotionen.

Die dänischen Spieler zeigen nach dem Zusammenbruch ihres Mitspielers Christian Eriksen Emotionen.
© AP Pool

19.40 Uhr: Christian Eriksen ist bei Bewusstsein

Wie der dänische Fußballverband über Twitter mitteilt, ist der dänische Fußballspieler Christian Eriksen wach und für weitere Untersuchungen im Reichskrankenhaus in Kopenhagen. Er war im EM-Vorrundenspiel gegen Finnland plötzlich zusammengebrochen und musste auf dem Platz wiederbelebt werden.

Später wurde Eriksen auf einer Rettungstrage, unter
Sichtschutz und begleitet von seinen geschockten Mitspielern aus dem
Innenraum des Parken Stadions in Kopenhagen gefahren.

19.34 Uhr: Eriksen im Krankenhaus – noch keine Entscheidung über Abbruch

Der dänische Fußball-Star Christian Eriksen ist nach seinem Zusammenbruch im EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland ins Krankenhaus gebracht worden. Sein Zustand sei “stabilisiert” worden, teilte die Europäische Fußball-Union Uefa mit, ohne genauere Angaben zu dem 29-Jährigen zu machen. Eriksen war kurz vor der Halbzeitpause auf dem Rasen ohne Gegnereinwirkung kollabiert und regungslos liegen geblieben.

Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettenden Maßnahmen ein. Es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage durchführten. Erst Minuten später wurde Eriksen auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen geschockten Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren.

Nach Uefa-Angaben soll um 19.45 Uhr über das weitere Vorgehen mit der Partie informiert werden.

19.15 Uhr: ZDF und Magenta-TV unterbrechen Übertragung

Nach dem Zusammenbruch des dänischen Spielers Christian Eriksen haben die TV-Sender ZDF und Magenta-TV ihre Übertragungen unterbrochen. Der Spieler von Inter Mailand kollabierte während der Partie und blieb regungslos liegen. Sofort herbeigerufene Helfer leiteten lebensrettenden Maßnahmen ein – die dänischen Spieler versammelten sich teils den Tränen nahe um ihren Mitspieler, auch Eriksens Freundin eilte auf den Rasen. Das Spiel wurde wegen des “medizinischen Notfalls” unterbrochen, wie die Europäische Fußball-Union Uefa mitteilte.

Es war zu sehen, wie Sanitäter eine Herzmuskelmassage durchführten. Über den genauen Zustand des 29-Jährigen war zunächst nichts bekannt. Das Spiel wurde unterbrochen, Eriksen wurde auf einer Rettungstrage, unter Sichtschutz und begleitet von seinen Mitspielern aus dem Innenraum des Parken Stadions gefahren.

Die Zuschauer, Trainer, Spieler – viele schlugen die Hände vor das Gesicht. Im Stadion wurde es zeitweise still, nachdem es zuvor beim ersten Auftritt der dänischen Mannschaft in Kopenhagen sehr stimmungsvoll zugegangen war. “Bitte bleiben Sie auf ihren Sitzen, bis es weitere Informationen gibt”, sagte der Stadionsprecher durch.

Die Aktion passierte in der 43. Minute ohne gegnerische Einwirkung. Nach gut zehn Minuten verließen die finnischen Spieler den Rasen. «Das ist eine Situation, die ist Wahnsinn ohne Worte. Wir hoffen einfach nur das Beste», sagte Ex-Nationalspieler Christoph Kramer im ZDF. “Ich bin wie in Schockstarre, mir fehlen die Worte und mir fehlen die Worte eigentlich nie. Das sind Szenen, die habe ich noch nie erlebt.”

Dänische Spieler bilden einen Sichtschtz um ihren Mannschaftskameraden Christian Eriksen, der von Sanitätern während des Spiels versorgt wird.

Dänische Spieler bilden einen Sichtschtz um ihren Mannschaftskameraden Christian Eriksen, der von Sanitätern während des Spiels versorgt wird.
© Getty Pool/AP

19.04 Uhr: Dänemark gegen Finnland ist unterbrochen

Das Spiel zwischen Dänemark und Finnalnd ist unterbrochen. Das gab die Uefa via Twitter bekannt. Grund dafür ist der Zusammenbruch des dänischen Spielers Christian Eriksen, der musste unter dem Sichtschutz seiner Mitspieler wiederbelebt werden. Nach Kicker-Informationen gaben die Ärzte einen “Daumen hoch”. Die Zuschauer werden gebeten auf den Plätzen zu bleiben.

18.55 Uhr: Dänemark gegen Finnland vor Abbruch – Eriksen bricht auf dem Feld zusammen

Das EM-Vorrundenspiel zwischen Dänemark und Finnland steht vor dem Abbruch. Kurz vor der Halbzeitpause ist der dänische Mittelfeldspieler Christian Eriksen auf dem Feld zusammengebrochen und musste anschließend von Rettungskräften wiederbelebt werden. Nähere Informationen zum Gesundheitszustand sind noch nicht bekannt.

Das Spiel zwischen Dänemark und Finnland steht nach einem plötzlichen Zusammenbruch von Christian Eriksen vor dem Abbruch.

