Em: Britische Medien Laufen Schon Heiß

Donnerstag, der 24. Juni:

8.17 Uhr: Mehrere Festnahmen rund um das EM-Spiel gegen Ungarn

Rund um das letzte EM-Vorrundenspiel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch in München gegen Ungarn (2:2) ist es zu mehreren Festnahmen gekommen. Insgesamt blieb die Lage aber relativ ruhig, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Der Abzug der Fans nach dem Spiel sei ohne größere Probleme erfolgt und auch aus der Innenstadt seien keine nennenswerten Störungen bekannt geworden.

Zu den Festnahmen kam es laut Polizei wegen unterschiedlicher Delikte, vom Zünden pyrotechnischer Gegenstände über Verstöße gegen das Betäubungsmittelgesetz bis zum Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen. Zudem wurde ein 46-Jähriger im Bereich Garching festgenommen, der eine Drohne in die Flugverbotszone rund um das Stadion gesteuert hatte. Bereits vor dem Spiel war es relativ ruhig geblieben, allerdings zu einzelnen Festnahmen wegen Pyrotechnik gekommen. Insgesamt war die Polizei mit rund 1.500 Beamten im Einsatz.

6.49 Uhr: Leon Goretzka mit Herz-Jubel – und Regenbogenfahne

Nationalspieler Leon Goretzka hat seinen Treffer zum 2:2 gegen Ungarn am Mittwochabend mit einer speziellen Geste bejubelt. Er formte ein Herz mit beiden Händen und zeigte es in Richtung der Tribüne, von der aus die ungarischen Fans ihre Mannschaft anfeuerten.

Nicht einmal eine Stunde nach dem Spiel twitterte der 26-jährige Mittelfeldspieler des Rekordmeisters FC Bayern München das Jubelfoto mit den Worten “Spread Love” (Verbreitet Liebe) und Regenbogenfahnen-Emoji.

5.42 Uhr: Englische Medien laufen schon heiß

Die englischen Medien haben sich unmittelbar nach dem 2:2 der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn auf den Fußball-Klassiker im EM-Achtelfinale in London eingestimmt. “Oh no! Nicht schon wieder die Deutschen”, schrieb die “Daily Mail”. Der “Telegraph” forderte: “Her mit den Deutschen!” Die Auswahl von Bundestrainer Joachim Löw hatte sich als Gruppenzweiter für die K.o.-Runde qualifiziert. Die Engländer waren bereits am Dienstag als Sieger der Gruppe D ins Achtelfinale eingezogen. Das Wiedersehen der beiden großen Fußball-Nationen bei dieser EM steigt am kommenden Dienstag im Wembley-Stadion. In London wird auch die Finalrunde des Turnier mit beiden Halbfinals und dem Endspiel (11. Juli) ausgerichtet.

Deutschland und England standen sich bei Welt- und Europameisterschaften in bislang sieben Spielen gegenüber. Im legendären WM-Finale 1966 fiel das Wembley-Tor, die Engländer gewannen ihren ersten und bislang einzigen Titel. 24 Jahre später warf die DFB-Auswahl die Engländer im WM-Halbfinale von Turin im Elfmeterschießen aus dem Turnier. Auch im EM-Halbfinale 1996 – wieder in Wembley – gewann die deutsche Mannschaft vom Punkt.

“Es ist Deutschland in Wembley”, schrieb der “Daily Star” zur “Neuauflage” von 1996. Das Wortspiel “Herr we go again”, in etwa “hier sind wir wieder” mit der deutschen Anrede “Herr”, brachten gleich mehrere Zeitungen.

0.15 Uhr: Abwechslung im EM-Alltag: Schweizer Nationalteam zu Gast im Vatikan

Die Schweizer Nationalmannschaft hat ihre spielfreien Tage zwischen der Vorrunde und dem Achtelfinale bei der EM zu einem Ausflug in den Vatikan genutzt. Das Team um den früheren Münchner Xherdan Shaqiri und Kapitän Granit Xhaka wurde am Mittwochabend vom Kommandanten der päpstlichen Schweizer Garde empfangen und erhielt eine Führung.

Der Präsident des Schweizerischen Fußballverbandes, Dominique Blanc, beschrieb die Garde und das Nationalteam als Botschafter und Vertreter der Schweiz im Ausland. Die Schweizer Profis haben ihr Team-Quartier derzeit in Rom.

Das passierte am Mittwoch, dem 23. Juni:

23.59 Uhr: Gesundheitsminister sieht Fortschritte bei Masken im EM-Stadion

Bayerns Gesundheitsminister Klaus Holetschek (CSU) sieht bei der Umsetzung der Anti-Corona-Maßnahmen im Münchner EM-Stadion Fortschritte – hat aber zugleich die ungarischen Fans nach dem Spiel vom Mittwochabend harsch kritisiert.

Er habe persönlich im Stadion sehen können, dass sich viele Fans um die Einhaltung der Regeln bemüht hätten, sagte der Minister der Deutschen Presse-Agentur nach dem Spiel Deutschland gegen Ungarn (2:2). Auch, wenn nicht jeder die Maske durchgehend getragen habe.

Die deutschen Fans feuern unter starkem Regen ihre Mannschaft an. Viele Fans haben auch die geforderte Maske auf.
© dpa/Federico Gambarini

Holetschek ergänzte: „Bedauerlich ist, dass sich die ungarischen Fans so gut wie gar nicht an die Regeln gehalten haben. Die Hygieneregeln gelten auch für Fans mit langen Anreisen aus dem Ausland, denn die Pandemie kennt keine Grenzen.“

Holetschek dankte den Organisatoren, die alle Register gezogen hätten, um die Fans zum Tragen der Maske zu bewegen. „Es gab Durchsagen und Anzeigen im Stadion, Ordner haben die Zuschauer verstärkt darauf hingewiesen, der DFB hat kostenlose FFP2-Masken verteilt und auch Spieler haben an die Fans appelliert. (…) Den letzten Schritt müssen die Fans aber selbst gehen und die Maske aufsetzen.“

Nach den vorangegangenen beiden EM-Spielen in München hatte es teils scharfe Kritik am laxen Umgang mit Anti-Corona-Maßnahmen gegeben.

23.55 Uhr: Flitzer bei EM-Partie zwischen Portugal und Frankreich

Nach dem letzten EM-Gruppenspiel zwischen Titelverteidiger Portugal und Weltmeister Frankreich (2:2) sind mehrere Flitzer auf den Rasen der Puskas Arena in Budapest gerannt. Die Ordner hatten sichtbar erhebliche Mühe, die mindestens drei Personen am Mittwochabend vom Platz zu begleiten.

Einer der Flitzer näherte sich Superstar Cristiano Ronaldo, einer Joules Koundé. Schon beim 3:0-Sieg der Portugiesen gegen Co-Gastgeber Ungarn am Dienstag vor einer Woche hatte ein Flitzer kurz für Aufregung gesorgt.

23.43 Uhr: England ist bereit: K.o.-Kracher gegen den „alten Feind Deutschland“

Die Vorfreude in England auf den Klassiker ist groß. „Es ist Deutschland
als nächstes“, titelte die Daily Mail in ihrer Online-Ausgabe kurz
nach Schlusspfiff des Zitterspiels der DFB-Auswahl beim 2:2 gegen
Ungarn. Am kommenden Dienstag treffen die Three Lions im heimischen
Wembley-Stadion auf den großen Rivalen.

Fast genau 25 Jahre nach dem
Scheitern im Halbfinale der Heim-EM, als
die deutsche Mannschaft den Engländern im Elfmeterschießen eine der
schmerzhaftesten Niederlagen in der Geschichte der Three Lions zugefügt
hatte.

23.20 Uhr: Cristiano Ronaldo zieht mit Rekordtorschütze Daei gleich: 109 Treffer für Nationalteam

Cristiano Ronaldo steht vor der nächsten alleinigen Bestmarke. Der 36-jährige Portugiese hat mit seinem Doppelpack (31. Minute/Foulelfmeter, 60. Handelfmeter) am Mittwoch im letzten EM-Gruppenspiel gegen Frankreich 109 Mal im Nationaltrikot getroffen.

Damit zog der Stürmer von Juventus Turin in seinem 178. internationalen Auftritt mit dem Iraner Ali Daei gleich. Der frühere Stürmer des FC Bayern München hatte ebenfalls 109 Treffer in 149 Länderspielen für sein Land erzielt. Cristiano Ronaldo hat nun 14. EM-Treffer, damit ist er längst Rekordschütze der Endrunde.

22.55 Uhr: Deutsche Nationalmannschaft zieht nach 2:2 gegen Ungarn in EM-Achtelfinale ein

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich bei der Europameisterschaft
ins Achtelfinale gezittert. Die DFB-Auswahl trennte sich im letzten
Vorrundenspiel gegen Ungarn am Mittwoch in München 2:2 (0:1) und
beendete die Gruppe F mit vier Punkten auf Rang zwei. Damit kommt es in
der K.o.-Runde am kommenden Dienstag in London zum Klassiker gegen
England.

Leroy Sane (l.) und Ungarns Attila Fiola kämpfen um den Ball.

Leroy Sane (l.) und Ungarns Attila Fiola kämpfen um den Ball.
© dpa/Lukas Barth

Bei Fritz-Walter-Wetter bewahrten Kai Havertz (66. Minute) und Leon Goretzka (84.) mit ihren Toren die DFB-Auswahl vor dem drohenden Vorrunden-Aus. Der Mainzer Adam Szalai (11.) und András Schäfer (68.) hatten die Ungarn, die als Gruppenletzter ausgeschieden sind, zweimal in Führung gebracht. Mehr dazu im Artikel „Goretzka rettet DFB-Elf ins EM-Achtelfinale“.

Den Gruppensieg sicherte sich Weltmeister Frankreich durch ein 2:2 (1:1) im Parallelspiel gegen Titelverteidiger Portugal. Cristiano Ronaldo (31./60.) traf zweimal vom Elfmeterpunkt und egalisierte mit seinem 109. Länderspieltor die Weltbestmarke des Iraners Ali Daei.

Karim Benzema (45.+2/Foulelfmeter, 47.) gelang für Frankreich ebenfalls ein Doppelpack. Der Weltmeister bekommt es im Achtelfinale mit der Schweiz zu tun, die Portugiesen treffen auf den WM-Dritten Belgien.

22.30 Uhr: Tor 20 und 21 bei WM oder EM: Cristiano Ronaldo überholt Klose

Cristiano Ronaldo hat sich die nächste Bestmarke geschnappt. Der Superstar war im letzten EM-Gruppenspiel am Mittwochabend gegen Frankreich zum 20. und zum 21. Mal bei einer Welt- oder Europameisterschaft erfolgreich. Damit ist der Kapitän der Portugiesen nun alleiniger Rekordhalter vor Miroslav Klose (19).

In der europäischen Torjägerliste bei Fußball-Großturnieren folgen Gerd Müller (18) und Jürgen Klinsmann (16). Der 36-jährige Cristiano Ronaldo war mit seinem Foulelfmeter in der 31. Minute zum 1:0 gegen Frankreich zum 13. Mal alleine bei einer EM erfolgreich.

Cristiano Ronaldo erzielte gegen Frankreich die Tore 20 und 21 bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft. Als Dank gab es eine Cola-Flasche.

Cristiano Ronaldo erzielte gegen Frankreich die Tore 20 und 21 bei einer Europa- oder Weltmeisterschaft. Als Dank gab es eine Cola-Flasche.
© dpa/Robert Michael

21.59 Uhr: Markus Söder mit Regenbogen-Maske auf der EM-Tribüne

Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder hat beim letzten EM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ungarn Farbe bekannt. Der CSU-Politiker trug auf der Tribüne der Münchner EM-Arena am Mittwochabend eine Corona-Schutzmaske in Regenbogenfarben. „Klares Bekenntnis gegen Ausgrenzung und für Freiheit und Toleranz. Auch an der Staatskanzlei wird heute Abend eine Regenbogenfahne gehisst“, schrieb er dazu bei Twitter.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sitzt mit einer Regenbogenmaske auf der Tribüne.

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder sitzt mit einer Regenbogenmaske auf der Tribüne.
© dpa/Christian Charisius

Zuvor hatte er sich bereits enttäuscht gezeigt über das Uefa-Verbot einer Regenbogen-Stadionbeleuchtung. „Schade, dass die Münchner Arena nicht in Regenbogenfarben leuchten darf. Das wäre ein sehr gutes Zeichen für Toleranz und Freiheit gewesen“, schrieb Söder am Dienstag bei Twitter. „Wir müssen uns stark machen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung.“

21.40 Uhr: Viel Schwarz-Rot-Gold und einige Regenbogenfahnen in München

Zu Beginn des letzten EM-Gruppenspiel Deutschlands gegen Ungarn haben in der Münchner EM-Arena die schwarz-rot-goldene Fahnen auf den Rängen optisch dominiert. Allerdings waren dazwischen auch etliche, meist deutlich kleinere Regenbogenfahnen zu sehen.

Noch vor dem Stadion war das Bild bunter gewesen – dort hatte die Menschrechtsorganisation Amnesty International in Zusammenarbeit mit Christopher Street Day Deutschland nach eigenen Angaben bis zu 10.000 Regenbogenfähnchen verteilt. Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) unterstützte die Aktion.

Einige Fans hatten auch eigene größere Regenbogenfahnen mitgebracht, die sie vor und in dem Stadion fröhlich schwenkten. Torhüter Manuel Neuer trug auch in diesem Spiel wieder seine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben.

Deutsche Fußballfans kommen zum Stadion. Es sind viele Deutschland- und einige Regenbogen-Fahnen zu sehen.

Deutsche Fußballfans kommen zum Stadion. Es sind viele Deutschland- und einige Regenbogen-Fahnen zu sehen.
© dpa/Christian Charisius

21.30 Uhr: Rudolf-Habrig-Stadion erstrahlt in Regenbogenfarben

Nach dem UEFA-Verbot, das Münchner Stadion während des Spiels von
Deutschland gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten zu lassen, haben
immer mehr Stadien ihre Solidarität gezeigt. So leuchteten am Mittwochabend die Fußball-Arenen in Frankfurt am Main, Augsburg, Köln und Wolfsburg sowie das Berliner Olympiastadion und das Stadion An der Alten Försterei in Berlin bunt

Auch das Dresdner
Rudolf-Harbig-Stadion beteiligte sich bei der Aktion. Beim Public Viewing des Deutschland-Spieles war der Innenraum des Stadions in den Regenbogenfarben beleuchtet.

Das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden erstrahlt beim Public Viewing in Regenbogenfarben.

Das Rudolf-Harbig-Stadion in Dresden erstrahlt beim Public Viewing in Regenbogenfarben.
© kairospress

20.48 Uhr: Drei Delta-Befunde nach EM-Spiel in Kopenhagen – 4.000 Menschen zum Massentest

Bei drei Stadionzuschauern des EM-Spiels zwischen Dänemark und Belgien ist die Delta-Variante des Coronavirus nachgewiesen worden. Der dänische Gesundheitsminister Magnus Heunicke und die Behörde für Patientensicherheit forderten deshalb am Mittwochabend 4.000 Zuschauer aus sechs bestimmten Stadionblöcken dazu auf, einen PCR-Test machen zu lassen. Die EM-Partie hatte am Donnerstag im Kopenhagener Stadion Parken stattgefunden, Belgien hatte die Begegnung mit 2:1 gewonnen.

Die Delta-Variante B.1.617.2 gilt als ansteckender als andere Corona-Varianten. Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC geht davon aus, dass sie Ende August 90 Prozent aller Corona-Neuinfektionen in Europa ausmachen wird. Seit Anfang April sind davon in Dänemark 247 Fälle nachgewiesen worden.

20.00 Uhr: Zunächst ohne Thomas Müller gegen Ungarn: Löw bringt Leroy Sané

Ohne Antreiber Thomas Müller tritt die deutsche Nationalmannschaft zum letzten EM-Gruppenspiel an. Joachim Löw stellt den FC-Bayern-Profi wegen einer Kapselverletzung am Knie am Mittwoch gegen Ungarn wie erwartet nicht in die Startelf. Allerdings nimmt Müller auf der Ersatzbank Platz. Der Bundestrainer bietet für Müller dessen Münchner Clubkollegen Leroy Sané auf, der erstmals bei diesem Turnier in der ersten Elf steht.

Ansonsten schickt Löw wieder die Formation auf den Rasen der Münchner Arena, die schon beim 0:1 gegen Frankreich und beim 4:2 gegen Portugal begonnen hatte. Auch Mats Hummels, Ilkay Gündogan und Robin Gosens können nach überwundenen Blessuren wieder beginnen.

Die deutsche Mannschaft schaut sich den Platz in der Münchner Arena an. Leon Goretzka (M.) muss zunächst auf der Bank Platz nehmen. Viele Experten hatten ihn in der Startelf erwartet.

Die deutsche Mannschaft schaut sich den Platz in der Münchner Arena an. Leon Goretzka (M.) muss zunächst auf der Bank Platz nehmen. Viele Experten hatten ihn in der Startelf erwartet.
© dpa/Federico Gambarini

Der dreimalige Europameister Deutschland braucht gegen die Ungarn ein Unentschieden, um sicher ins Achtelfinale einzuziehen. Bei einer Niederlage wäre für das Löw-Team das Turnier nach der Vorrunde beendet, wenn Frankreich im Parallelspiel der Gruppe F in Budapest gegen Portugal nicht gewinnt.

Die deutsche Mannschaft: Neuer – Ginter, Hummels, Rüdiger – Kimmich, Gündogan, Kroos, Gosens – Havertz, Sané – Gnabry

Leroy Sané darf heute von Anfang spielen. Er ersetzt den verletzten Müller.

Leroy Sané darf heute von Anfang spielen. Er ersetzt den verletzten Müller.
© Archivbild: dpa/Federico Gambarini

19.55 Uhr: Spanien mit Kantersieg ins Achtelfinale – Slowakei und Polen raus

Spanien ist bei der EM mit dem höchsten EM-Sieg der Verbandsgeschichte ins Achtelfinale eingezogen. Der Weltmeister von 2010 gewann am Mittwoch in Sevilla gegen die Slowakei mit 5:0 (2:0).

Der Spanier Pedri (l.) jubelt nach dem Treffer zum 1:0 für seine Mannschaft. Es war ein Eigentor vom slowakische Torhüter Martin Dubravka.

Der Spanier Pedri (l.) jubelt nach dem Treffer zum 1:0 für seine Mannschaft. Es war ein Eigentor vom slowakische Torhüter Martin Dubravka.
© dpa/Cezaro De Luca

Eigentore des slowakischen Torwarts Martin Dubravka (30.) und seines Teamkollegen Juraj Kucka (71.) sowie Treffer von Aymerc Laporte (45.+3), Pablo Sarabia (56.) und Ferran Torres (67.) sicherten den Spaniern Tabellenplatz zwei hinter Schweden.

Die Skandinavier gewannen das Parallelspiel in St. Petersburg gegen Polen mit 3:2 (1:0). Emil Forsberg (2. und 59.) vom Bundesligisten RB Leipzig sowie Viktor
Claesson (90+4.) trafen für Schweden.

Weltfußballer Robert Lewandowski
(61. und 84.) vom FC Bayern München traf ebenfalls doppelt. Damit erzielte er alle drei polnischen EM-Tore,
erstmals im vierten Anlauf gelang ihm bei einem großen Turnier mehr als
ein Tor – doch das war nicht genug.

Der Schwede Emil Forsberg (l.) bejubelt sein Tor zum 1:0. Es war das zweitschnellste Tor der EM-Geschichte.

Der Schwede Emil Forsberg (l.) bejubelt sein Tor zum 1:0. Es war das zweitschnellste Tor der EM-Geschichte.
© dpa/Maxim Shemetov

RB Leipzigs Forsberg gelang derweil nach 83 Sekunden das zweitschnellste
Tor der EM-Geschichte, in der 59. Minute
legte er nach. Die zuvor schon qualifizierten Schweden überstanden
erstmals seit 2004 wieder die Vorrunde einer EM. Als Gruppensieger geht es nun am Dienstag (21 Uhr) gegen Finnland oder die Ukraine.

19.10 Uhr: Siebtes EM-Eigentor: Slowake Dubravka schmettert ins eigene Netz

Der slowakische Torhüter Martin Dubravka hat bei der Europameisterschaft nicht nur den Rekordwert an Eigentoren erhöht, sondern auch für einen der kuriosesten Treffer ins eigene Netz gesorgt.

Im letzten Spiel der Vorrundengruppe E gegen Spanien schlug der
32-Jährige am Mittwoch in Sevilla den von der Latte abgeprallten Ball
wie ein Volleyballer mit der rechten Hand ins Tor. Bei der laufenden
Europameisterschaft war es bereits vor Beginn der K.o.-Runde das
insgesamt siebte Eigentor. Seit der der EM 2016 hatte die alte Bestmarke
bei drei Eigentoren gelegen.

23.06.2021, Spanien, Sevilla: Fußball: EM, Slowakei - Spanien, Vorrunde, Gruppe E, 3. Spieltag im Estadio de la Cartuja. Torhüter Martin Dubravka aus der Slowakei erzielt ein Eigentor. Foto: David Ramos/Getty Pool/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Getty P

23.06.2021, Spanien, Sevilla: Fußball: EM, Slowakei – Spanien, Vorrunde, Gruppe E, 3. Spieltag im Estadio de la Cartuja. Torhüter Martin Dubravka aus der Slowakei erzielt ein Eigentor. Foto: David Ramos/Getty Pool/AP/dpa +++ dpa-Bildfunk +++ Foto: Getty P
© Getty Pool/AP

Mit seinem „Schmetterball“ erinnerte Dubravka an das Missgeschick von Schlussmann Tomislav Piplica, dem im Bundesliga-Spiel FC Energie Cottbus gegen Borussia Mönchengladbach ein hoher Ball auf den Kopf und von dort ins Tor fiel. Dubravka ist der zweite Slowake in der Liste der Eigentorschützen und der dritte Torhüter, dem ein Treffer ins eigene Netz unterlief.

19.05 Uhr: Leipziger Forsberg schießt zweitschnellstes Tor der EM-Geschichte

Der schwedische Bundesliga-Profi Emil Forsberg hat am Mittwoch das zweitschnellste Tor der EM-Geschichte erzielt. Gegen Polen traf der Mittelfeldspieler von RB Leipzig bereits nach 82 Sekunden und liegt damit nur hinter dem Russen Dimitri Kiritschenko, der 2004 gegen Griechenland (2:1) nach 67 Sekunden traf. Für Forsberg war es nach dem Siegtreffer beim 1:0 gegen die Slowakei bereits das zweite Turniertor bei dem paneuropäischen Wettbewerb.

Schwedens Emil Forsberg bejubelt sein Tor zum 1:0. Es war das zweitschnellste in der EM-Geschichte.

Schwedens Emil Forsberg bejubelt sein Tor zum 1:0. Es war das zweitschnellste in der EM-Geschichte.
© dpa/Kirill Kudryavtsev

Der Schwede verdrängte damit RB-Mannschaftskollege Yussuf Poulsen aus Dänemark, der vor knapp einer Woche gegen Belgien (1:2) nach 99 Sekunden für den zweitschnellsten Treffer der EM-Geschichte gesorgt hatte.

18.55 Uhr: Times: Corona-Ausnahmen für 2.000 ausländische Fans beim EM-Finale

Zum Finale der Fußball-EM könnten bis zu 2.000 ausländischen Fans unter erheblich gelockerten Corona-Auflagen nach London ins Wembley-Stadion reisen. Einem Bericht der Zeitung „The Times“ vom Mittwoch zufolge stehen die britische Regierung und die Europäische Fußball-Union Uefa kurz vor einer entsprechenden Einigung. Demnach sollen aus den Ländern der beiden Finalisten jeweils 1.000 Zuschauer ohne Quarantäne das Endspiel am 11. Juli im Stadion erleben dürfen.

Die Anhänger dürften sich allerdings nur in einer Corona-Blase bewegen. Die Fans müssten nach „Times“-Informationen mit Charterflügen anreisen, würden mit Bussen zum Wembley-Stadion gebracht und nach dem Spiel direkt wieder zum Flughafen transportiert. An anderen Orten in Großbritannien dürften sie sich nicht aufhalten. Alle anreisenden Zuschauer müssten außerdem negative Corona-Tests vorweisen.

60.000 Zuschauer sollen beim EM-Finale am 11. Juli im Wembley-Stadion dabei sei. Darunter auch 2.000 ausländische Fans, für die Corona-Sonderregeln gelten sollen.