Das Spiel zwischen Dänemark und Finnland steht nach einem plötzlichen Zusammenbruch von Christian Eriksen vor dem Abbruch.
© Getty Pool/AP

17.00 Uhr: Schweiz vergibt EM-Auftaktsieg

Die Schweiz hat in ihrem ersten Spiel der Fußball-Europameisterschaft einen Sieg verschenkt. Die Eidgenossen kamen trotz Führung am Samstag in Baku nicht über ein 1:1 (0:0) gegen Außenseiter Wales hinaus. Breel Embolo vom Bundesligisten Borussia Mönchengladbach hatte die Schweizer in der 49. Minute per Kopf in Führung gebracht. Für Wales sorgte Kieffer Moore (74.) ebenfalls per Kopf für das 1:1 und den Punktgewinn. Durch das Remis bleibt Italien unangefochten Erster der Gruppe A nach dem 3:0 im Auftaktspiel am Vortag gegen die Türkei.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

16.05 Uhr: Nutzer klagen über Störung bei Magenta TV

Erstmals wurde am Samstag ein EM-Spiel nicht bei den Öffentlich-Rechtlichen übertragen, sondern bei dem Bezahlsender Magenta TV. Doch die Premiere lief nicht wirklich glatt. Viele Nutzer klagten in den Sozialen Netzwerken am Samstag über Störungen. Sie bekamen eine Fehlermeldung zu sehen – offenbar weil die Server der Telekom-Tochter überlastet waren. Auch auf “allestörungen.de” schnellten die Fehlermeldungen bereits vor Start der Partie zwischen Wales und der Schweiz in die Höhe.

14.10 Uhr: Stadion wohl nicht voll: Wenige Fans vor dem ersten EM-Spiel in Baku

Eigentlich könnten in Baku mehr als 30.000 Fußballfans die EM-Spiele im Stadion verfolgen – die Stadt am Kaspischen Meer zählt zu den Ausrichtern, die vergleichsweise viele Zuschauer zulassen. Beim ersten Spiel in Aserbaidschan bei diesem Turnier am Sonnabend zwischen Wales und der Schweiz (15 Uhr/Magenta-TV) wird das Kontingent aber wohl bei weitem nicht ausgeschöpft werden. Laut dem europäischen Fußballverband Uefa waren am Vortag des Spiels rund 10.000 Tickets verkauft.

Nur wenige Fans der beiden Mannschaften haben die Reise angetreten, die beispielsweise für die Waliser mit einer langen Quarantäne nach der Rückkehr verbunden ist. Die Musikgruppen, die auf dem Weg zum Stadion trommelten, hatten kaum Publikum. Auch in der Stadt waren nicht viele Fans mit walisischen oder Schweizer Trikots unterwegs.

Für viele einheimische Fußballfans sind die Eintrittskarten, die zwischen 60 Manat (rund 29 Euro) und 250 Manat (rund 121 Euro) kosten, zu teuer. Bei den beiden Gruppenspielen der Türkei in Baku, werden aufgrund der Nähe und der Sympathien, die viele Menschen in Aserbaidschan für die Türkei hegen, dagegen deutlich mehr Zuschauer erwartet.

Baku ist als Spielort der Fußball-Europameisterschaft umstritten. Der Uefa ist die Kritik egal. Sie verbeugt sich wieder einmal vor dem Regime in Aserbaidschan.

11.25 Uhr: Partie am Nachmittag nicht bei ARD oder ZDF

Mit drei Spielen nimmt die Fußball-EM nach dem 3:0-Sieg Italiens im Eröffnungsspiel gegen die Türkei an diesem Samstag so richtig Fahrt auf. Gespielt wird nach dem Auftakt am Freitagabend in Rom am zweiten Tag in Baku, Kopenhagen und St. Petersburg. Dort greifen die als Weltranglisten-Erster wieder einmal hoch gehandelten Belgier ins Turnier ein.

Um 15 Uhr tritt im zweiten Spiel in Gruppe A Wales gegen die Schweiz an. Wer das Spiel bei ARD oder ZDF sehen möchte, sucht jedoch vergeblich. Die Partie wird ausschließlich beim Telekom-Portal Magenta TV übertragen. Damit zeigt erstmals in Deutschland ein Bezahlsender exklusiv ein Spiel einer Fußball-Europameisterschaft.

Die Partien am Abend werden neben Magenta TV im ZDF übertragen. Um 18 Uhr spielt Dänemark gegen Finnland und um 21 Uhr Belgien gegen Russland.

Jessy Welmer und Bastian Schweinsteiger, TV-Experte der ARD, moderierten den Auftakt zur EM.