60.000 Zuschauer sollen beim EM-Finale am 11. Juli im Wembley-Stadion dabei sei. Darunter auch 2.000 ausländische Fans, für die Corona-Sonderregeln gelten sollen.
© dpa/Mike Egerton

Zuvor hatten sich die britische Regierung und die Uefa bereits darauf verständigt, dass etwa 2.500 UEFA-Offizielle, Medienschaffende und VIP-Gäste von der strengen Quarantänepflicht nach der Einreise ausgenommen sind. Ihr Hotel dürfen sie nur für das Spiel verlassen, Einkaufs- oder Shopping-Ausflüge und dergleichen sind untersagt. Die 2.500 Geladenen müssen bei den britischen Behörden ein offizielles Einladungsschreiben für die Euro 2020 vorweisen.

17.51 Uhr: Uefa-Ermittlung gegen Nordmazedonien wegen möglichen Corona-Verstoßes

Nordmazedonien droht eine Strafe wegen eines möglichen Verstoßes gegen die Corona-Regeln der Europäischen Fußball-Union Uefa bei der EM. Es sei eine Untersuchung eingeleitet worden, teilte der Kontinentalverband am Mittwoch mit. Es gehe dabei um ein angebliches Fehlverhalten und einen potenziellen Verstoß gegen das so genannte „Return to Play Protokoll“ der Uefa durch Spieler während der Corona-Tests am vergangenen Samstag in Amsterdam.

Nordmazedonien hatte am Montag gegen die Niederlande mit 0:3 auch sein drittes Gruppenspiel verloren, bereits zuvor hatte der EM-Neuling das Weiterkommen verpasst.

17.40 Uhr: Leipzig hisst Regenbogenflagge vor dem Neuen Rathaus

Vor dem EM-Fußballspiel von Deutschland gegen Ungarn in München hat die Stadt Leipzig vor ihrem Rathaus am Mittwoch die Regenbogenflagge gehisst. Der Stadtrat reagierte damit auf die Entscheidung der Uefa, dass das Stadion in München nicht in den Regenbogenfarben leuchten durfte. „Die Welt ist bunt“, sagte Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD). Die Fahne sei gedacht „als Zeichen der Verbundenheit, gegen Diskriminierung, als Zeichen, dass wir jeden in seiner Sexualität und seinem Sein so annehmen können, wie er ist.“ Nach wie vor würden jedoch Menschen diskriminiert.

Auch die TU Chemnitz reagierte auf die Uefa-Entscheidung und ließ ihr Logo auf der Homepage und in den Social-Media-Kanälen regenbogenfarben leuchten.

16.31 Uhr: Uefa-Präsident Ceferin verteidigt Regenbogen-Entscheidung – und wirft neue Fragen auf

Präsident Aleksander Ceferin hat die äußerst umstrittene Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in der Regenbogen-Frage verteidigt. Seine Einlassung, wonach er eine bunte Münchner Arena mit “populistischen Aktionen” gleichsetzt, wirft allerdings neue Fragen auf.

“Sie wissen ganz genau, dass die Uefa keine homophobe Organisation ist. Und ich persönlich bin es natürlich auch nicht. Das haben wir oft genug gezeigt”, sagte der Slowene der Welt: “Aber wir wollen bei populistischen Aktionen nicht benutzt werden, nur deswegen haben wir diese Entscheidung getroffen. Aufgrund der Popularität des Fußballs wird zu oft versucht, Sportverbände für eigene Zwecke zu missbrauchen.”

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin bezeichnet die geplante Regenbogen-Beleuchtung der Münchner Arena als populistische Aktion. Damit wollte sich die Uefa nicht einspannen lassen und verbot die Beleuchtung in Regenbogenfarben.

Uefa-Präsident Aleksander Ceferin bezeichnet die geplante Regenbogen-Beleuchtung der Münchner Arena als populistische Aktion. Damit wollte sich die Uefa nicht einspannen lassen und verbot die Beleuchtung in Regenbogenfarben.
© Archivbild: dpa/Niall Carson

Zuvor hatte die UEFA bereits ihre Entscheidung untermauert, war aber den zahlreichen Kritikern gleichzeitig optisch entgegengekommen. “Die Uefa ist stolz darauf, heute die Farben des Regenbogens zu tragen”, schrieb der Verband, der sein Logo mit den sechs Farben angereichert hatte, auf Twitter.

Einige Leute hätten die Uefa-Entscheidung als “politisch interpretiert”, schrieb der Verband weiter: “Doch im Gegenteil: Die Anfrage war politisch.” Für die UEFA sei der Regenbogen “kein politisches Symbol, sondern ein Zeichen unseres festen Engagements für eine vielfältigere und integrativere Gesellschaft”.

16.20 Uhr: Bundesregierung: Regenbogen-Entscheidung der UEFA akzeptieren

In der Debatte um die Illuminierung der Münchner EM-Arena hat sich die Bundesregierung zu den Werten des Regenbogen-Symbols bekannt, aber auch Respekt für die Entscheidung der Uefa angemahnt. Werte wie Vielfalt, Toleranz und das Verbot von Diskriminierung seien “nicht verhandelbar”, betonte ein Sprecher des Innenministeriums am Mittwoch in Berlin. Auch der Sport stehe für diese Werte. “Aber der Sport ist eben auch autonom, und das haben wir zu akzeptieren.”

Tags zuvor hatte die Europäische Fußball-Union (Uefa) das Vorhaben gestoppt, die Arena in München für das Vorrundenspiel gegen Ungarn an diesem Mittwochabend in den Farben des Regenbogens leuchten zu lassen. Hintergrund ist ein ungarisches Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt.

15.50 Uhr: Ohne Fans in Amsterdam: Wales will Anhänger “vor dem TV stolz machen”

Wales Offensivspieler David Brooks findet es sehr schade, dass die walisischen Fans ihre Mannschaft im Achtelfinale der EM gegen Dänemark in Amsterdam nicht im Stadion unterstützen können. “Zu sehen, dass die dänischen Fans reisen können und unsere Fans nicht, ist natürlich nicht schön”, sagte der 23-Jährige am Mittwoch in einer Medienrunde. Brooks ergänzte: “Wir werden versuchen, sie vor dem TV stolz zu machen.”

Wales wird von den Niederlanden in Bezug auf das Coronavirus nicht als sicheres Land eingestuft. Daher dürfen die walisischen Fans nicht einreisen. Für die Dänen ist der Fall ein wenig anders. Nach dänischen Angaben können Fans einreisen, wenn sie die Niederlande innerhalb von zwölf Stunden wieder verlassen. Die Partie findet am Samstag (18 Uhr) statt.

15.29 Uhr: Regenbogen-Debatte: Kretschmer lobt Manuel Neuers Haltung

In der Debatte um eine Regenbogenbeleuchtung des Münchner Fußballstadions hat Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) die Haltung von Manuel Neuer gelobt. “Das wirklich stärkste Signal zu diesem Thema kam vom Kapitän der deutschen Nationalmannschaft”, sagte Kretschmer am Mittwoch am Rande eines Besuchs in Zwickau.

Ohne viel Aufhebens habe er eine Armbinde in Regenbogenfarben getragen und angekündigt, dies auch beim Spiel gegen Ungarn an diesem Mittwochabend zu tun. “Das finde ich großartig. Das ist um ein Vielfaches wertvoller, als wenn Politiker anordnen, eine Fahne zu hissen oder ein Stadion zu beleuchten.”

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) lobte Manuel Neuer für die Haltung, dass der deutsche Kapitän auch gegen Ungarn eine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben tragen wird.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) lobte Manuel Neuer für die Haltung, dass der deutsche Kapitän auch gegen Ungarn eine Kapitänsbinde in Regenbogenfarben tragen wird.
© Archivbild: dpa/Jan Woitas

15.22 Uhr: Merkel kritisiert ungarisches Homosexuellen-Gesetz als “falsch”

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat das ungarische Gesetz gegen Homosexuelle mit deutlichen Worten kritisiert. Merkel sagte bei der Regierungsbefragung am Mittwoch im Bundestag: “Ich halte dieses Gesetz für falsch und auch mit meiner Vorstellung von Politik nicht vereinbar.” Wenn Ungarn homosexuelle Lebenspartnerschaften einerseits erlaube, aber die Aufklärung darüber einschränke, habe das auch mit der Freiheit von Bildung zu tun und sei für sie etwas, dass sie politisch ablehne, sagte Merkel.

Zur Entscheidung der Uefa gegen eine Beleuchtung des Münchner Stadions in Regenbogenfarben beim EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn sagte Merkel, sie wolle das nicht bewerten. Sie könne nur feststellen, dass die Uefa einen Unterschied mache zwischen der Stadionfrage und einer Binde in Regenbogenfarben, wie sie der Kapitän der deutschen Nationalmannschaft, Manuel Neuer, trägt.

14.45 Uhr: FanQ-Studie: 69,8 Prozent kritisieren UEFA für Regenbogen-Entscheidung

Eine klare Mehrheit der deutschen Fußball-Fans hätte die Beleuchtung der Allianz-Arena in Regenbogenfarben während des EM-Spiels zwischen Deutschland und Ungarn befürwortet. In einer Blitz-Umfrage der Voting-App FanQ im Auftrag des Sport-Informations-Dienstes (SID) kritisierten 69,8 Prozent der Befragten das ausgesprochene Verbot der Europäischen Fußball-Union (UEFA). 26,3 Prozent begrüßten die Entscheidung des Dachverbandes.

Am Dienstagvormittag hatte die Uefa erklärt, dass das Stadion während des Spiels gegen die Ungarn am Mittwoch nicht in Regenbogenfarben erstrahlen darf. Genau das hatte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter zuvor im Namen des Stadtrats gefordert, um “ein Signal” für Vielfalt, Toleranz, Respekt und Solidarität zu senden.

Dieses Bild wird es heute Abend beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn nicht geben. Die Uefa verbietet die Beleuchtung in Regenbogenfarben.

Dieses Bild wird es heute Abend beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn nicht geben. Die Uefa verbietet die Beleuchtung in Regenbogenfarben.
© Archivbild: dpa/Tobias Hase

13.58 Uhr: Fast keine Österreich-Fans in London: Nationaltrainer Foda wünscht sich Verlegung

Österreichs Nationaltrainer Franco Foda hat angesichts der strengen Corona-Reisebedingungen eine Verlegung des Achtelfinales Italien gegen Österreich ins Gespräch gebracht. Nach jetzigem Stand dürfen wegen der Einreiseregelungen kaum Fans aus Österreich und Italien in Wembley dabei sein. “Da hat es für mich keinen Sinn, in London zu spielen”, sagte Foda in einem Interview der “Kleinen Zeitung”.

“Die Gesundheit steht immer an erster Stelle. Aber bei allem Verständnis für die Einreisebestimmungen, die aufgrund der Mutation in England gelten, wäre es ja der Wahnsinn, wenn unsere Fans nicht dabei sein könnten”, sagte Foda. “Es ist ja nicht alltäglich, dass wir ins Achtelfinale kommen.”

Die Organisation der UEFA sei bislang perfekt. “Aber in diesem Fall hoffe ich im Sinne der Fans, dass eine Lösung gefunden wird. Eine Möglichkeit wäre es, den Spielort zu verlegen. Ich hoffe, dass uns so viele Fans wie möglich begleiten. Das ist mein Herzenswunsch”, sagte Foda, dessen Wunsch aber wohl unerfüllt bleiben wird. Österreich und Italien treffen am Samstag (21 Uhr) in London aufeinander.

13.32 Uhr: Uefa taucht Logo in Regenbogenfarben und verteidigt Entscheidung

Die Europäische Fußball-Union hat ihre Entscheidung gegen die Regenbogenbeleuchtung an der Münchner EM-Arena verteidigt. “Einige” hätten diese “als politisch” interpretiert, teilte der Dachverband am Mittwoch mit.

“Im Gegenteil, die Anfrage selbst war politisch und verbunden mit der Anwesenheit der ungarischen Nationalmannschaft im Stadion für das Spiel am Abend gegen Deutschland.” Der Regenbogen sei für die Uefa “kein politisches Symbol, sondern ein Zeichen unseres Engagements für eine vielfältigere und integrativere Gesellschaft”.

In den sozialen Netzwerken der Uefa erstrahlt das Logo seit Mittwochmittag in Regenbogenfarben. Die Arena in München darf dennoch nicht in diesen Farben beleuchtet werden.

In den sozialen Netzwerken der Uefa erstrahlt das Logo seit Mittwochmittag in Regenbogenfarben. Die Arena in München darf dennoch nicht in diesen Farben beleuchtet werden.
© Twitter-Screenshot/Uefa

Die Uefa hatte am Dienstag den Antrag der Stadt München abgelehnt, die Arena des FC Bayern für das finale Vorrundenspiel an diesem Mittwoch in Regenbogenfarben leuchten zu lassen und war daraufhin massiv kritisiert worden. Hintergrund des Antrags ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt worden war.