Jessy Welmer und Bastian Schweinsteiger, TV-Experte der ARD, moderierten den Auftakt zur EM.
© dpa

11.17 Uhr: Eröffnungsspiel: Weniger TV-Zuschauer als bei EM 2016

Die erste Partie der Fußball-Europameisterschaft hat deutlich weniger TV-Zuschauer erreicht als das Eröffnungsspiel der vorherigen EM. Durchschnittlich 9,83 Millionen sahen am Freitagabend den 3:0-Sieg Italiens gegen die Türkei in der ARD und sorgten nach Angaben des Senders für einen Marktanteil von 36,9 Prozent. Die Übertragung war damit Quotensieger des Tages und die bisher erfolgreichste Sportsendung des Jahres, blieb jedoch deutlich hinter den Werten der EM 2016 in Frankreich. Das Spiel des Gastgebers gegen Rumänien hatten damals durchschnittlich 15,473 Millionen Menschen im ZDF gesehen. Der Marktanteil lag bei 50,0 Prozent.

Die EM-Vorberichterstattung der ARD schauten am Freitag 5,10 Millionen (Marktanteil 22,6 %). Nach dem Eröffnungsspiel schalteten die meisten Zuschauer ab, nur noch 1,71 Millionen (12,9 %) wollten den “Sportschau-Club” sehen.

8.58 Uhr: Auftakt steigert EM-Lust beim DFB-Team

Als sich Kapitän Manuel Neuer und seine Kollegen auf den großen Bildschirmen im EM-Basiscamp in Herzogenaurach bei schönem Sommerabend-Wetter die Eröffnung in Rom und die Drei-Tore-Show der Italiener gegen die Türkei anschauten, dürften viele Gedanken schon Richtung Dienstag gewandert sein. Dann steigt auch die deutsche Fußball-Nationalmannschaft gegen Frankreich in das Turnier ein. “Bis zum Auftaktspiel müssen wir jetzt noch an ein paar Sachen schrauben”, sagte Mittelfeld-Organisator Toni Kroos zu den letzten drei Trainingstagen vor dem Knaller-Start in München.

Am Samstagvormittag geht es mit dem Üben und Verfeinern im Adi-Dassler-Stadion von Herzogenaurach weiter. Dann berichten Marcus Sorg, der Assistent von Bundestrainer Joachim Löw, und Champions-League-Sieger Timo Werner vom FC Chelsea bei der DFB-Pressekonferenz über Neuigkeiten und Befinden im Team. Erwartet werden auch neue Informationen über die Schwere der Knieverletzung beim Gladbacher Jonas Hofmann.

Nationalmannschafts-Direktor Oliver Bierhoff sieht die Mannschaft bereit für die Herausforderung. “In den Trainingseinheiten sieht man den Einsatz. Alle Spieler gehen aber kollegial und respektvoll miteinander um. Jeder versucht, seine Akzente im Training zu setzen”, berichtete Bierhoff.

Löws erste Elf steht grundsätzlich, für eine Überraschung aber ist der Bundestrainer auch bei seiner letzten DFB-Mission immer gut. “Der Trainer muss die Entscheidungen treffen. Aber es ist schon so, dass er sich Leute mit ins Boot holt”, berichtete Rio-Weltmeister Kroos vom Austausch mit Löw. “So versucht er, sich ein Gefühl aus der Mannschaft zu holen und seine Idee zu verfeinern.” Viel Zeit dafür bleibt nicht mehr.

Das passierte am Freitag, dem 11. Juni:

22.51 Uhr: Italien gewinnt Auftaktspiel gegen Türkei 3:0

Die italienische Nationalmannschaft hat das Eröffnungsspiel der Fußball-Europameisterschaft klar
gewonnen. Der Mit-Gastgeber besiegte die Türkei am Freitagabend in Rom
3:0 (0:0). Nach der Führung durch ein Eigentor von Merih Demiral in der
53. Minute erhöhten der frühere Dortmunder Ciro Immobile (66.) und
Lorenzo Insigne (79.).

Die anderen beiden Gruppengegner Wales und
Schweiz treffen an diesem Sonnabend in Baku aufeinander. Die deutsche
Auswahl startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich in
die paneuropäische EM.

Hier sehen Sie die Highlights des Spiels als Video.

Bitterer Moment für die Türkei: Merih Demiral (r) erzielt das Eigentor zum 0:1.

Bitterer Moment für die Türkei: Merih Demiral (r) erzielt das Eigentor zum 0:1.
© LaPresse/AP

21.04 Uhr: Erste paneuropäische Fußball-EM mit Show eröffnet

Nach der Eröffnungsfeier in Rom rollt nun bei der ersten paneuropäischen Fußball-Europameisterschaft der Ball. Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix folgte am Freitagabend im Olympiastadion der Anpfiff des ersten Vorrundenspiels zwischen Italien und der Türkei. Noch steht es 0:0.

Nach klassischen Klängen von Tenor Bocelli, der viel Applaus bekam, präsentierten Bono, sein langjähriger Weggefährte The Edge und Martin Garrix den offiziellen EM-Song „We Are The People“. Wie schon zuletzt im Finale der Champions League in Porto verwandelte sich das Stadion, durch das noch Rauchschwaden des vorangegangenen Feuerwerks zogen, zumindest für die TV-Zuschauer digital in blau und weiß, dargestellt wurde dabei unter anderem der Siegerpokal für den Europameister. Zuvor erinnerten 24 überdimensionale Bälle in den entsprechenden Landesfarben an die 24 teilnehmenden Nationen.

Nach Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix spielt am Freitagabend im Olympiastadion Italien und die Türkei.

Nach Auftritten von Andrea Bocelli sowie U2-Sänger Bono, Gitarrist The Edge und DJ Martin Garrix spielt am Freitagabend im Olympiastadion Italien und die Türkei.
© dpa/Matthias Balk

Als EM-Botschafter begrüßten die einst in Rom aktiven Ex-Nationalspieler Francesco Totti und Alessandro Nesta die Zuschauer. Insgesamt 25 Prozent der Plätze im Olympiastadion durften bei der ersten Partie besetzt sein, 15.948 Zuschauer waren erlaubt. Erwartet wurden rund 7.000 italienische Fans und etwa 3.000 Unterstützer der türkischen Mannschaft aus ganz Europa.

Schon Stunden vor dem Anpfiff des Eröffnungsspiels hatten sich Hunderte Fans ins historische Zentrum Roms aufgemacht. An den beliebten Plätzen und Touristenattraktionen der Stadt waren am Nachmittag zahlreiche rotgekleidete Türkei-Fans zu sehen, die dort Fotos machten und ihre Landesfahne hoch hielten. Auch vor den Stadion versammelten sich am Abend schon lange vor Spielbeginn zahlreiche Fans beider Mannschaften. Die Stimmung war friedlich und ausgelassen.

Vor dem Olympiastadion in Rom feiern vor allem türkische Fans. In einer Stunde wird das Auftaktspiel zwischen der Türkei und Italien angepfiffen.

Vor dem Olympiastadion in Rom feiern vor allem türkische Fans. In einer Stunde wird das Auftaktspiel zwischen der Türkei und Italien angepfiffen.
© dpa/Cecilia Fabiano

Vor allem die von weiter weg angereisten Fans genossen bereits den Tag über die Stimmung und das gute Wetter in der italienischen Hauptstadt. Bei fast 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein stiegen einige die berühmte Spanische Treppe hoch, posierten vor dem Trevi-Brunnen oder kickten bereits auf der berühmten Piazza del Popolo.

In Rom sind insgesamt vier Spiele geplant, davon ein Viertelfinale. Die Stadt hat im historischen Zentrum an mehreren Plätzen Leinwände aufgebaut, auf denen Spiele übertragen werden. An der Piazza del Popolo, dem nördlichen Ende der Flanier- und Shoppingmeile Via del Corso, ist das zentrale Fanfest geplant.

20.20 Uhr: Bierhoff: Kein deutscher Spieler zweimal geimpft

DFB-Direktor Oliver Bierhoff hat sich insgesamt zufrieden mit dem Stand der Corona-Impfungen rings um die deutsche Fußball-Nationalmannschaft vor dem EM-Start geäußert. Von den Spielern ist allerdings bislang noch keiner zweimal geimpft, wie Bierhoff am Freitagabend bei Magenta-TV sagte.

Teilweise seien die Spieler einmal geimpft, bei einigen Genesenen sei keine Impfung mehr notwendig. Viele Betreuer seien zweimal geimpft worden. Die DFB-Auswahl startet am Dienstag in München gegen Weltmeister Frankreich in das paneuropäische Turnier.

20.00 Uhr: Italien und Türkei ohne große Überraschungen ins EM-Eröffnungsspiel

Die Türkei und Italien vertrauen im Eröffnungsspiel der Fußball-EM auf bewährte Anfangsformationen. Sowohl Italiens Coach Roberto Mancini als auch sein türkischer Kollege Senol Günes verzichten in der Partie am Freitagabend (21.00 Uhr/ARD und Magenta TV) im Olympiastadion Rom auf große Überraschungen. Mancini bietet die Startformation auf, die im letzten EM-Testspiel mit 4:0 gegen Tschechien gewonnen hatte. Auch Günes vertraut seiner zuletzt eingespielten Startformation um Sturm-Routinier Burak Yilmaz.

Die Türkei geht zudem mit den Ex-Bundesligaprofis Caglar Söyüncü und Hakan Calhanoglu in die Partie. Kenan Karaman von Fortuna Düsseldorf läuft im Auftaktspiel des Turniers ebenfalls von Beginn an auf. Bei den Italienern fehlt wie erwartet noch Mittelfeld-Regisseur Marco Verratti nach seiner Knieverletzung. Er wird im linken Mittelfeld von Manuel Locatelli vertreten. In der Innenverteidigung setzt Mancini auf die Routiniers Giorgio Chiellini und Leonardo Bonucci, im Angriff erhält der Ex-Dortmunder Ciro Immobile das Vertrauen.

17.14 Uhr: Viele Fans im Zentrum Roms vor EM-Anpfiff

Vor dem Eröffnungsspiel der Europameisterschaft zwischen der Türkei und Italien haben sich hunderte Fans ins historische Zentrum Roms aufgemacht. An den beliebten Plätzen und Touristenattraktionen der Stadt waren am Freitagnachmittag zahlreiche rotgekleidete Türkei-Fans zu sehen, die dort Fotos machten und ihre Landesfahne hoch hielten.