13.16 Uhr: PR-Experte: Uefa mit “inkonsequenter Haltung” bei Regenbogen-Verbot

Aus Sicht eines Experten für PR und Kommunikation hat die UEFA bei ihrem Regenbogenfarben-Verbot für die Münchner EM-Arena inkonsequent gehandelt und eigene Prinzipien nicht befolgt. Die Europäische Fußball-Union habe sich “schon 2019 öffentlich zur Vielfalt bekannt und angekündigt, die Euro 2020 als Tournament for everyone abzuhalten. Garniert war der Post mit einem Regenbogen und dem Hashtag “equalgame””, sagte Norbert Minwegen, Präsident der Deutschen Public Relations Gesellschaft, am Mittwoch.

“Von daher hätte die UEFA eigentlich nur ihren eigen Prinzipien folgen müssen. Das tut sie nicht, dementsprechend ist das Echo für die in Augen vieler Fans inkonsequenten Haltung”, sagte der Chef der berufsständischen Vereinigung für Kommunikationsmanager und Public-Relations-Fachleute in Deutschland.

13.04 Uhr: “Regenbogenfarben”-Sängerin Ott kritisiert Uefa-Verbot

Sängerin Kerstin Ott (39), die 2018 mit ihrem Lied “Regenbogenfarben” einen Hit landete, begrüßt vor dem deutschen EM-Spiel gegen Ungarn die vielen Solidaritätsbekundungen mit sexuellen Minderheiten. “Gerade für junge Menschen ist es sehr wichtig, Vorbilder zu haben und Menschen zu sehen, die Statements setzen. Das gibt ihnen sehr viel Halt”, sagte Ott am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. “Darum freut es mich, dass sich viele Prominente mit ihrer Reichweite an den Protesten gegen die UEFA beteiligen.”

Das Verbot der Europäischen Fußball-Union, das Münchner Stadion zum Spiel in Regenbogenfarben anzustrahlen, nennt die Sängerin “ein riesengroßes Unding”. “Der Regenbogen steht für mich in erster Linie für Frieden, Toleranz, buntes und vielfältiges Leben und dafür, dass jeder so leben darf, wie er möchte.”

Die Musikerin Kerstin Ott, die 2018 mit ihrem Lied Regenbogenfarben einen Hit landete, begrüßt vor dem deutschen EM-Spiel gegen Ungarn die vielen Solidaritätsbekundungen mit sexuellen Minderheiten.

Die Musikerin Kerstin Ott, die 2018 mit ihrem Lied Regenbogenfarben einen Hit landete, begrüßt vor dem deutschen EM-Spiel gegen Ungarn die vielen Solidaritätsbekundungen mit sexuellen Minderheiten.
© dpa/Philipp von Ditfurth

Auch die EU-Kommission kritisierte die Entscheidung der Uefa kritisiert. “Ich finde keine vernünftige Entschuldigung dafür”, sagte Vizekommissionschef Margaritis Schinas am Mittwoch in Brüssel. Die Uefa sei in der Vergangenheit selbst für Inklusion eingetreten, erklärte er und zeigte sich ratlos über den Fußballverband: “Ehrlich, ich gebe auf, ich kann nichts zu ihren Gunsten sagen.”

12.45 Uhr: EM-Finalwoche: Politiker verteidigt Zuschauer-Erhöhung in Wembley

Die Erhöhung der Zuschauerzahl auf 60.000 im Londoner Wembley-Stadion ab dem EM-Halbfinale sorgt in Großbritannien für Diskussionen. Der konservative Staatssekretär John Whittingdale verteidigte die Entscheidung. “Wir haben schrittweise getestet, einige Regeln zu lockern, um sicherzugehen, dass es sicher abläuft”, sagte der ehemalige Sport- und Kulturminister Whittingdale dem Sender BBC.

“Und weil wir Fortschritte gemacht haben, glauben wir, dass jetzt die richtige Zeit ist, um ein oder zwei größere Veranstaltungen zu testen.” Sollten diese Events erfolgreich verlaufen, könne man auch in anderen Lebensbereichen die Beschränkungen lockern.

Zuvor hatte Whittingdale auch mögliche Ausnahmeregeln von der Quarantäne für etwa 2.500 Uefa-Offizielle, Journalisten und VIP-Gäste während der Finalwoche verteidigt. “Es geht hier um eine sehr begrenzte Zahl von Menschen, die herkommen und die auch sehr strengen Beschränkungen unterliegen”, sagte er dem Sender Sky News. “Die können hier nicht herkommen und durch Großbritannien reisen. Die kommen zum Spiel und reisen dann wieder ab.”

Bislang war die Zahl der Zuschauer in Wembley auf 40.000 begrenzt worden. In den Gruppenspielen waren nur rund 20.000 Fans zugelassen. Für Ticketinhaber gelten strenge Vorschriften. Nur wer vollständig geimpft wurde oder einen negativen Coronatest vorlegt, darf ins Stadion. Die EM-Halbfinals finden am 6. und 7. Juli statt, das Finale am 11. Juli.

12.24 Uhr: Telekom: Täglich Siebenstellige Nutzungszahlen bei Fußball-EM

Die Telekom ist mit der Nutzung ihres EM-Angebotes bei Magenta TV “sehr zufrieden”. Das hat TV-Chef Michael Schuld am Mittwoch erklärt. “Bei einer Basis von rund vier Millionen Kunden haben wir regelmäßig deutlich siebenstellige Nutzungszahlen in unserer täglichen EM-Berichterstattung”, sagte Schuld. Alle 51 Spiele des kontinentalen Fußball-Turniers laufen nur bei Magenta TV, zehn davon exklusiv. Die übrigen Partien sind auch bei ARD und ZDF zu sehen.

Die Telekom konnte laut Schuld “die Bekanntheit von Magenta TV weiter steigern und zahlreiche neue Kunden von unserem Angebot überzeugen”. Zahlen zu den Neu-Kunden oder zur Nutzung der einzelnen Live-Übertragungen nannte er nicht.

12.10 Uhr: Deutschland gegen Ungarn, da war doch was?

67 Jahre nach dem Wunder von Bern ist das Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn die erste Turnierbegegnung. Damals im WM-Finale 1954 waren die Ungarn klar favorisiert. Dennoch gewann Deutschland sensationell 3:2. Ein ganzes Land feierte daraufhin das Wunder von Bern.

Diesmal wäre es ein Wunder, wenn das deutsche Team verlöre und ausscheiden würde. Gegen Ungarn genügt der DFB-Auswahl ein Punkt zum Einzug in die zweite K.o.-Phase. Somit wäre das Spiel um 21 Uhr (ZDF und Magenta TV) für Deutschland das letzte in der heimischen Arena München. Danach würde es auf Europareise gehen.

12.02 Uhr: Zeitungen und TV-Sender zeigen Regenbogenfarben

Nach dem Verbot der Regenbogenbeleuchtung an der Münchner EM-Arena haben Medienhäuser mit Aktionen selbst Farbe bekannt. Die Bild-Zeitung zeigte am Mittwoch auf einer ganzen Seite die Regenbogenfahne, die in der Mitte in die Farben der Deutschlandflagge übergeht. Das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) der Madsack Mediengruppe integrierte in seinem Logo und den Profilen auf den Sozialen Netzwerken die Regenbogenfarben.

Das Logo der Lübecker Nachrichten auf der Titelseite war in Regenbogenfarben getaucht. Die Hamburger Morgenpost zeigte in ihrem Sportteil eine ganze Seite mit Regenbogenfarben. Das ZDF postete am Dienstagabend ein Mainzelmännchen, das einen Regenbogen an eine Fensterscheibe malt. Zuvor hatte der Sender ProSieben angekündigt, sein Logo in den Regenbogenfarben strahlen zu lassen.

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

11.52 Uhr: Niederlande-Kapitän Wijnaldum mit spezieller Kapitänsbinde in Budapest

Oranje-Kapitän Georginio Wijnaldum wird während des EM-Achtelfinales in Budapest am Sonntag eine spezielle Binde mit der Aufschrift “One Love” am Arm tragen. Damit wollen der vom FC Liverpool zu Paris St. Germain wechselnde Mittelfeldspieler und die niederländische Nationalmannschaft ein Zeichen gegen Ausgrenzung und für Inklusion setzen. “Wir sind gegen jede Form von Ausgrenzung und Diskriminierung. Wir hoffen, auf diese Art und Weise jeden, der sich irgendwo auf der Welt diskriminiert fühlt, zu unterstützen”, sagte Wijnaldum.

Hintergrund der Aktion gerade in Budapest ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Viktor Orban.

Auch Nationaltorhüter Manuel Neuer hatte in den bisherigen beiden Spielen des deutschen Nationalteams eine Regenbogenbinde am Arm getragen. Der Plan, das Stadion in München vor dem deutschen Spiel gegen Ungarn am Mittwochabend in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen, war von der Uefa am Dienstag abgelehnt worden.

11.44 Uhr: ARD: 8,82 Millionen bei Englands Sieg über Tschechien

Englands Einzug ins Achtelfinale bei der EM verfolgten im Schnitt 8,82 Millionen Zuschauer in der ARD-Liveübertragung. Der Marktanteil belief sich auf 32,6 Prozent. Mit dem 1:0 über Tschechien sicherten sich die “Three Lions” auch den Gruppensieg. Quote und Marktanteil bewegten sich auf dem gleichen Niveau wie die Partie am Abend zuvor, das 4:1 der Dänen über Russland.

Die Zusammenfassung der Partie Kroatien-Schottland (3:1) sahen im Anschluss 5,05 Millionen Zuschauer. Live war die Begegnung in Deutschland nur beim Streamingdienst Magenta TV zu sehen. Über Abrufzahlen unter seinen vier Millionen Kunden macht der Sender keine Angaben.

11.33 Uhr: Klinsmann adelt Bundestrainer Löw: “Ein großartiger Mensch”

Jürgen Klinsmann lobt Bundestrainer Joachim Löw in den höchsten Tönen. “Es gibt so viel, auf das er stolz sein kann. Nicht nur, dass er uns 2014 zum Weltmeister gemacht hat. Er hat 15 Jahre lang exzellente strategische Arbeit geleistet”, schrieb Ex-Bundestrainer Klinsmann am Mittwoch in einer Kolumne für die BBC. “Aber vor allem ist er ein großartiger Mensch. Loyal, vertrauenswürdig und immer für einen Spaß zu haben. Joachim ist ein brillanter Trainer, aber ein bescheidener Mann.”

Nach der Europameisterschaft beendet Löw seine Karriere als Bundestrainer. Klinsmann hatte ihn einst 2004 als Co-Trainer zur Nationalmannschaft geholt. Zum Abschied wünscht der 56-Jährige ihm nun den EM-Titel.

Jürgen Klinsmann wünscht seinem ehemaligen Assistenten und jetzigen Bundestrainer Joachim Löw zum Abschied den EM-Titel.

Jürgen Klinsmann wünscht seinem ehemaligen Assistenten und jetzigen Bundestrainer Joachim Löw zum Abschied den EM-Titel.
© dpa/Robert Michael

11.20 Uhr: Hummels kann sich längeren Verbleib in DFB-Team vorstellen

Rückkehrer Mats Hummels kann sich einen längeren Verbleib in der deutschen Nationalmannschaft vorstellen. Die WM 2022 in Katar und die Heim-EM 2024 würden ihn “definitiv” reizen, sagte der Abwehrchef des Fußball-Bundesligisten Borussia Dortmund der Sport Bild.

Dafür müsse allerdings “vieles passen”, meinte der 32-Jährige: “Meine Leistungen, meine Fitness, die Pläne des neuen Bundestrainers Hansi Flick. Was ich sagen kann: Ich bin unheimlich stolz, für Deutschland zu spielen.” Der Rio-Weltmeister war über zwei Jahre nach seiner Ausmusterung von Bundestrainer Joachim Löw im März 2019 für die EM reaktiviert worden.

11.07 Uhr: EM-Aus für Oranje-Stürmer Luuk de Jong nach Knieverletzung

Für den niederländischen Stürmer Luuk de Jong ist die Europameisterschaft wegen einer Knieverletzung frühzeitig vorbei. Der ehemalige Gladbacher musste das Trainingscamp in Zeist notgedrungen verlassen, teilte der niederländische Verband am Mittwoch mit. Der Angreifer vom FC Sevilla habe sich im Training am Dienstag eine Innenbandverletzung zugezogen, die weitere Einsätze unmöglich mache.