„Von den Italien-Anhängern ist noch nicht so viel zu sehen“, sagte ein Türkei-Fan der Deutschen Presse-Agentur. Er und seine Freunde hätten türkische Fans aus Frankreich und Österreich getroffen, sie selbst kämen aus Berlin.

Bei fast 30 Grad Celsius und strahlendem Sonnenschein stiegen einige die berühmte Spanische Treppe hoch, posierten vor dem Trevi-Brunnen oder kickten bereits auf der berühmten Piazza del Popolo. Bis zum Nachmittag war die Lage in der Stadt in Bezug auf die Fußballfans friedlich geblieben, wie die Polizei auf Nachfrage mitteilte. Die Lage sei ruhig, es habe keine relevanten Einsätze gegeben.

17.04 Uhr: Dänemarks Nationalmannschaft singt eigenen EM-Song

Die dänische Fußball-Nationalmannschaft hat gemeinsam mit der Band Alphabeat einen eigenen EM-Song herausgebracht. Er spielt mit der Nostalgie der Fußballfans: Der Slogan vom „Danish Dynamite“ erinnert an den Titel-Gewinn 1992 und damit an die glorreichsten Tagen des dänischen Fußballs.

Früher warfen sportliche Großereignisse lediglich ihre Schatten voraus, irgendwann wurden sie begleitet von jeder Menge Songs, vor allem, wenn es sich um Fußball-Welt- und Europameisterschaften handelt. Über zwei Dekaden existierte sogar ein musikhistorisches Phänomen: die singende Nationalmannschaft. Diese Darbietungsform von Fußballliedern erfreute sich vor etlichen World Cup-Turnieren einer gewissen Popularität. Aber wie klingt der Fußball heute? Eine Betrachtung kurz vorm Anpfiff.

16.43 Uhr: Deutscher Schiedsrichter leitet EM-Partie Niederlande gegen Ukraine

Schiedsrichter Felix Brych bekommt schon am Auftakt-Wochenende seinen ersten Einsatz bei der Fußball-Europameisterschaft. Die UEFA hat den 45 Jahre alten Münchner mit der Leitung der Vorrundenpartie Niederlande gegen Ukraine am Sonntag (21.00 Uhr/ARD) in Amsterdam betraut. Für Brych ist es die zweite EM-Teilnahme nach 2016. Zweiter deutscher Referee bei der Euro ist Neuling Daniel Siebert.

16.30 Uhr: UEFA entschädigt Bilbao mit Finals und 1,3 Millionen

Die von der UEFA als EM-Spielort gestrichene spanische Stadt Bilbao erhält von der Europäischen Fußball-Union nach eigenen Angaben als Entschädigung für diese Maßnahme zwei Endspiele und 1,3 Millionen Euro.

Die baskische Metropole werde in den nächsten Jahren Schauplatz eines Europa-League-Finales sowie auch eines Endspiels der Champions League der Frauen sein, teilte Bürgermeister Juan Mari Aburto am Freitag auf Twitter mit. Nach Angaben der Stadt soll es sich jeweils um die Endspiele der Jahre 2024 sowie 2025 handeln. Die UEFA war für eine Stellungnahme angefragt.

Die 1,3 Millionen Euro entsprechen unterdessen nach Angaben des Politikers dem Betrag, der von Bilbao ausgegeben wurde, um die Europameisterschaft vorzubereiten. Die baskische Stadt, in der vier Spiele stattfinden sollten, war ebenso wie Dublin vor etwa sechs Wochen als EM-Spielort gestrichen worden, weil sich beide Städte im Gegensatz zu anderen Gastgeber-Orten wegen der Pandemie nicht dazu verpflichten wollten, Zuschauer in den Stadien zuzulassen. Für das Stadion San Mames sprang in Spanien die andalusische Hauptstadt Sevilla ein.

16.23 Uhr: Kniefall-Debatte: Schottlands Team solidarisiert sich mit Englands

Nach einer kontroversen Debatte um den Protest von Fußballspielern gegen Rassismus will sich Schottlands Nationalteam mit der Auswahl Englands solidarisieren. Im Gruppenspiel am 18. Juni im Londoner Wembley-Stadion werde man gegen Ignoranz und in Solidarität auf die Knie gehen, teilten Kapitän Andy Robertson und Trainer Steve Clarke am Freitag mit. Schottlands Verband hatte am Vortag mitgeteilt, dass der gesamte Kader und der Stab bei der EM gemeinsam stehend ein Zeichen gegen Rassismus setzen würden.

Diese Entscheidung wurde nun für das England-Spiel relativiert. Nachdem das abgesteckte Vorgehen politisiert worden und missinterpretiert worden sei, habe man noch einmal als Gruppe überlegt, wie man damit umgehe, erklärte Clarke. Man verurteile die Fehlinterpretationen.

Angesichts der Ereignisse rund um die englische Nationalmannschaft werde man aber vor dem Spiel in die Knie gehen, um Solidarität mit dem englischen Team zu zeigen, sagte der 57 Jahre alte Trainer. Zumal einige Akteure beider Seiten in denselben Vereinen spielen würden. “Das schottische Team steht gegen Rassismus, aber wir werden am 18. Juni gegen Unwissenheit und in Solidarität niederknien”, sagte Liverpool-Profi Robertson.

Der englische Nationaltrainer Gareth Southgate hatte angekündigt, dass seine Spieler weiterhin in Unterstützung der „Black lives Matter“-Bewegung auf die Knie gehen würden. Einige Fans hatten zuletzt bei EM-Testspielen der Three Lions mit Buhrufen reagiert.

16.20 Uhr: Zuschauerzahl in Kopenhagen soll steigen

Für den Auftakt gegen Finnland war die Zeit zu knapp, aber gegen Belgien und Russland wird das dänische Nationalteam im Stadion in Kopenhagen vor bis zu 25.000 Zuschauern spielen. Wie der dänische Fußballverband DBU am Freitag mitteilte, gehen bis zu 9.100 zusätzliche Tickets für die beiden EM-Vorrundenbegegnungen gegen Belgien (17. Juni) und Russland (21. Juni) sowie für das ebenfalls in Kopenhagen angesetzte Achtelfinale (28. Juni) in den Verkauf.

Sie sollen zunächst denjenigen angeboten werden, deren Eintrittskarten zuvor annulliert worden waren, danach dann an die treuesten Fans der Landesauswahl um Leipzigs Yussuf Poulsen und BVB-Profi Thomas Delaney.

Ins Parken-Stadion in Kopenhagen sind zunächst nur 15.900 Zuschauer zugelassen. Im zweiten Spiel der dänischen Auswahl könnten es schon 25.000 sein.

Ins Parken-Stadion in Kopenhagen sind zunächst nur 15.900 Zuschauer zugelassen. Im zweiten Spiel der dänischen Auswahl könnten es schon 25.000 sein.
© dpa/Liselotte Sabroe

Die dänische Regierung hatte sich in der Nacht zum Donnerstag mit dem Großteil der Parlamentsparteien darauf verständigt, dass pro Spiel 25.000 statt wie bisher vorgesehen 15.900 Zuschauer ins Kopenhagener Stadion Parken gelassen werden dürfen. Für die Auftaktpartie gegen Finnland kam diese Nachricht zu kurzfristig. Im Parken finden in beschränkungsfreien Zeiten rund 38.000 Zuschauer Platz.

16.11 Uhr: Lauterbach erwartet keine weitere Infektionswelle durch EM

Die Fußball-EM wird nach Ansicht des SPD-Gesundheitsexperten Karl Lauterbach keine neue Infektionswelle auslösen. Superspreader in den Stadien hätten kaum eine Chance, andere Fans mit Viren anzustecken, weil in den Arenen genügend Luftzirkulation herrsche, sagte er dem Nachrichtenmagazin Der Spiegel.

Wenn dort nur etwa jeder fünfte Platz besetzt sei, könnten Infizierte vielleicht noch einige wenige anstecken, meinte Lauterbach, „aber eine Kettenreaktion ist unwahrscheinlich, es wird dadurch keine neue Welle geben“. Lauterbach schlägt vor, die Sperrstunde der Kneipen und Restaurant zu verlängern. Anwohner sollten Verständnis für längere Öffnungszeiten aufzubringen: „Das hilft uns allen.“

Problematisch sieht Lauterbach allerdings, dass die Europäische Fußball-Union Uefa das Wembley-Stadion in London nicht als Spielort gestrichen habe. England sei Coronavirus-Variantengebiet. „Dort dürfte man derzeit keine Spiele ansetzen“, äußerte Lauterbach, „das hätte man komplett abschalten müssen.“ Auch Fan-Reisen von der Insel ins Ausland seien risikoreich.

15.43 Uhr: Knien gegen Rassismus: Britischer Premier Boris Johnson stärkt Spieler

Nach einer kontroversen Debatte um den Protest von Fußballspielern gegen Rassismus hat der britische Premier Boris Johnson dem englischen EM-Team Unterstützung zugesprochen. „Der Premierminister respektiert das Recht aller Menschen, friedlich zu protestieren und ihren Gefühlen über Ungerechtigkeiten Ausdruck zu verleihen“, sagte ein Regierungssprecher am Freitag der Nachrichtenagentur PA zufolge. „Der Premierminister möchte, dass alle sich hinter das Team stellen, um sie anzufeuern, nicht um sie auszubuhen.“

Zuvor hatte der Kniefall, den einige Spieler als Zeichen gegen Rassismus kurz vor dem Anpfiff praktizieren, für Kritik gesorgt. Bei einigen Freundschaftsspielen hatten Teile des Publikums die Spieler des englischen Teams nach der Aktion ausgebuht. Außerdem hatten Mitglieder aus Johnsons konservativer Tory-Partei die Tradition als spaltend und belehrend kritisiert. Am Sonntag startet England gegen Kroatien im Londoner Wembley-Stadion in die EM.