Bondscoach Frank de Boer stehen damit nur noch 24 Spieler zur Verfügung. Bereits kurz vor Turnierbeginn hatte Mittelfeldspieler Donny van de Beek von Manchester United wegen einer Verletzung passen müssen. Nachnominierungen sind jetzt nicht mehr möglich. Mit Virgil van Dijk und Torwart Jasper Cillessen hatten bereits zuvor zwei wichtige Spieler passen müssen.

Die Niederlande haben die Gruppe C als Erster abgeschlossen. Die Elftal trifft am Sonntag in ihrem Achtelfinale in Budapest auf einen der vier besten Gruppendritten.

10.51 Uhr: Habeck nennt Uefa-Entscheidung gegen Regenbogen-Stadion “feige”

Der Grünen-Co-Chef Robert Habeck hat die Entscheidung der Uefa gegen eine Beleuchtung der Allianz-Arena in Regenbogenfarben beim EU-Länderspiel Deutschland gegen Ungarn kritisiert. Diese sei “falsch, feige geradezu”, sagt er am Dienstagabend der Wochenzeitung “Die Zeit”.

Habeck sagte in einem online übertragenen Gesprächs weiter, nur das Stadion zu beleuchten, reiche nicht aus. Ungarn müsse sich am Ende auch an die europäische Regelsetzung halten.

10.40 Uhr: Löw: Goretzka und Sane sind Alternativen für Müller

Leon Goretzka und Leroy Sané sind für Bundestrainer Joachim Löw die ersten Alternativen bei einem Ausfall von Thomas Müller im EM-Gruppenfinale gegen Ungarn (21 Uhr/ZDF und Magenta TV). “Leroy brennt auf einen Einsatz. Er hat im Training sehr gute Leistungen gezeigt. Er hat sich in manchen Bereichen im letzten Jahr entscheidend verbessert”, lobte Löw den Münchner und ergänzte: “Wenn Leroy die Chance bekommt, wird er auch da sein.”

Trotz der warmen Worte wird aber eher mit einem Einsatz von Sanes Bayern-Teamkollege Goretzka gerechnet. “Im Training macht er einen sehr guten Eindruck, sehr dynamisch. Ich denke, dass er absolut bereit ist”, sagte Löw über den 26-Jährigen, der nach seiner längeren Verletzungspause gegen Portugal (4:2) zu einem Kurzeinsatz gekommen war.

Wer darf Thomas Müller gegen Ungarn ersetzen - Leon Goretzka (l.) oder Leroy Sané?

Wer darf Thomas Müller gegen Ungarn ersetzen – Leon Goretzka (l.) oder Leroy Sané?
© dpa/Robert Michael

Ein Mitwirken von “Energiegeber” Müller ist nach einer Kapselverletzung im Knie unwahrscheinlich. Eine “endgültige Entscheidung” wird laut Löw bis “zum Nachmittag” fallen. Ein Ausfall “verändert aber nicht die Art und Weise wie wir spielen wollen”, betonte der Bundestrainer. Zudem habe man “andere Spieler, die in der Lage sind, diese Aufgaben zu übernehmen”.

10.22 Uhr: Bundestagsvizepräsidentin Roth verurteilt Regenbogenentscheidung der Uefa

Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth hat die Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in der Münchner Regenbogen-Frage scharf kritisiert. “Schon die Ermittlungen gegen Manuel Neuer zum Tragen einer Regenbogenbinde waren absurd, mit dieser Entscheidung verliert die Uefa nun jegliche Glaubwürdigkeit”, sagte Roth der Augsburger Allgemeinen. Das Verhalten des Verbandes sei “inakzeptabel”.

Mit dem Verbot des Münchner Vorhabens, das Stadion während des letzten Vorrundenspiels der deutschen Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Ungarn (21 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen, maße sich die Uefa an, “in der Manier von autokratischen Machthabern zu definieren, was die gesellschaftspolitische Rolle von Sport und Sportveranstaltungen ist”, sagte Roth.

Die Ankündigungen vieler Fußball-Bundesligisten, die am Mittwochabend ihre Stadien in Regenbogenfarben beleuchten wollen, begrüßte Roth ausdrücklich. Dies sei “ein deutliches Zeichen der Solidarität und Unterstützung mit der Landeshauptstadt München, den Fußballvereinen, allen Spielerinnen und Spielern und Fans”.

10.03 Uhr: Institutionen und Unternehmen bei Twitter in Regenbogen-Optik

Nach dem Verbot der Regenbogenbeleuchtung an der Münchner EM-Arena haben zahlreiche Institutionen und Unternehmen bei Twitter Farbe bekannt. Das Profilbild der Feuerwehr München leuchtete am Dienstagabend in Regenbogenfarben, wie auch das der Messe München, die das als Zeichen “aus einer Stadt der Lebensfreude, der Toleranz und Weltoffenheit” beschrieb. Die Deutsche Bahn veröffentlichte ein Bild eines bunten Zuges mit bunten Herzen.

Bereits am Montag hatte die Polizei München ein buntes Bild gepostet. “Für Solidarität, Toleranz und Akzeptanz, nicht nur heute”, schrieben die Beamten dazu. Das ZDF postete am Dienstagabend ein Mainzelmännchen, das einen Regenbogen an eine Fensterscheibe malt. Zuvor hatte der Sender ProSieben angekündigt, sein Logo in den Regenbogenfarben strahlen zu lassen.

9.30 Uhr: Orban mahnt deutsche Politik: Regenbogen-Verbot bei EM akzeptieren

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat an die deutsche Politik appelliert, das UEFA-Verbot für eine Beleuchtung des Münchner EM-Stadions in Regenbogenfarben zu akzeptieren. “Ob das Münchner Fußballstadion oder ein anderes europäisches Stadion in Regenbogenfarben leuchtet, ist keine staatliche Entscheidung”, sagte Orban am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur. Auch in Budapest gehören Orban zufolge “die Regenbogenfarben selbstverständlich zum Straßenbild”.

Zuvor hatte die Europäische Fußball-Union UEFA einen Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt, die Münchner Arena am Mittwoch beim Spiel der deutschen Mannschaft gegen Ungarn in Regenbogenfarben zu erleuchten. Sie sei “aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen”, teilte sie mit.

Die Regenbogenfahne steht als Symbol für die Akzeptanz und Gleichberechtigung von Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

Hintergrund der Debatte ist ein Gesetz, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität in Ungarn einschränkt und in der vergangenen Woche vom ungarischen Parlament gebilligt wurde. Das Gesetz gilt als besonderes Anliegen von Ministerpräsident Orban.

Dazu sagte Ungarns Regierungschef der dpa: “Im kommunistischen Ungarn wurden homosexuelle Menschen verfolgt. Heute garantiert der Staat nicht nur die Rechte von Homosexuellen, sondern er schützt sie aktiv. Die Freiheit des Einzelnen ist das höchste Gut.” Jeder Mensch müsse sich “fraglos” frei für seinen Lebensweg entscheiden dürfen. Die Aufklärung heranwachsender Kinder gehöre aber ins Elternhaus. “Wir schützen diese Aufgabe der Eltern”, sagte Orban.

Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, war beim Spiel Ungarn gegen Portugal im Budapester Stadion dabei. Nach München zur Partie Deutschland gegen Ungarn kommt er aber nicht.

Viktor Orban, Ministerpräsident von Ungarn, war beim Spiel Ungarn gegen Portugal im Budapester Stadion dabei. Nach München zur Partie Deutschland gegen Ungarn kommt er aber nicht.
© dpa/Robert Michael

8.25 Uhr: Ungarns Ministerpräsident Orban kommt nicht nach München

Ungarns Ministerpräsident Viktor Orban hat nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Reise zum EM-Spiel zwischen Deutschland und Ungarn am heutigen Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) abgesagt. Offizielle Informationen dazu lagen zunächst nicht vor. Vor dem abschließenden Gruppenspiel hatte es heftige Debatten über das UEFA-Verbot für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben gegeben.

Die Europäische Fußball-Union UEFA hatte einen Antrag von Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) abgelehnt. Sie sei “aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation. Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – muss die UEFA diese Anfrage ablehnen”, teilte sie mit.

Das passierte am Dienstag, dem 22. Juni:

22.59 Uhr: England sichert Gruppensieg, Modric bewahrt Kroatien vor Blamage

England hat die eigenen Fans mit dem Gruppensieg vorerst versöhnlich gestimmt und könnte in einem Achtelfinal-Kracher der Fußball-EM nun sogar auf Deutschland treffen. Die Three Lions setzten sich am Dienstagabend im heimischen Wembley-Stadion mit 1:0 (1:0) gegen die zuvor noch ungeschlagenen Tschechen durch und schlossen die Gruppe D damit als Erster ab. Tschechien hatte ebenfalls schon zuvor als Achtelfinalist festgestanden.

Dadurch ergibt sich nun folgende Konstellation: Ist Deutschland nach seinem dritten Vorrundenspiel am Mittwoch (21 Uhr) gegen Ungarn Gruppenzweiter, kommt es am nächsten Dienstag ebenfalls in London zum hochbrisanten Klassiker gegen England. Angreifer Raheem Sterling (12. Minute) erzielte vor bis zu 22 500 Zuschauern per Kopf das Sieg-Tor.

Auch dank eines Zaubertors von Luka Modric hat sich Kroatien ins Achtelfinale der Fußball-Europameisterschaft gerettet und den schottischen Vorrunden-Fluch verlängert. Nach einem herrlichen Schlenzer des einstigen Weltfußballers zur Führung gewann der Vizeweltmeister am Dienstagabend in Glasgow 3:1 (1:1) im letzten Vorrundenspiel beider Teams in der Gruppe D. Für das Weiterkommen unter die letzten 16 brauchten beide jeweils einen Sieg.

Kroatiens Luka Modric feiert seinen Treffer zum 2:1. Auch das 3:1 bereitete der Superstar von Real Madrid vor.

Kroatiens Luka Modric feiert seinen Treffer zum 2:1. Auch das 3:1 bereitete der Superstar von Real Madrid vor.
© Lee Smith/Pool Reuters/AP/dpa

Nikola Vlasic (17.), Modric (62.) und Ivan Perisic (77.) sorgten dafür, dass Schottland weiterhin auf den erstmaligen Einzug in die K.o.-Runde bei einem großen Turnier warten muss. Das erste schottische Turnier-Tor durch Callum McGregor (42.) war zu wenig.

20.14 Uhr: Auch Dresdner Stadion erstrahlt in Regenbogenfarben

Nach dem Verbot der Uefa, das Münchner EM-Stadion am Mittwochabend zum Spiel Deutschland gegen Ungarn in Regenbogenfarben anzustrahlen, wird auch in Dresden gegen diese Entscheidung protestiert und das Rudolf-Harbig-Stadion – Heimpsielstätte des Zweitliga-Aufsteigers Dynamo Dresden – bunt illuminiert.

Der Leiter der Stadion Dresden Projektgesellschaft, Ronald Tscherning, sagte gegenüber Tag24: “Auch wir werden morgen im Rahmen der technischen Möglichkeiten eine bunte Beleuchtung in Regenbogen-Farben herstellen.”

Die Hülle des Münchner Stadions sollte beim Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten. Die UEFA lehnt das ab.

Die Hülle des Münchner Stadions sollte beim Spiel gegen Ungarn in Regenbogenfarben leuchten. Die UEFA lehnt das ab.
© Archivbild: dpa/Tobias Hase

18.50 Uhr: Ungarns Gulacsi zur Regenbogen-Frage: “Jeder weiß, wie ich über die Welt denke”

Ungarns Torhüter Peter Gulacsi hat in der Regenbogen-Frage eine direkte Kritik am Verbot der Europäischen Fußball-Union (UEFA) vermieden. Jeder wisse, so Gulacsi, “wie ich über die Welt denke, aber momentan liegt mein Fokus absolut auf dem Spiel morgen gegen Deutschland”, sagte er vor dem finalen EM-Gruppenspiel am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in München.

Gulacsi hatte sich derweil bereits im Februar auf Facebook öffentlich gegen ein Gesetz in seiner Heimat gestellt, das homosexuellen Paaren die Adoption von Kindern verbot. Der 31 Jahre alte Torwart von RB Leipzig spielt seit 2007 nicht mehr in Ungarn und war nach Stationen in England und bei Red Bull Salzburg 2015 nach Sachsen gekommen.