15.03 Uhr: EM schauen in der Schule – Schottische Schülern setzt sich ein

Schottlands Mittelfeldstar John McGinn hat eine junge Schülerin für einen „tollen“ Brief an deren Lehrerin gelobt. Die laut britischen Medien zehn Jahre alte Poppy Lord hatte sich in dem Schreiben dafür stark gemacht, dass die ganze Schule die EM schauen dürfe. Dort starten die Schotten am Montag (15.00 Uhr) gegen Tschechien in das Turnier. Es ist die erste EM-Endrunde für sie seit dem Jahr 1996.

Es sei mehr als nur ein Fußballspiel, schrieb die Schülerin. Es könne viele Kinder inspirieren, dass sie immer ihren Träumen folgen sollten. Außerdem sei es Teil der Kultur für sie alle als „wahre Schotten“. „Man Vater hat gesagt, dass er 1998 die WM in der Schule sehen durfte – warum sollten wir nun denn nicht?“, fragte sie. Man stelle sich nur die strahlenden Gesichter vor, wenn Schottland auch noch ein Tor schieße.

Für den 26-jährigen McGinn von Aston Villa ist die Sache klar. „Ich glaube, dass der Brief Wirkung hat und dass sie alle das Spiel am Montag sehen werden”, sagte er in einer Video-Botschaft. “Ein großes Kompliment für Poppy.“

12.10 Uhr: DFB-Team: Gladbacher Hofmann fehlt im Mannschaftstraining

Ohne den Mönchengladbacher Jonas Hofmann hat die deutsche Fußball-Nationalmannschaft die Vorbereitung auf den EM-Start gegen Frankreich fortgesetzt. Der Mittelfeldspieler konnte am Freitag die Übungseinheit im Adi-Dassler-Stadion in Herzogenaurach wegen einer Verletzung nicht mitmachen. Eine genaue Diagnose der Probleme des 28-Jährigen gab es vom DFB vorerst nicht. Beim Termin für das offizielle Mannschaftsfoto hatte Hofmann zuvor noch mit seinen 25 Teamkollegen dabei sein können.

Vor dem Training begrüßte Bundestrainer Joachim Löw Kai Havertz an dessen 22. Geburtstag mit einer Umarmung und einem Schulterklopfer. Von den Mitspielern bekam der Offensivakteur des FC Chelsea anschließend freundlichen Applaus an seinem Ehrentag. Die Einheit am Freitag ist das zweite Training nach dem Einzug ins EM-Base-Camp. Am Dienstag (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) steht für die DFB-Auswahl der Turnierauftakt in München gegen Weltmeister Frankreich an.

26 Spieler und ein Ziel: Europameister. Am Freitagvormittag stellte sich die Mannschaft zum Mannschaftsfoto auf.

26 Spieler und ein Ziel: Europameister. Am Freitagvormittag stellte sich die Mannschaft zum Mannschaftsfoto auf.
© dpa

12.05 Uhr: Corona-Fall in russischer Mannschaft

Die russische Nationalmannschaft beklagt unmittelbar vor ihrem EM-Start einen Corona-Fall. Mittelfeldspieler Andrej Mostowoi (23) von Zenit St. Petersburg sei positiv getestet worden, teilten die Russen am Freitag mit, einen Tag vor dem Duell mit Belgien am Samstag (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV).

Mostowoi wird das Turnier somit verpassen, er wurde umgehend aus dem Kader gestrichen. Nationaltrainer Stanislaw Tschertschessow, früher Bundesliga-Torhüter bei Dynamo Dresden, nominierte Abwehrspieler Roman Jewgenijew (22) von Dinamo Moskau nach. Inwiefern der Corona-Fall Mostowoi weitere Auswirkungen hat, ist zunächst nicht bekannt.

11.52 Uhr: Russland verweigert ARD-Reporter Akkreditierung

Russische Behörden haben den ARD-Sportjournalisten Robert Kempe von den Spielen der Fußball-EM in ihrem Land ausgeschlossen. Der europäische Fußballverband Uefa habe Kempe Ende Mai mitgeteilt, dass ein Land ihm nach einem „Hintergrund-Screening“ die Akkreditierung verweigere, teilte der WDR am Freitag in Köln mit.

Auf ARD-Nachfrage habe die Uefa erklärt, es handele sich dabei um Russland. Kempe hatte in einem TV-Beitrag und in einem Podcast über den russischen Staatskonzern Gazprom und dessen Verflechtungen in den europäischen Fußball berichtet. Die russische Stadt St. Petersburg ist einer von elf Spielorten der paneuropäischen Fußball-EM, die an diesem Freitag beginnt.

„Wir sehen darin eine Einschränkung der Pressefreiheit, die für uns nicht akzeptabel ist“, sagte WDR-Chefredakteurin Ellen Ehni zu der Entscheidung der russischen Behörden. Eine Akkreditierung für die Fußball-EM ermögliche auch ein vereinfachtes Visum-Verfahren. Der WDR bemühe sich nun um eine „alternative Einreisemöglichkeit“, hieß es.

Kempe ist seit mehr als zehn Jahren für den WDR und die ARD tätig und berichtet über die Zusammenhänge von Sport und Politik. Der Konzern Gazprom ist einer der Sponsoren der EM 2020, die wegen der Corona-Pandemie mit einem Jahr Verzögerung stattfindet.

Der Deutsche Journalisten-Verband (DJV) protestierte gegen den Ausschluss des Sportberichterstatters. Der Vorgang zeige ein weiteres Mal, „dass kritische Berichterstattung in Russland nicht nur unerwünscht ist, sondern auch Konsequenzen für die Journalisten hat“, sagte der DJV-Bundesvorsitzende Frank Überall in Berlin. Die Uefa müsse nun Druck auf die örtlichen Behörden ausüben.

11.32 Uhr: Ballack ermahnt Löw-Team: „Reputation steht auf dem Spiel“

Der frühere DFB-Kapitän Michael Ballack sieht die Nationalmannschaft bei der Fußball-EM enorm unter Druck. „Wir haben zuletzt enttäuscht. Die Reputation steht auf dem Spiel“, sagte der 44-Jährige dem Sportbuzzer. Ballack verwies auf das Vorrunden-Aus bei der Weltmeisterschaft 2018 und die durchwachsenen Auftritte in den Länderspielen danach. Als „Aushängeschild des deutschen Fußballs“ müsse die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw Wiedergutmachung betreiben. „Man ist immer zu einem Turnier gefahren, um mindestens das Halbfinale zu erreichen – da müssen wir wieder hinkommen“, sagte Ballack.

Die deutsche Mannschaft sei qualitativ gut aufgestellt, habe aber auch noch einige Baustellen. „Um gegen die Topnationen zu bestehen, muss sich einiges verbessern“, urteilte der frühere Mittelfeldspieler, der die EM als Experte bei Magenta-TV begleitet.

Die seit längerem anhaltenden Querelen im Deutschen Fußball-Bund haben nach Ansicht von Ballack keinen Einfluss auf die Mannschaft. „So viele Berührungspunkte gibt es nicht“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi. Den Verband kritisierte Ballack scharf: „Die Außendarstellung war natürlich katastrophal. Es ging um persönliche Befindlichkeiten und Eitelkeiten.“

Zuletzt hatten DFB-Präsident Fritz Keller und Geschäftsführer Friedrich Curtius wegen des Dauerstreits ihre Posten geräumt. Ballack verwies auf den anhaltenden „Interessenkonflikt zwischen Amateuren und Profis“ beim DFB und mahnte einen respektvollen Umgang an. „Jeder muss merken, dass das eine ohne das andere nicht geht und beide Seiten auch gewisse Verpflichtungen haben“, sagte Ballack.

11.23 Uhr: Ex-Bundestrainer Klinsmann vergleicht vor EM DFB-Team mit Sensations-Europameister

Der frühere Bundestrainer Jürgen Klinsmann hat die deutsche Mannschaft vor Beginn der Fußball-EM mit dem einstigen Sensations-Europameister Griechenland vergleichen. „Die deutsche Mannschaft ist nicht der Top-Favorit. Aber Griechenland war 2004 von der Favoritenrolle viel weiter weg als Deutschland 2021 – und hat am Ende doch das Turnier gewonnen“, sagte der frühere Nationalspieler im Interview den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Griechenland hatte als krasser Außenseiter unter dem deutschen Trainer Otto Rehhagel 2004 durch ein 1:0 gegen Gastgeber Portugal den Titel gewonnen.

Für Klinsmann steht es außer Frage, dass die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) den Titelgewinn als Ziel haben muss. „Wohl wissend, dass dies nicht immer klappt. Aber man trainiert doch nicht zwei, drei Wochen für ein Turnier und sagt dann: Ich bin mit dem Halbfinale zufrieden“, sagte der 56-Jährige.

10.48 Uhr: Kritik gegen Video-Schalte mit der Kanzlerin

Biathlet Erik Lesser hat die Video-Schalte der deutschen Nationalmannschaft mit Bundeskanzlerin Angela Merkel kritisiert. Der zweimalige Weltmeister äußerte sich in einem Beitrag auf Instagram und Facebook sarkastisch, dass die Video-Schalte vor den Olympischen Spielen 2014 und 2018 der Hammer war „oder habe ich das geträumt“, schrieb der 33-Jährige.

Konkret erklärte er unter dem Hashtag #königfussball: „Ich kann mich noch daran erinnern, als wir (Team Deutschland, Anm. d. Red.) 2014 und 2018 zu den Olympischen Spielen gereist sind. Die Video-Schalte zur Kanzlerin war der Hammer. Oder habe ich das geträumt?“

Der Olympia-Zweite von 2014 fügte noch hinzu: „Aber hey, für eines der größten Sportevents.

eine EM!!! kann man das schon mal machen.“ Lesser endete seinen Post mit den Hashtags #peaceout #kein #neid.

Auch ein "Heimspiel" in Baku kann die Milli Takım nicht beflügeln. Wales ist dank seiner Stars Bale und Ramsey auf dem besten.

BAKU (dpa-AFX) – Angeführt von seinen Topstars Gareth Bale und Aaron Ramsey hat Wales der Türkei ihr "Heimspiel" in Baku.