18.45 Uhr: Deutschland – Ungarn: Besonderes Spiel für Leipzig-Verteidiger Willi Orban

Das morgige EM-Vorrundenspiel zwischen Deutschland und Ungarn ist für Willi Orban von RB Leipzig ein ganz besonderes. Der ungarische Abwehrchef ist in Kaiserslautern geborene und spielt derzeit für RB Leipzig. Erst im Herbst 2018 debütierte er im ungarischen Nationalteam. Der Verband hatte zuvor lange um den Bundesligaprofi von RB Leipzig gebuhlt, dessen Vater aus Ungarn stammt und dort lebt.

In seiner Kindheit war Orban häufiger dort zu Besuch, versteht auch das Meiste auf Ungarisch, doch bei einem Medientermin nahe dem EM-Trainingscamp im Budapester Vorort Telki sprach der 28-Jährige ausschließlich Deutsch, eine Dolmetscherin übersetzte ins Ungarische. Das Interview lesen Sie hier.

Vor dem Spiel gegen Deutschland steht auch er im Fokus: RB-Profi Willi Orban, seit drei Jahren ungarischer Nationalspieler.

Vor dem Spiel gegen Deutschland steht auch er im Fokus: RB-Profi Willi Orban, seit drei Jahren ungarischer Nationalspieler.
© dpa/Robert Michael

18.43 Uhr: Nach EM-Aus: Franzose Dembele muss sich operieren lassen

Der französische Nationalspieler Ousmane Dembele (24) muss sich nach seinem EM-Aus operieren lassen. Wie sein Verein FC Barcelona am Dienstag mitteilte, wurde bei einer Untersuchung eine Verletzung der Bizepssehne im rechten Knie diagnostiziert, die operativ behandelt werden müsse. Wie lange der Angreifer voraussichtlich ausfallen wird, gab Barca nicht bekannt.

Der frühere Profi von Borussia Dortmund zog sich am Samstag im zweiten Gruppenspiel des Weltmeisters gegen Ungarn (1:1) die Verletzung zu. Dembele war gegen Ungarn in der 57. Minute eingewechselt worden und musste 30 Minuten später schon wieder vom Platz.

18.28 Uhr: Löw vor Ungarn: Müller-Einsatz in der Startelf “wird schwierig”

Eine endgültige Entscheidung über den Einsatz von Thomas Müller im letzten EM-Gruppenspiel wird Joachim Löw erst am Spieltag treffen. Das erklärte der Bundestrainer am Dienstag der ARD-Sportschau. “Dass Müller von Anfang an spielt, wird schwierig sein”, sagte Löw kurz vor der Abreise der deutschen Nationalmannschaft nach München, wo am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) die Partie gegen Ungarn ansteht.

Müller soll am Morgen des Spieltags nochmals einen Belastungstest absolvieren und möglichst an die Grenzen gehen, kündigte der DFB-Chefcoach bei Magenta TV an.

Der 31 Jahre alte Müller hatte sich beim 4:2-Sieg gegen Portugal in der Endphase eine Kapselverletzung am Knie zugezogen und konnte auch am Dienstag nicht am Abschlusstraining teilnehmen. Ganz abschreiben wollte Löw einen Einsatz des Bayern-Antreibers gegen Ungarn aber noch nicht: “Es ist irgendwie ungewiss im Moment. Ein Risiko wird man nicht eingehen. Aber es kann durchaus sein, dass er in der Lage ist, trotzdem dabei zu sein.”

18.21 Uhr: Dänemark-Kapitän erinnert an Eriksen-Drama: “Können nur stolz sein”

Dänemarks Kapitän Simon Kjaer hat am Tag nach dem Erreichen des EM-Achtelfinals noch einmal an die schwere Zeit direkt nach dem Zusammenbruch seines Freundes und Mitspielers Christian Eriksen erinnert. “Es war sehr hart, was wir durchgemacht haben. Ich wusste nicht, ob ich nach dem, was an diesem Abend passiert ist, sofort wieder Fußball spielen kann”, sagte der 32-Jährige am Dienstag bei einer Pressekonferenz im dänischen EM-Quartier.

“Du kommst dann an einen Punkt, an dem du es versuchen willst. Aber du weißt nicht, ob du es auch schaffst”, sagte Kjaer weiter. Dass die Dänen nach ihrem 4:1-Sieg gegen Russland trotzdem noch Platz zwei der Gruppe B erreicht hätten, “darauf können wir nur stolz sein”. Die drei EM-Spiele in Kopenhagen “werden wir nie vergessen”.

Dänemarks Simon Kjaer erinnerte am Dienstag an den Zusammenbruch von Christian Eriksen und die schwierige Zeit danach.

Dänemarks Simon Kjaer erinnerte am Dienstag an den Zusammenbruch von Christian Eriksen und die schwierige Zeit danach.
© dpa/Hannah Mckay

18.00 Uhr: Auch Arena in Düsseldorf strahlt in Regenbogenfarben

Nach dem UEFA-Verbot für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena wird während der Partie Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) auch die Arena in Düsseldorf in Regenbogenfarben erleuchten. Wie die Landeshauptstadt Nordrhein-Westfalens erklärte, wird die Regenbogenflagge auf der Nordseite auf die Außenhülle des Stadions projiziert, das auch Spielort der EM 2024 sein wird. Auch die Arenen in Berlin, Frankfurt, Köln, Wolfsburg und Augsburg werden am Mittwoch bunt erstrahlen.

“Düsseldorf steht für eine weltoffene und tolerante Gesellschaft”, sagte Oberbürgermeister Stephan Keller. Daher werde die Regenbogenflagge auf die Arena projiziert “und somit – ebenso wie unter anderem in unserer Nachbarstadt Köln – vom Rhein aus ein sichtbares Zeichen für Respekt, Toleranz und Frieden gesetzt”.

17.41 Uhr: Amnesty International will vor EM-Spiel Regenbogenfahnen verteilen

Angesichts des Uefa-Verbots für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben will Amnesty International vor dem Stadion Fahnen in diesen Farben verteilen. Als Zeichen der Solidarität werde man am Rande des Fußball-Europameisterschaftsspiels zwischen Deutschland und Ungarn am Mittwoch (21 Uhr/ZDF und Magenta TV)) die Fahnen verteilen, hieß es am Dienstag in einer Mitteilung der Menschenrechtsorganisation.

Die Aktion werde in Zusammenarbeit mit Christopher Street Day Deutschland gestartet und solle als Zeichen der Solidarität mit der ungarischen LGBTI-Community dienen. Die Abkürzung LGBTQI steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, trans-, inter- und queere Menschen.

17.29 Uhr: Dänemark-Trainer kritisiert Uefa für Umgang mit Regenbogenfarben

Dänemarks Nationaltrainer Kasper Hjulmand hat die Europäische Fußball-Union Uefa auch für dessen Umgang mit der Regenbogen-Binde des deutschen Kapitäns Manuel Neuer sowie mit den zunächst geplanten und nun verbotenen Regenbogenfarben an der Münchner EM-Arena kritisiert.

“Die Regenbogenfarben sind eine Hommage an die Vielfalt und daran, dass wir alle gleich sind. Das hat nichts mit Politik zu tun”, sagte der 49-Jährige am Dienstag im dänischen EM-Quartier. “Ich zolle der Tatsache Respekt, dass Manuel Neuer und die deutsche Nationalmannschaft gesellschaftliche Verantwortung übernehmen wollen. Ich mag es, wenn jemand seine Plattform nutzt, um etwas Gutes zu tun. Das ist doch kein politisches Statement.”

17.10 Uhr: Polizei in München stellt sich auf Protest vor Deutschland-Spiel ein

Die Münchner Polizei bereitet sich auf möglichen Protest gegen die LGBTQI+-Community im Rahmen des dritten EM-Gruppenspiels von Deutschland gegen Ungarn am Mittwoch vor. Dabei hätten die Beamten ein besonderes Augenmerk auf rund 200 Anhänger der ungarischen Fußballnationalmannschaft aus “problematischeren Fanvereinigungen”, sagte Polizeisprecher Andreas Franken am Dienstag.

Insgesamt rechne seine Behörde mit rund 2.000 ungarischen Fans. Mehrere szenekundige Polizisten aus Ungarn unterstützten die rund 1.500 bayerischen Beamten in dem Einsatz. Franken stellte klar, dass gegen “rassistische und homophobe Inhalte” in oder außerhalb des Stadions konsequent eingeschritten werde.

Die Uefa hatte am Dienstag bestätigt, dass das Münchner EM-Stadion nicht in den Regenbogenfarben als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung erstrahlen wird. Dagegen kündigte der Lesben- und Schwulenverband Bayern für Mittwoch eine Demonstration an.

Die Abkürzung LGBTQI+ steht für Lesben, Schwule, Bisexuelle, queere, Trans- und andere nicht-heterosexuelle Menschen beziehungsweise Menschen, die sich nicht mit dem traditionellen Rollenbild von Mann und Frau oder anderen gesellschaftlichen Normen rund um Geschlecht und Sexualität identifizieren.

16.20 Uhr: Bayern-Präsident Hainer bedauert Regenbogen-Entscheidung

Rekordmeister Bayern München hat die Entscheidung der Europäischen Fußball-Union (Uefa) in der Regenbogen-Frage bedauert. “Wir hätten uns gefreut, wenn die Allianz Arena am Mittwoch in den Regenbogenfarben hätte strahlen können”, teilte Präsident Herbert Hainer auf Twitter mit und ergänzte: “Weltoffenheit und Toleranz sind grundsätzliche Werte, für die unsere Gesellschaft steht und für die der FC Bayern steht.”

16.10 Uhr: Ab EM-Halbfinale: Bis zu 60.000 Fans in Wembley zugelassen

Trotz großer Kritik und Sorge vor einer weiteren Ausbreitung des Coronavirus werden ab dem Halbfinale der EM deutlich mehr Fans zugelassen. Die britische Regierung entschied, dass das Wembley-Stadion für die entscheidenden Spiele bis zu 60.000 Zuschauer empfangen darf. Dies entspricht zwei Drittel der kompletten Auslastung von 90.000 Plätzen. Die Halbfinals finden am 6. und 7. Juli statt, das Finale am 11. Juli.

In den Gruppenspielen sind 22.500 Fans zugelassen, für die beiden Achtelfinalspiele am Samstag und kommenden Dienstag werden bis zu 45.000 Zuschauer in den Fußball-Tempel gelassen.

Dieser Schritt ist als Zugeständnis der Regierung in Richtung der UEFA zu interpretieren. Bereits früher am Dienstag hatte Premierminister Boris Johnson mitteilen lassen, das das Land sich auf “fantastische” Finalspiele bei der Euro in London freue.

15.40 Uhr: Hummels meldet sich fit für Ungarn-Spiel: “Ich kann spielen”

Mats Hummels kann trotz seiner jüngsten Probleme an der Patellasehne im letzten Gruppenspiel der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft zum Einsatz kommen. “Bei mir persönlich ist es auch wieder gut, ich kann spielen”, sagte der Verteidiger von Borussia Dortmund am Dienstagnachmittag bei Magenta TV.

Der 32-Jährige hatte nach dem 4:2 gegen Portugal am Samstag über Schmerzen geklagt und am Montag mit dem Training ausgesetzt.

Hat nach seiner Verletzung an der an der Patellasehne wieder gut lachen: Mats Hummels.

Hat nach seiner Verletzung an der an der Patellasehne wieder gut lachen: Mats Hummels.
© dpa/Federico Gambarini

“Ich werde diese Pausen immer mal wieder einlegen müssen, weil ich die Knieprobleme mit mir rumtrage. Das ist nichts, was mich aus den Spielen ganz raushält. Das erfordert nur ein bisschen mehr Regeneration”, sagte Hummels.

Wie Ilkay Gündogan, der Probleme an der Wade hatte, konnte er am Dienstag wieder am Abschlusstraining für die Partie am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) teilnehmen. Thomas Müller fehlte wegen seiner Kapselverletzung im Knie hingegen noch bei der Team-Übungseinheit in Herzogenaurach.

15.36 Uhr: Nach Kritik wegen Kniefall: Italiens Verband verteidigt Spieler

Der italienische Fußball-Verband hat Kritik an dem uneinheitlichen Verhalten der Mannschaft beim Kniefall vor dem letzten EM-Vorrundenspiel zurückgewiesen. “In dem Moment waren nicht alle darauf vorbereitet.

In Zukunft wird die Mannschaft vor solchen Gelegenheiten eine einheitliche Entscheidung treffen”, sagte ein Sprecher am Dienstag in Florenz. Vor dem Anpfiff der Partie gegen Wales am Sonntag in Rom hatten sich fünf italienische Spieler dem Kniefall der Waliser gegen Rassismus angeschlossen, der Rest der Mannschaft nicht. Dies hatte in Italien Kritik hervorgerufen.

Die Mannschaft bekräftige ihre Ablehnung jeder Form von Rassismus, sagte der Sprecher. “Diesen bekämpfen wir jeden Tag, dafür muss man sich nicht einem symbolischen Protest anschließen. Das heißt nicht, dass wir den Kampf gegen Rassismus nicht unterstützen.”

Italiens Verbandspräsident Gabriele Gravina hatte bereits zuvor erklärt, es sei die freie Entscheidung der Spieler, sich an solchen Aktionen zu beteiligen oder nicht. “Wir wussten, dass die Waliser das tun würden. Einige Spieler haben sich beteiligt, andere haben applaudiert.”

15.20 Uhr: Dragqueen Olivia Jones startet Petition nach Uefa-Verbot

Nach dem Uefa-Verbot für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben hat die Hamburger Dragqueen Olivia Jones gefordert, dass Sängerin Conchita Wurst am Mittwoch dort die Nationalhymne singen sollte. Eine entsprechende Petition mit dem Titel “BUH-EFA! Conchita for Nationalhymne!” hatte Jones am Dienstag auf der Plattform change.org gestartet.

Es sei traurig, dass das Stadion nun doch nicht in Regenbogenfarben leuchten dürfe, schreibt sie in der Petition. “Ihr nennt das “Politik”. Wir als Olivia Jones Familie finden: Wenn man ein wichtiges Zeichen der Solidarität, für Toleranz und gegen Ausgrenzung setzt, ist das keine Politik, sondern eigentlich eine Selbstverständlichkeit im 21. Jahrhundert.”

Dragqueen Olivia Jones hat vorgeschlagen, dass Conchita Wurst am Mittwoch die Nationalhymne singen sollte.

Dragqueen Olivia Jones hat vorgeschlagen, dass Conchita Wurst am Mittwoch die Nationalhymne singen sollte.
© Archivbild: dpa/Marcus Brandt

Um ein Zeichen zu setzen, könne am Mittwoch doch beispielsweise Dragkünstler Tom Neuwirth auftreten, forderten Jones und weitere Befürworter weiter. “Lasst Conchita Wurst oder eine/n andere/n bekennend Homosexuelle/n morgen die Deutsche Nationalhymne im Stadion singen. Damit den ewig Gestrigen dieser Welt ordentlich die Augen und Ohren klingeln. Einigkeit und Recht und Freiheit für ALLE!” Nach zwei Stunden hatten die Petition mehr als 300 Menschen online unterzeichnet.

Eine andere Petition mit dem Titel “#AllianzArena in Regenbogenfarben leuchten lassen – Ungarn ein Zeichen senden!”, die schon länger im Internet stand, war bis Dienstagnachmittag mehr als 170.000 Mal unterschrieben worden.

14.43 Uhr: Ungarn begrüßt Uefa-Entscheid zu EM-Arena ohne Regenbogenfarben

Ungarn hat die Entscheidung der Uefa begrüßt, die Beleuchtung des Münchener EM-Stadions in Regenbogenfarben nicht zuzulassen. Die Europäische Fußball-Union habe “die richtige Entscheidung getroffen”, sagte Außenminister Peter Szijjarto am Dienstag am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg vor ungarischen Journalisten. “Man hat entschieden, sich nicht für eine politischen Provokation gegenüber Ungarn einspannen zu lassen”, fügte er hinzu.

Die Uefa hatte kurz zuvor einen entsprechenden Antrag des Münchner Oberbürgermeisters Dieter Reiter (SPD) abgelehnt. Die Münchener Arena hätte demnach beim Gruppenfinale der deutschen Nationalmannschaft gegen Ungarn am Mittwoch in Regenbogenfarben erstrahlen sollen. Die Farben stehen als Zeichen für Toleranz und Gleichstellung.

14.30 Uhr: Regenbogen-Entscheidung: OB Reiter kritisiert Uefa und DFB heftig

Der Münchner Oberbürgermeister Dieter Reiter hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) und den Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit deutlichen Worten für die Entscheidung in der Regenbogen-Frage kritisiert.

“Ich finde es beschämend, dass die UEFA uns verbietet, ein Zeichen für Vielfalt, Toleranz, Respekt und Solidarität zu setzen”, sagte der SPD-Politiker am Dienstag und ergänzte: “Ich bin auch enttäuscht vom DFB, der trotz der überragenden Zustimmung aus der ganzen Republik sich nicht der in Lage sehen wollte, das Ergebnis zu beeinflussen.”

Die Münchner Arena an einem anderen Tag in Regenbogenfarben zu beleuchten, bezeichnete Reiter als “lächerlichen Gegenvorschlag”. Das Stadion trotz der Uefa-Entscheidung bunt zu beleuchten, ist laut Reiter keine Option: “Das würde mir als altem Revoluzzer zwar gefallen, aber die Arena hat einen Mietvertrag mit der Uefa. Und man will sich nicht rechtswidrig verhalten.”

14.15 Uhr: Merkel warnt vor voll besetzten EM-Stadien

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat angesichts der aggressiven Delta-Variante des Coronavirus vor voll besetzen Stadien bei der Europameisterschaft gewarnt und die Europäische Fußball-Union (Uefa) zu verantwortungsvollen Entscheidungen gemahnt. “Ich hielte es nicht für gut, wenn voll besetzte Stadien dort sind”, sagte Merkel am Dienstag nach einem Treffen mit EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in Berlin mit Blick auf Großbritannien. Sie denke es zwar nicht, hoffe aber, dass die Uefa verantwortungsvoll mit der Lage umgehe, sagte Merkel.

In Großbritannien grassiert die Delta-Variante des Virus. Seit Tagen wird darüber diskutiert, ob die Halbfinal-Spiele und das Finale der EM wie geplant in London stattfinden sollen oder ob der Austragungsort gewechselt wird.

14.10 Uhr: Elefanten-Orakel prophezeit Unentschieden im Spiel Deutschland-Ungarn

Elefantendame Yashoda hat sich entschieden: Das EM-Spiel Deutschland gegen Ungarn wird unentschieden ausgehen. Die Leitkuh des Hamburger Tierparks Hagenbeck orakelte das Unentschieden, indem sie am Dienstag beide Flaggen der Teilnehmer der Europameisterschaft aus einem Weidenkorb zog. Bei den ersten beiden EM-Spielen der deutschen Mannschaft lag die Dickhäuterin mit ihren Vorhersagen richtig.

“Wir sind mächtig stolz auf ihr gutes Gespür und würden uns freuen, wenn sie das Triple komplett machen würde”, sagte Dirk Albrecht, Geschäftsführer des Tierparks, dazu.

Tierpfleger Michael Schmidt hält neben Elefantenkuh Yashoda die Flaggen von Deutschland und Ungarn hoch. Elefantenkuh Yashoda aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck hatte zuvor beide Flaggen aus einem Weidenkorb gezogen und tippet so auf eine Unentschieden

Tierpfleger Michael Schmidt hält neben Elefantenkuh Yashoda die Flaggen von Deutschland und Ungarn hoch. Elefantenkuh Yashoda aus dem Hamburger Tierpark Hagenbeck hatte zuvor beide Flaggen aus einem Weidenkorb gezogen und tippet so auf eine Unentschieden
© dpa/Marcus Brandt

14.04 Uhr: Regenbogen-Beleuchtung auch der Stadien in Wolfsburg und Augsburg

Auch in Wolfsburg erstrahlt das Fußball-Stadion am Mittwochabend während des deutschen EM-Spiels gegen Ungarn in den Regenbogenfarben. Das kündigte der VfL Wolfsburg am Dienstag via Twitter an. Angesichts des Uefa-Verbots für eine bunte Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben hatten die Stadionbetreiber in Frankfurt am Main, Köln und in Berlin (Olympiastadion) ähnliche Schritte angekündigt.

Die Spielführer und Spielführerinnen der Wolfsburger Profiteams traten bereits in der Vergangenheit mit Armbinden in den Regenbogenfarben an und setzten somit ein Zeichen für Toleranz und Menschenrechte.

Ebenfalls wird das Augsburger Fußballstadion in Regenbogenfarben erleuchtet. “Wir nutzen unsere Stadionbeleuchtung immer wieder, um auf wichtige gesellschaftliche Themen aufmerksam zu machen”, sagte Michael Ströll, Geschäftsführer des FC Augsburg, am Dienstag. “Wenn die Uefa ein solch selbstverständliches und wichtiges Zeichen in München im Rahmen des EM-Spiels nicht zulässt, dann wollen wir dies gerne tun und freuen uns, unsere schöne Fassade in bunten Farben erleuchten zu lassen.”

13.55 Uhr: LSVD Bayern fordert: FC Bayern und Arena sollen sich Uefa widersetzen

Der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Bayern fordert die Betreiber der Münchner Fußball-Arena und den Besitzer FC Bayern auf, das Stadion am Mittwoch trotz einer Ablehnung der Uefa in den Regenbogenfarben zu beleuchten. “Hier muss ein Zeichen gesetzt werden”, sagte Markus Apel, der Vorstand des LSVD Bayern, am Dienstag der Deutschen Presse-Agentur.

“Ich wünsche, dass sich die Betreiber des Stadions und auch der FC Bayern diesem Beschluss der Uefa widersetzen, in welcher Form auch immer”, sagte Apel. Er kündigte Protestaktionen vor der Arena an.

Das Verhalten der Uefa findet er “befremdlich”. Der Verband hatte die Ablehnung damit begründet, dass politische Signale nicht erwünscht seien. Hintergrund sind internationale Proteste gegen Ungarn, wo das Parlament jüngst ein von Regierungschef Viktor Orban gewolltes Gesetz billigte, das die Informationsrechte von Jugendlichen in Hinblick auf Homosexualität und Transsexualität einschränkt.

“Die Uefa zeigt sehr klar, auf welcher Seite sie steht”, meinte Apel. “Sie steht nicht auf der Seite jener, die sich für eine vielfältige und faire Gesellschaft einsetzen, sondern auf der Seite derjenigen, die Vielfalt einengen und Menschen ihre Rechte aberkennen wollen.”

13.48 Uhr: Regenbogen-Entscheidung: DFB-Boss Koch verteidigt Uefa

Rainer Koch hat in seinen Rollen als Co-Interimspräsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und Exekutivkomitee-Mitglied der Europäischen Fußball-Union (Uefa) die heftig kritisierte Uefa-Entscheidung zu der Regenbogen-Frage verteidigt. “Da die Beleuchtung vom Münchner Stadtrat als eine gezielte Aktion gegen die Entscheidung des ungarischen Parlaments begründet worden ist, handelt es sich nicht mehr um ein bloßes Statement im gemeinsamen Kampf gegen jede Form von Diskriminierung, sondern um eine politische Aktion”, schrieb Koch bei Facebook.

Laut Koch sei die Uefa “aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale” Organisation: “Angesichts des politischen Kontextes dieser speziellen Anfrage – eine Botschaft, die auf eine Entscheidung des ungarischen Parlaments abzielt – musste die Uefa diese Anfrage ablehnen.”

Der interimsmäßige DFB-Boss Rainer Koch (l.) verteidigte die Entscheidung der Uefa, die Münchner Arena nicht in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. Die Uefa sei aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation, meinte Koch in e

Der interimsmäßige DFB-Boss Rainer Koch (l.) verteidigte die Entscheidung der Uefa, die Münchner Arena nicht in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. Die Uefa sei aufgrund ihrer Statuten eine politisch und religiös neutrale Organisation, meinte Koch in e
© DFB

13.44 Uhr: Regenbogen-Beleuchtung auch für Berliner Olympiastadion

Das Berliner Olympiastadion wird am Mittwoch während der EM-Begegnung der deutschen Nationalmannschaft in München gegen Ungarn bunt in Regenbogenfarben erstrahlen. “Wir machen da gerne mit, weil wir uns für Toleranz und Menschenrechte einsetzen”, sagte Christoph Meyer, Sprecher der Olympiastadion GmbH, am Dienstag der “Berliner Zeitung”. Angesichts des Uefa-Verbots für eine bunte Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogenfarben hatten die Stadionbetreiber in Frankfurt am Main und Köln ähnliche Schritte angekündigt.

In Berlin wird die farbige Beleuchtung durch eine neue LED-Anlage im Stadiondach sowie das erste vollfarbige Flutlicht Deutschlands möglich. Bereits zum Christopher Street Day waren das Olympiastadion der Hauptstadt und seine Umgebung in Regenbogenfarben erstrahlt. “Die Entscheidung fiel uns leicht”, sagte Meyer. “Wenn es um Toleranz und Menschenrechte geht, sind wir dabei – morgen, ab 21.00 Uhr”, war wenig später auf dem Twitter-Kanal des Olympiastadions zu lesen.

Wie die “Berliner Zeitung” zudem berichtete, soll der Berliner Senat aktuell darüber nachdenken, ob auch das Brandenburger Tor in den Regenbogenfarben erstrahlen könnte.

13.29 Uhr: Söder bedauert Uefa-Entscheidung zu Stadion in Regenbogenfarben

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat sein Bedauern über die Entscheidung der Uefa ausgedrückt, das Münchner EM-Stadion nicht in Regenbogenfarben erleuchten zu lassen. “Schade, dass die Münchner Arena nicht in Regenbogenfarben leuchten darf. Das wäre ein sehr gutes Zeichen für Toleranz und Freiheit gewesen”, schrieb Söder am Dienstag bei Twitter. “Wir müssen uns stark machen gegen Ausgrenzung und Diskriminierung”.

Auch Frankreichs Staatssekretär hat enttäuscht auf die ablehnende Haltung der Uefa reagiert. “Ich bedauere diese Entscheidung, denn ich denke, das wäre ein sehr starkes Symbol gewesen”, sagte Europa-Staatssekretär Clément Beaune am Dienstag am Rande eines EU-Ministertreffens in Luxemburg. Beaune gilt als Vertrauter von Staatschef Emmanuel Macron.

Die Entscheidung der UEFA lasse jedoch andere Optionen offen, sagte Beaune. Er wolle mit der beigeordneten Sportministerin Roxana Maracineanu beraten, was in Frankreich gemacht werden könne.

13.14 Uhr: Keine Regenbogenfarben: Antidiskriminierungsstelle kritisiert Uefa

Der Leiter der Antidiskriminierungsstelle des Bundes, Bernhard Franke, kritisiert die ablehnende Haltung des europäischen Fußballverbands Uefa zur Beleuchtung der Münchner Allianz Arena in Regenbogenfarben während des EM-Spiels zwischen Ungarn und Deutschland.

“Gleichbehandlung und der Schutz sexueller und geschlechtlicher Vielfalt sind universelle Werte, denen sich die Uefa selbst verpflichtet fühlt”, erklärte Franke auf Anfrage des Evangelischen Pressedienstes (epd) am Dienstag in Berlin: “Das Verbot, das Münchner Stadion in Regenbogenfarben leuchten zu lassen, ist deshalb unverständlich. Die Uefa verspielt damit die Gelegenheit, ein deutliches Zeichen für Toleranz und gegen Homophobie und LSBTIQ-Feindlichkeit im Fußball zu setzen.”

13.04 Uhr: Nach Uefa-Entscheidung: ProSieben mit Logo in Regenbogenfarben

Nach dem Uefa-Verbot für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogen-Farben will der Fernsehsender ProSieben sein Logo in diesen Farben erstrahlen lassen. “Aus guten Gründen ändern wir morgen On Air unser Senderlogo”, hieß am Dienstag auf dem Twitter-Account des Senders aus Unterföhring bei München.

Dazu wurde ein Bild des Logos in Regenbogenfarben gepostet. In den Kanälen in den Sozialen Medien werde man das Logo schon am Dienstag ändern, sagte ein Sprecher. ProSieben-Chef Daniel Rosemann ergänzte bei Twitter: “Wenn die #AllianzArena schon nicht darf – wir dürfen. Und wir WOLLEN. Morgen ändern wir unser Senderlogo für ein wichtiges Zeichen.”

12.51 Uhr: DFB-Auswahl wohl ohne Müller gegen Ungarn

Die deutsche Nationalmannschaft wird ihr Gruppen-Finale gegen Ungarn aller Voraussicht nach ohne Thomas Müller bestreiten. Der Münchner verpasste am Dienstag auch das Abschlusstraining in Herzogenaurach aufgrund einer Kapselverletzung im Knie. Sein Einsatz am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) ist damit unwahrscheinlich. Müller absolvierte im Fitnesszelt mit dick bandagiertem Knie eine individuelle Einheit.

Das Knie der Nation: Thomas Müller absolvierte am Dienstag mit einem Tapeverband am Knie nur ein lockeres Lauftraining. Ein Einsatz gegen Ungarn scheint unwahrscheinlich.

Das Knie der Nation: Thomas Müller absolvierte am Dienstag mit einem Tapeverband am Knie nur ein lockeres Lauftraining. Ein Einsatz gegen Ungarn scheint unwahrscheinlich.
© dpa/Christian Charisius

Dafür standen Mats Hummels (Patellasehnenreizung) und Ilkay Gündogan (Wadenprobleme) wieder auf dem Rasen des Adi-Dassler-Stadions. Insgesamt nahmen 24 Spieler am Training teil. Lukas Klostermann (Muskelverletzung) steht Bundestrainer Joachim Löw für das Ungarn-Spiel nicht zur Verfügung.

12.39 Uhr: Eriksen gratuliert Mitspielern nach dänischem 4:1-Sieg

Dänemarks Fußball-Star Christian Eriksen hat seinen Teamkollegen kurz nach dem 4:1-Sieg gegen Russland zum Erreichen des EM-Achtelfinals gratuliert. “Christian schrieb uns sofort nach dem Spiel in unsere WhatsApp-Gruppe. Es war toll, von ihm zu hören”, sagte der Verteidiger Jens Stryger Larsen.

Der 29 Jahre alte Eriksen war während des ersten EM-Spiels gegen Finnland (0:1) auf dem Spielfeld in Kopenhagen zusammengebrochen und wiederbelebt worden. Mittlerweile hat er das Krankenhaus verlassen und erholt sich zu Hause in Odense.

12.34 Uhr: ARD: 8,67 Millionen sehen Dänemarks 4:1-Triumph

Die Energieleistung der dänischen Nationalmannschaft beim 4:1 gegen Russland in Kopenhagen verfolgten im Schnitt 8,67 Millionen Zuschauer in der ARD-Live-Übertragung. Der Marktanteil belief sich auf 32,6 Prozent. Die Dänen schafften durch den Triumph gegen Russland doch noch den Sprung in die K.o.-Runde.

Den 1:0-Erfolg der österreichischen Auswahl gegen die Ukraine, womit die rot-weiß-rote Mannschaft ebenfalls das Achtelfinale erreichte, sahen am frühen Abend im Schnitt 6,03 Millionen (MA: 29,7 Prozent).

Die beiden anderen EM-Vorrundenspiele am Montag – Nordmazedonien-Niederlande (0:3) und Finnland-Belgien (0:2) – wurden exklusiv vom Streamingdienst MagentaTV übertragen. Über Abrufzahlen unter seinen vier Millionen Kunden macht der Sender keine Angaben.

12.06 Uhr: DFB-Spieler als Boyband

In der deutschen Nationalmannschaft sorgt neuerdings eine “Boyband” für gute Stimmung. In der Vorbereitung auf das EM-Gruppenfinale gegen Ungarn fanden sich Joshua Kimmich, Kevin Volland, Serge Gnabry und Jonas Hofmann mit ihren Gitarren zum gemeinsamen Spiel zusammen. Begleitet wurden sie im Team-Quartier in Herzogenaurach von den Sängern Mats Hummels und Kevin Trapp.

Ihr Kollege Robin Koch stellte ein kurzes Video auf seinen Instagram-Kanal, auf dem seine Mitspieler den 1990er-Jahre-Hit “What’s up?” der US-amerikanischen Alternative-Rockband “4 Non Blondes” intonieren. Sein Kommentar dazu: “Boyband izz da”. Auf einem anderen Video von Christian Günter sind Volland, Hofmann und Kimmich mit “She will be loved” von Maroon 5 zu sehen.

11.30 Uhr: Halstenberg kann sich häufige Verwechslung mit Team-Kollege Klostermann nicht erklären

Marcel Halstenberg kann die häufige Verwechslung mit seinem Leipziger Teamkollegen Lukas Klostermann nicht nachvollziehen. Man sei sich zwar von der “Größe und Statur sehr ähnlich”, räumte der vier Jahre ältere Linksverteidiger (29) im EM-Quartier der deutschen Nationalmannschaft in Herzogenaurach ein: “Aber es gibt gewisse Unterschiede wie die Sommersprossen, die Haarfarbe und mein Bart. Da wundern wir uns schon, warum wir so oft verwechselt werden.”

Im Rahmen einer DFB-Pressekonferenz wurde Klostermann auch schon mit “Marcel Halstenberg” angesprochen. Er hoffe, dass dies jetzt nicht mehr passiere, sagte Klostermann, der Bundestrainer Joachim Löw für das Gruppenfinale gegen Ungarn am Mittwoch (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) in München aufgrund einer Muskelverletzung nicht zur Verfügung steht.

10.58 Uhr: Regenbogen-Entscheidung: Lesben- und Schwulenverband kritisiert Uefa

Der Lesben- und Schwulenverband in Deutschland (LSVD) hat die Europäische Fußball-Union (Uefa) für ihre Entscheidung in der Regenbogen-Frage heftig kritisiert. “Wir als Verband finden es sehr befremdlich, wie die Uefa mit Werten umgeht, die in der Gesellschaft allgemein akzeptiert werden sollten”, sagte LSVD-Sprecher Markus Ulrich dem SID: “Die Uefa hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt – und es ist klar zu erkennen, auf welche Seite sie sich mit ihrer Entscheidung stellt.”

Zuvor hatte es die Uefa abgelehnt, die Münchner EM-Arena während des letzten Vorrundenspiels der deutschen Fußball-Nationalmannschaft am Mittwoch gegen Ungarn (21.00 Uhr/ZDF und Magenta TV) in Regenbogenfarben erstrahlen zu lassen. Das gab der Verband am Dienstag bekannt.

“Immerhin hat sich der DFB bislang als einziger Verband während der EM klar positioniert. Das finden wir sehr gut. Wir freuen uns auch sehr darüber, dass in anderen Städten geplant wird, die Stadien zu erleuchten”, sagte Ulrich: “Zudem unterstützen wir die Aktion, an die Zuschauer in München Regenbogenfahnen zu verteilen, um ein Zeichen für Respekt und Akzeptanz zu setzen.”

Der Dachverband der deutschen Christopher Street Day’s (CSD) wird mit Partnern wie Amnesty International den Fans 11.000 Fahnen zur Verfügung stellen. “Zeigen wir den LGBTIQ* in Ungarn, dass sie nicht alleine sind”, hieß es in einer Erklärung: “Doch zeigen wir auch aller Welt, dass Menschenrechte für alle Menschen zu gelten haben.”

10.47 Uhr: EM-Zeichen: Regenbogen-Beleuchtung für Stadien in Köln und Frankfurt

Angesichts des Uefa-Verbots für eine Beleuchtung der Münchner EM-Arena in Regenbogen-Farben wollen zumindest andere deutsche Stadionbetreiber Zeichen setzen. So sollen die Fußball-Arenen in Frankfurt am Main und Köln am Mittwoch während der EM-Partie der deutschen Mannschaft in München gegen Ungarn bunt erstrahlen. “Wenn München am Mittwoch nicht darf, dann müssen eben die anderen Stadien im Land Farbe bekennen. Auf jetzt, Kollegen in der Liga”, twitterte Eintracht Frankfurts Vorstandssprecher Axel Hellmann in der Nacht zum Dienstag. Der Club-Boss kündigte an: “Der Deutsche Bank Park schaltet zum Spiel gegen Ungarn den Regenbogen an. Das Waldstadion bleibt bunt.”

Ähnliches wird in Köln passieren. Das bestätigten am Dienstagmorgen der 1. FC Köln und die Kölner Sportstätten. Zuvor hatte der WDR berichtet. Die Entscheidung sei “auf Initiative verschiedener Gruppen aus der Kölner Stadtgesellschaft” gefallen. “Wir begrüßen das sehr. Köln und der FC stehen für Vielfalt und Toleranz”, sagte Kölns Geschäftsführer Alexander Wehrle: “Die Entwicklungen in Ungarn sind erschreckend – umso wichtiger ist es, ein Zeichen dagegen zu setzen.”